ich mach es anders

Meine Fahrradausstattung [imeasummerchallenge2019]

Fahrrad

Zwei Wochen und gut 150 Radkilometer habe ich hinter mir. Zeit dafür, zusammenzufassen, mit welcher Fahrradausstattung ich genau unterwegs bin. Und wie gut oder schlecht ich ausgestattet bin, um durch meine diesjährige Sommer-Challenge zu kommen.

Ohne dem nix geht – Das Fahrrad

Das wichtigste Utensil ist natürlich mein Fahrrad. Freund*innen sagen auch Mercedes dazu 😉 Es ist ein gebrauchtes, ca. 25 Jahre altes Puch von meinem Schwiegerpapa. Vor 3 Jahren hab ich es generalsanieren lassen. Denn angeblich ist der Rahmen unzerstörbar, auch wenn vom Gewicht her ein bisschen schwerer als die neuen Alurahmen. Ich habe mir schon damals einen extra weichen Sitz ausgesucht – mein Hintern dankt es mir bei jeder Fahrt – sowie ordentliche Lichter und einen Korb montieren lassen. Denn es war klar, ich mach damit auch die Wocheneinkäufe und dafür brauch ich Platz. Etwas später kamen noch – wenn nicht ganz so hübsch, aber funktional – die beiden Seitentaschen, ebenfalls gebraucht, dazu. Bei den Reifen habe ich damals hochpreisigere gewählt. Denn nicht selten finden sich Glassplitter auf der Fahrbahn und ich habe keine Lust, ständig den Fahrradschlauch erneuern zu lassen. Auch diese Investition hat sich bewährt. Und das ist sozusagen meine „Grundausstattung“.

Mein Drahtesel bringt mich gut durch Wien.

Sicherheit und Sichtbarkeit

In der Stadt Fahrrad zu fahren hat mir einiges an Mut abverlangt. Und mit Herrn von Anders gab es von Beginn an den Deal – wobei wir nichts ausverhandeln mussten, denn ich selbst wollte das auch – dass ich nur mit Helm fahre. Ich hab mir ein schickes Teil in grellgrün ausgesucht und bin damit schon von Weitem sichtbar. Das war auch DAS Verkaufsargument des Verkäufers. Herrn von Anders hätte eine andere Farbe an mir besser gefallen – weniger auffällig. Ich tendierte jedoch von Anfang an zum „laubfrosch-grün“. Als der Verkäufer erwähnte, dass ich mit dem grünen Helm bestimmt von Weitem sichtbar bin, habe ich keine weitere Sekunde überlegt.

Fahrradhelm
Fahrradhelm

Komplett macht mein Sicherheitsoutift seit diesem Frühjahr eine grellgelbe Warnweste. Sie ist ein richtiger „Hingucker“ in Kombination mit dem grellgrünen Helm. Ich habe nämlich heuer meine Fahrradsaison früher gestartet und da war es in der Früh noch nicht hell. Und um in der Dunkelheit besser gesehen zu werden, habe ich mich für eine Warnweste entschieden. Schönheitswettbewerb gewinne ich damit keinen, aber das ist mir egal. In Kombination mit Helm und meiner pinken Fahrradjacke bin ich unschlagbar sichtbar 😀 Und dann schau ich so aus:

Warnweste für Sichtbarkeit am Fahrrad.  Für mich das wichtigste bei der Fahrradausstattung.

Zur Sicherheit gehört für mich auch die richtige Bekleidung an sich. Niemals nicht würde ich mit Schlapfen radeln. Ich hab zumindest immer Sandalen an, die mit Riemchen am Fuß fixiert sind. Das kann auch schmerzhaft werden, wenn´s blöd hergeht, aber es besteht keine Gefahr, den Schuh zu verlieren.

Im Sommer trage ich auch zum Radeln gerne Röcke und Kleider. Dann aber immer mit einer Leggins oder einem kurzen Hoserl drunter. Ich werde nie das Bild einer jungen Dame vergessen, deren Rock durch eine Windböe angehoben und ihr Spitzenstring als auch blanker Hintern zu sehen war. Keine Gefahr für sie, aber für die Allgemeinheit, wenn ich das so ausdrücken darf. Ich hab auch geschaut und mich hat z. B. ein stiller Lachkrampf ereilt. Oh Mensch, wär mir das peinlich gewesen!

Wenn Kleid oder Rock, dann immer mit Leggins drunter

Mehr oder weniger brauchbar – Kleine Gadgets

Es gibt auch ein paar kleine, aber sehr hilfreiche Gadgets, für´s Radfahren. Zum Beispiel ein „Hosenbein-zusammen-halt-Dings“. Also ein Teil, was ich mir am rechten Fuß befestige, damit die lange Hose nicht bei der Kette streift. Das macht nämlich unschöne und hartnäckige Ölflecken. Ich achte zwar auf praktikable Hosen beim Radfahren (ich hab da meine Lieblings-Piraten-Hosen, die ich einfach über´s Knie hochziehen kann, aber die passen nicht für jeden Anlass), aber manchmal braucht´s dieses Dings. Und deshalb ist es in der Seitentasche gut verstaut.

Was ich auch besitze und erst einmal verwendet habe, ist ein Regenschutz für den Sattel. Den hat mir mal eine Freundin geschenkt, nachdem sie ihn bei einer Tombola gewonnen hatte. Mir fehlte immer die Phantasie, warum mensch sowas braucht. Wenn´s nass ist, ist´s nass. Dann bin ich ohnehin komplett nass. Da macht ein trockener Sattel auch nicht viel aus, oder? Und sonst wisch ich mit dem Pulli schnell drüber, damit er wieder trocken ist. Und doch ist das Teil nicht ganz unpraktisch, musste ich feststellen. Es wurde mittlerweile in die Seitentasche gepackt, damit es bei Bedarf griffbereit ist.

Fahrradausstattung Sattelschutz

Zum Überleben im Großstadtdschungel – Das Navi

Ich fahre schon einige Jahre kürzere Wege mit dem Fahrrad. Es ist vermutlich ähnlich wie beim Autofahren (ich bin in der Stadt kaum Auto gefahren, deshalb die Vermutung): mensch lernt mit der Zeit die Wege und auch die brenzligen Stellen. Mensch entdeckt Liebslingsstrecken, Hassstrecken, Abkürzungen. Aber ohne mein Navi wäre ich echt aufgeschmissen. Ich verwende dafür die App „bike citizens“. Es schlägt, meiner Meinung nach, die kürzesten und schönsten Wege vor. Google Maps kann da nicht ganz mithalten. Und dennoch trickse ich die App ab und zu mal aus und finde für mich eine noch bessere Strecke.

Fahrrad App. Fast die wichtigste Ausstattung für das Fahrrad

Navi-Halterung

Ähnlich wichtig wie das Navi an sich ist die Halterung dafür. Ich habe in einer Schnellschussaktion in einem Abverkauf vor mehreren Jahren zugeschlagen und mir eine wasserdichte Variante gekauft. Die klappt ganz gut. Etwas mühsam ist jedoch das Aufstecken und Abnehmen. Weiters muss ich für diverse Bedienungen das Smartphone aus der Hülle nehmen, was ab und zu etwas mühsam ist.

Fahrradausstattung Navi-Halterung. Ansicht von hinten.

Immer alles dabei – Mein Rucksack zum Radfahren

Ich verwende zum Radfahren meinen Alltags-Rucksack, den ich mir auf Sardinien gekauft habe. Den nehm ich jeden Tag ganz egal, ob ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs bin. Er hat eine angenehme Größe, hält bei leichtem Regen auch dicht und ich habe keine Lust, täglich umzupacken. Er ist vermutlich nicht die beste aller Fahrradrucksäcke, aber ich werde mir bestimmt keinen neuen zulegen.

Wenn´s nass wird – Der Regenponcho

Meine größte Sorge ist ja neben dem Wind der Regen beim Radfahren. Weniger, wenn schon auch, dass ich nass werde (wir sind ja alle nicht aus Zucker), sondern viel mehr hab ich Respekt vor nassen Straßenbahnschienen. Und das nur, weil ich schon mehrere Unfallgeschichten gehört habe. Naja, um nicht nass zu werden habe ich jedenfalls eine Lösung. Unseren ewig im Schrank liegenden, ebenfalls grellgrünen Regenponcho. Er ist nun mal da und deshalb wird er verwendet werden. Auch wenn es bestimmt einen wesentlich umgänglicheren Regenschutz für´s Radfahren gibt. Damit ist aber zugleich mein Rucksack auch bei starkem Regen geschützt. Auch damit gewinne ich keinen Schönheitswettbewerb und auch das ist mir egal. Mir ist wichtig, dass die Kleidung funktional ist und auffällig. Mit Poncho schau ich so aus:

Regenponcho für´s Fahrradfahren. Die perfekte Fahrradausstattung? Ich bin mir noch nicht ganz sicher.

Du siehst, meine Grundausstattung ist teilweise neu gekauft, teilweise gebraucht. Teilweise schon jahrelang im Schrank versteckt und teilweise nicht 100%-ig optimal. Aber es läuft bzw. fährt sich damit ganz gut. Interessant wird es dann, sollte ich mein Projekt im Herbst weiterziehen.

Mich interessiert, wie du gut und sicher mit dem Fahrrad unterwegs bist. Was ist deine Fahrradausstattung für den Alltag? Ich freu mich auf dein Kommentar!

      

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Ich hab mein altes gebraucht erhaltenes Mtb mit nachgerüstetem Gepackträger, Korb, Helm einen Rucksack für die Arbeit und einen für sonstiges ( im Arbeitsrucksack sind einige Dinge halt immer drin), eine Mütze die unter den Helm passt und auch dann die Ohren bedeckt (im Winter wirklich Gold wert) und warme Handschuhe. Eine Hosenklammer hab ich nicht, nehm einfach einen Gummiring. Ansonsten fahr ich mit den Klamotten mit denen ich auch arbeite oder die ich halt an habe. Wenn es richtig regnet oder die Straßen glatt sind ( kommt hier auf dem Land schon vor) fahr ich aber mal mit dem Auto zur Arbeit, nass und Schmutzig geht nicht, umziehen ist auch schlecht.

  • Ich habe mir erst vor kurzem ein gebrauchtes Fahrrad zugelegt. Dazu kamen dann auch eine Warnweste, ein Fahrradhelm den ich seit >10 Jahren besitze, ein neues Schloss und neue Reflektoren für die Speichen. Ich besitze noch eine Fahrradtasche von vor >15 Jahren die ich lustigerweise nie wegwerfen konnte (dabei bin ich kein Freund von Dingen behalten wenn ich sie mehrere Jahre nicht verwendet habe), die wird jetzt auch bald an das Fahrrad montiert.
    Was ich mir definitiv noch zulegen werde sind Reflektoren für den Fahhradhelm, der lässt nämlich mit seiner dunkelblauen Farbe nicht gerade viel Sicherheit zu.

    Danke für deinen tollen Beitrag! Ich lasse mir auch nicht in meine Fahrradmode reinreden und halte es für äußerst wichtig sich GRELL zu kleiden. Nicht nur für sich selbst, auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.

  • Ich bin meist in und um Köln unterwegs, und meine Ausstattung beschränkt sich auf mein (von Papa „geerbtes“ Fahrrad) und einen Helm – wenns in die Uni, zur Arbeit oder zum Einkaufen geht, nehme ich meinen Rucksack mit, den ich noch aus Schulzeiten besitze und der mich auch sonst im Alltag begleitet (inzwischen aber reichlich abgenutzt ist – nach ungefähr fünf Jahren fast täglichem Gebrauch ist das einem Stoffrucksack aber auch zu verzeihen)

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