ich mach es anders

Die richtige Rasierhobel für dich – eine Orientierungshilfe

Rasierhobeln Schraub- und Butterflymechanik, zerlegt

Seit über 2 Jahren benutze ich eine Rasierhobel, um unbeliebte Härchen los zu werden. Ich habe mich damals 2016 für eine langstielige Hobel mit Butterflymechanik – ich schraube am Stiel und der Klingenbereich öffnet sich dadurch – entschieden. Nun erhielt ich von ecoyou – einem jungen Start Up, das Plastik den Kampf angesagt hat – eine kurzstielige Hobel zum Aufschrauben. Weil ich immer öfter Fragen zur Hobel erhalte, hoffe ich, mit dem heutigen Beitrag etwas Licht in die Hobelwelt zu bringen, indem ich euch die wichtigsten Unterschiede und meine Erfahrung mit den unterschiedlichen Hobelmodellen näher bringe.

Verschiedene Hobelmodelle

Wie schon angekündigt gibt es folgende Unterschiede bei Rasierhobeln:

  • Langstielig
  • Kurzstielig
  • Schraubmechanik
  • Butterflymechanik
  • komplett aus Edelstahl
  • Klinge Edelstahl Stiel aus Holz
Kurzstielige Rasierhobel mit Holzstiel zum Aufschrauben
Kurzstielige Rasierhobel mit Holzstiel zum Aufschrauben
Langstielige Rasierhobel mit Edelstahlgriff und Butterflymechanik
Langstielige Rasierhobel mit Edelstahlgriff und Butterflymechanik

Kurz- oder Langstiel?

Bei meinem Hobelkauf hab ich einfach geschaut, welche Hobel besser in der Hand liegt und habe mich für Langstiel entschieden. Nun habe ich den direkten Vergleich und es ist nach wie vor so: die langstielige Hobel liegt besser in der Hand. Was aber total spannend ist: mit der kurzstieligen Hobel führe ich die Hobel offenbar anders. Denn das Rasurergebnis ist ein schöneres.

Lang- und Kurzstielhobel im Vergleich

Edelstahl- oder Holzstiel?

Ich hab mit Holz so mein Problem… Ich liebe es, weil es ein Naturmaterial ist. Aber bei der Rasierhobel ist es echt schwierig, finde ich. Meine Rasierhobel liegt in der Dusche auf einer Ablage. Somit besteht das Problem, dass das Holz bei jeder Dusche nass wird oder im schlimmsten Fall auch mal im Wasser, das nicht abtropft, zu liegen kommt. Somit besteht die Gefahr, dass sie nie richtig trocknen kann und das Holz zu schimmeln beginnt. Würde ich die Hobel immer brav aus der Dusche mit hinaus nehmen und sie schön trocknen lassen, wär es kein Problem. Hier siegt bei mir die Gewohnheit, weshalb ich lieber zu einer reinen Edelstahlhobel greife.

Schraub- oder Butterflymechanik?

Beide Mechaniken haben Vor- und Nachteile. Mir kommt vor, als wäre die Schraubmechnaik stabiler, als die Butterflymechanik. Jedoch ist die Butterflymechanik wesentlich komfortabler, hat mensch etwas stärkeren Haarwuchs zu beseitigen (soll ja schon mal vorkommen). Denn die Haare sammeln sich an der Unterseite der Hobel, sobald sie etwas länger sind. Dann muss der Klingenkopf aufgemacht und die Härchen entfernt werden, damit die Klinge wieder frei ist und weiter rasiert werden kann. Das ist mit der Butterflymechanik wesentlich komfortabler. Bei der Schraubvariante habe ich – bei mir – auch die Angst, dass ich in einem unbedachten Moment den Klingenkopf falsch an- und somit voll in die Klinge rein greife. Das könnte dann ziemlich übel enden…

Und reinige ich die Rasierhobel mit Schraubmechanik in der Dusche, dann kommt Wasser ins Gewinde. Das ist vielleicht eh egal. Aber bei der Hobel mit Holzstiel habe ich ein etwas ungutes Gefühl dabei und bin aktuell darauf bedacht, die Holzhobel so trocken wie möglich zu halten.

Die „Grundreinigung“ des Rasierkopfes ist jedoch bei der Hobel zum Aufschrauben einfacher. Bei der Butterlymechanik muss ich mit einer alten Zahnbürste arbeiten, um hartnäckige Seifenreste wirklich spurlos wegzubekommen. Bei der Rasierhobel zum Aufschrauben kommt mensch wesentlich besser an die Seifenreste ran, weil sie einfach in die Bestandteile zerlegt wird.

Fazit

Bei mir steht nach wie vor die Butterflymechanik auf Platz 1. Auch wenn meine langstielige Rasierhobel mit Butterflymechanik vielleicht nicht so ein schönes Rasurergebnis abliefert. Eine Hobel mit Holzstiel hätte ich mir aus genannten Gründen nicht gekauft. Die vorhandene werde ich jedoch auf Reisen mitnehmen, weil sie etwas kleiner ist. Die Variante zum Aufschrauben empfehle ich all jenen, die nicht so ungeschickt sind wie ich. 😉 Unterm Strich sind beide Rasierhobelvarianten zu empfehlen. Und wer gerne Naturmaterialien anstelle des kalten Edelstahls bevorzugt, ist bei einer Hobel mit Holzstiel bestens aufgehoben.

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Deine Artikel Lesebuch gerne.
    Aber das strikte vermeiden männlicher Pronomen geht mir wirklich auf den Keks. Du wirkst dadurch nicht modern oder pro feminin, sondern als hättest du eine Rechtschreibschwäche.
    Du musst damit für mich ja nicht aufhören aber ich musste das mal loswerden 🙂

    • Naja, so ganz konsequent ist sie nicht (z.B. „etwas stärkeren Haarwuchs“, „der Klingenkopf“ etc.), nur bei dem Hobel irgendwie. Ich glaube, ihr war nicht bewusst, dass es DER und nicht DIE Hobel ist, sie hat es sich vielleicht von „DIE Nudel“, „DIE Kordel“ etc. abgeleitet. =)

      • Hallo Anna!

        Nein, war mir damals nicht bewusst. Ich habe in der Zwischenzeit gelernt, dass es DER Hobel ist. DIE wird offenbar für die Mehrzahl verwendet. Und dennoch heißt es bei uns in der Steiermark DIE Hobel – zumindest im Dialekt. Auch wenn damit ein Werkzeug gemeint ist. Schon spannend, wie lang man unwissentlich durch die Gegend spaziert. Ich lerne mich gerade an „DEN“ Hobel zu gewöhnen. Meine bisherigen Beiträge schreibe ich trotzdem nicht um. Ich halt es aus, wenn sich ein paar Leut dran stoßen und mir deshalb eine Rechtschreibschwäche zuschreiben 😀

        LG Sabrina

    • In Österreich gibt es (gesprochen) tatsächlich regional grammatikalische Unterschiede…ich kenne das auch als DIE Hobel. Die Krauthobel zum Beispiel. Genauso sagt man in manchen Regionen DER Butter statt die Butter.

      Vielleicht noch einen Tipp zu den Rasierhobeln: wenm du Rasierhobeln miteinander vergleichen möchtest, verwende immer die gleichen Klingen. Unterschiedliche Klingen können ein anderes Rasierergebnis bringen (manche machen da sogar ne richtige Wissenschaft draus).

      LG

      • Hi!

        Danke für deine grammatikalische Unterstützung 😉
        Herr von Anders sagt z. B. der Butter oder der Schokolade, wobei ich nicht weiß, ob nicht das auch dem Dialekt zuzuschreiben ist. Bei der Schokolade bin ich mir ziemlich sicher.

        Und danke für den Klingen-Tipp! Das stimmt natürlich!

        LG Sabrina

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