ich mach es anders

Zeit für Veränderung – ichmachesanders sagt „Servus und Baba“

Venedig Titelbild Lio Piccolo

Seit gefühlt 4 Jahren (plus 2 für die Lockdown-Zeit, die existieren in meiner Zeitrechnung nämlich nicht) trage ich den Gedanken mit mir herum, ganz offiziell „Servus und Baba“ auf dieser Seite zu sagen. Und doch habe ich es nie gemacht. Ist ja mein Baby, dieser Blog – deit August 2014. Nun aber bin ich soweit, es zu tun. Es hat sich viel verändert, auf der Welt und bei mir privat. Der Fokus ist ein anderer. Das hat nicht nur mit Corona, aber auch zu tun.

6 Wochen vor Pandemieausbruch habe ich nach langer Zeit wieder einen Vollzeitjob angenommen. Als ich mich wieder für Vollzeit entschieden hatte, war klar, dass die ichmachesanders-Touren gehen müssen. Da bald darauf die Pandemie begann, war es eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe. Den Blog wollte ich nach Lust und Laune weiter betreiben. Aber dazu ist es nie wirklich gekommen. Viel mehr habe ich festgestellt, dass ich meinen Traumjob gefunden habe. Viele von euch wissen es nicht, aber im Innersten schlägt mein Herz auch für Datenbanken und Daten. Und genau das ist nun mein beruflicher Schwerpunkt.

Persönliche Herausforderungen die alles ändern

Es kam die Pandemie mit einschneidenden und – für mich nicht nur negativen – Veränderungen. Ein Notfall mit unserem Kater Ruaßerl im Sommer und eine Arthrosediagnose im November 2021 mit allerlei Verschlechterungen in seiner gesamten Motorik hat unser Leben komplett auf den Kopf gestellt. Und dann war privat ein ziemlich heftiger Start ins Jahr 2022. Der Kriegsausbruch in der Ukraine, jetzt Teuerungen und damit, da in einer NGO tätig, auch mega viel Stress und enorme Herausforderungen in der Arbeit. Aber weil NGO, weiß ich, warum ich das mache. Mit viel Einsatz und Leidenschaft. Ich habe gemerkt, dass ich meine Energie für andere Bereiche benötige und der Blog bei mir nicht mehr präsent ist.

Der Punkt war unbewusst schon lange gesetzt

Schaue ich zurück, war mein runder Blogabschluss mein Betrag darüber, wie pandemieresistent mein nachhaltiger Lebensstil ist. Und deshalb setze ich jetzt auch offiziell den Punkt. Der Blog bleibt so lange online, so lange es ohne weitere Updates funktioniert bzw. ich gewillt bin, die monatlichen Kosten für URL und Mailadresse weiter zu finanzieren.

Ich schaue auf 8 Jahre, 470 veröffentlichte und begonnene Beiträge, einige Vorträge, Workshops, zahlreiche Nachhaltigkeits-Touren und unzählige bereichernde und inspirierende Begegnungen zurück.

Viele erste Male und viel Adrenalin

Ein Highlight war auf jeden Fall der Moment, wo ich beschlossen hatte, ohne jegliches Vorwissen, was ein Blog ist, einen zu starten. Die erste Resonanz von Leser*innen. Die erste Dankeskarte, die mit der Post kam. Die Teilnahme an der Wear Fair 2016 um mit meinem Tourkonzept zu starten, der erste vekraufte Tourgutschein. Ebenso mein Impulsvortrag vor 160 Banker*innen und Logist*innen über alternative Lebensmittelbeschaffung mit den ersten Interviews für Fernsehen und Zeitung.

Die erste Erwähnung in einem Newsletter, das Interview mit der deutschen Journalistin, die einen Beitrag von mir richtig groß raus brachte. Die Zusagen und gute Zusammenarbeit mit meinen Tourpartner*innen. Das erste unvorbereitet Interview, weil plötzlich das Stadtfernsehen 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn kam, um mich für eine Beitrag zu interviewen. Die erste Livesendung im Radio. Mein Auftritt auf einem Podium 2019, wo ich meine versteckte Rampensau kennen gelernt habe.

Das alles und noch viel mehr – einfach wow. Ich durfte so viele tolle Erfahrungen machen.

Eure beliebtesten Beiträge

Von fast 400 veröffentlichten Beiträgen haben sich einige ganz klar als eure Favoriten herausgestellt. Die funktionieren sogar heute noch ziemlich gut, obwohl auf diesem Blog nichts mehr und in den Social Media Kanälen so gut wie nichts mehr passiert. Darauf bin ich stolz. Weil die Fotos waren immer schon schlecht 😉

Die Dauerbrenner

Platz 1 war lange der Ungeschönt: Mein Testbericht zur Menstruationstasse, wurde aber mittlerweile von Natürliche Mittel gegen Gastritis abgelöst. Ersterer wurde von der erwähnten Journalistin gepusht, zweiterer hat sich, wie ich erst sehr spät festgestellt habe, in diversen Foren verbreitet. Auf Platz 3 folgt Rasierhobel im Test – endlich trau ich mich.

Saisonal ganz stark sind die Beiträge Was du über Bienenwachstücher wissen solltest, Ich darf vorstellen: Seltsamer Lauch, Unverhofft kommt oft – Wenn die Allergie gegen Bienengift grüßen lässt und Biokistl von Biogemüse Hopf. Am meisten überrascht hat mich die Beliebtheit von Projekt: No simpliTV. Und sehr beliebt war auch lange Zeit meine Buchrezension über Das Café am Rande der Welt. Ein Dauerbrenner im Mittelfeld ist mein selbst kreiertes Deocreme-Rezept. Neben diesen erfolgreichen gab es auch einige Nieten bzw. Rohrkrepierer. Ich bitte um Verständnis, dass ich diese hier nicht weiter breit treten möchte 😉

Meine Projekte

Für einen – und den letzten – Workshop vor 2 Wochen habe ich in der Vorbereitung wieder etwas intensiver darüber nachgedacht, was ich über die Jahre alles so ausprobiert habe. Und ich musste über meine ganzen Selbstversuche ziemlich schmunzeln. Es war doch Einiges, was ich ausprobiert habe. Die Neugierde ist mir geblieben, auch wenn sie mich nun in anderen Bereichen antreibt.

Das für mich prägendste Projekt war 2017 mein Konsumbuch, in das ich ein ganzes Jahr alle Käufe mit dem Grund, warum ich das Teil jetzt gekauft habe, notiert habe. Ziemlich am Beginn meiner Bloggerinnenkarriere habe ich meine Sackerl und Kleidungsstücke gezählt, was mein Bewusstsein geschärft und zu vielen Aha’s und Oha’s geführt hat. 2016 habe ich versucht, meine Lebensmittel ein Monat lang über z. B. Fairteiler zu ergattern, womit ich erfolgreich gescheitert bin. Auch habe ich 2016 längere Zeit in der Gemeinschaftswaschküche die Wäsche gewaschen und mich schlussendlich dann doch für eine gebrauchte, 15 Jahre alte Eudora Waschmaschine in der Wohnung entschieden. 2019 war ich 2 Monate lang mit dem Fahrrad und zu Fuß durch Wien unterwegs. Zwischendurch haben es Herr Anders und ich ohne Auto probiert – insgesamt waren es, glaube ich um die 3 Jahre. Die Erkrankung unseres Katers mit den vielen Tierarztbesuchen hat uns dann doch wieder die Entscheidung treffen lassen, uns ein Auto anzuschaffen.

Eine Lernreise – persönlich und fachlich

Es waren spannende und sehr prägende 8 Jahre. Ich habe viel gelacht, war oft nervös oder aufgeregt und habe sehr viel gelernt. Menschlich, persönlich und fachlich. Egal ob es um das Schreiben, um Suchmaschinenoptimierung, Fotografieren oder Programmieren ging. Ob ich Gäste betreut, gelehrt oder unterhalten habe. Ich hab überall meine Nase hinein gesteckt und ausprobiert. Ich war in dieser Zeit Redakteurin, Fotografin, Tourguide, Imkerin, Buchhalterin, Social Media Expertin 😉 , Speakerin, Moderatorin, Mentorin, Muse und noch viel mehr. Das alles hat mich geprägt und macht mich heute aus.

Ich bin sehr, sehr dankbar für alles, was ich lernen und erleben durfte. Danke euch, die ihr an mich geglaubt und mich bei meinen Vorhaben und Reisen unterstützt habt. Ein großer Dank gilt euch, liebe Leser*innen. Denn ohne euch wäre dieser Blog nie zu dem geworden, was er ist. Ihr habt mir so viel gegeben! Danke, alles Gute, Servus und Baba. Macht es gut, passt auf euch auf und geht euren nachhaltigen Weg weiter!

Nachhaltigkeit ist kein Lifestyle sondern eine Lebenseinstellung! (Sabrina Haupt, irgendwann zwischen 2014 und 2016)

Schotterweg. Links und rechts Bäume und Wiesen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichfelder sind markiert *

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu.

Diese Seite nutzt Google Analytics. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung. Hier klicken, um dich auszutragen.