ich mach es anders

Entschleunigen mit dem Taschenkalender

Grüner Faden Taschenkalender Cover Titelbild
[Werbung, da gesponsertes Produkt] Viele Jahre war der Taschenkalender mein treuester Begleiter. Vor ca. drei Jahren musste ich beruflich auf einen digitalen Kalender umstellen. Und fand das ganz praktisch. Deshalb integrierte ich den digitalen Kalender immer intensiver in meinen Alltag. Nun habe ich beschlossen, im kommenden Jahr wieder auf einen Taschenkalender umzusteigen. 

1, 2, 3 Kalender sind mehr als genug

Den digitalen Kalender fand ich so praktisch, dass ich für beide Mailadressen, die ich mir für die Trennung von Privatem und Beruflichem angelegt habe, jeweils auch einen Kalender habe. Um alle Termine im Griff zu haben – und Herrn von Anders nicht zu versetzen, weil ich darauf vergesse, ihm meine Termine nach der Arbeit zu verraten – haben wir irgendwann unsere Kalender miteinander geteilt. Mit 3 Kalendern hatte ich schon eine recht bunte Ansicht beinander. Auch ist es nicht unpraktisch, den privaten Kalender mit dem beruflichen zu koppeln. Einfach, um die ganzen Termine besser im Überblick zu behalten. Und dabei gar nicht zu merken, dass mensch ständig mit dem Pflegen der Kalender beschäftigt ist und nur noch von Termin zu Termin hetzt…

Meine 3 Gründe, um 2019 dem Taschenkalender wieder den Vorzug zu geben

Es gab in letzter Zeit einige Aha-Momente, die mich dazu bringen, 2019 wieder zum Taschenkalender zu greifen.

Ich möchte wieder mehr persönliche Kommunikation

In den letzten Jahren hat es sich eingependelt, dass ich nur noch sehr selten Herrn von Anders berichte, wann ich nach Büroschluss noch einen Termin habe. Er sieht es ja eh am Kalender. Aber es fehlt mir. Es fehlt mir, ihm zu sagen, wo ich nach der Arbeit noch bin. Mit wem ich mich treffe und was ich bei meinem Termin bespreche. Kürzlich passierte es, dass ich einen Termin kurzfristig gelöscht, und Herr von Anders am Abend gar nicht mit mir zu Hause gerechnet hatte. Und das hat mich unter anderem zu meiner Entscheidung gebracht, es 2019 wieder anders zu machen. Ich möchte wieder mehr persönlich kommunizieren (müssen).

Der absolute Termin-Overflow und das Gefühl von Überforderung

In meine Kalender trage ich natürlich Termine ein, die ich fix vereinbart habe. Aber auch diverse Veranstaltungstermine, die ich spannend finde. Dabei lasse ich mir jedoch offen, ob ich hingehe. Es könnte ja etwas anderes dazwischen kommen. Dann gab es jedoch ein Erlebnis, das mir aufzeigte, dass ich es anders machen muss, um meine Schnappatmung aufgrund zu vieler Termine in den Griff zu bekommen. Ich wurde zu einer Veranstaltung in meiner Rolle als Nachhaltigkeitsbloggerin eingeladen. Eine große Sache für mich. Ich brauchte dementsprechend Zeit für die Vorbereitung.

Mein Grundübel: „Villeicht-Termine“

Es folgte der Blick in meinen Kalender, um mir freie Blöcke für die Vorbereitung zu suchen. Es musste ein Vortrag formuliert und geübt werden. Und ich stellte fest: jeder Tag war voll mit Terminen. Ich merkte, wie sich Panik in mir breitmachte. „Das geht sich nie alles aus – das schaff ich nie!“, war mein erster Gedanke. Dann schaute ich mir meine Termine genauer an. Musste ich dort wirklich überall hin? Oder waren es nur Platzhalter für „Vielleicht-Termine“? Ich begann, alle „Vielleicht-Termine“ zu löschen. Und plötzlich war mein Kalender fast leer. Ich merkte, wie ich mich entspannte und stellte meine eigene Regel auf: Bis zum Vortragstag nehme ich keine Termine an, die nicht unbedingt sein müssen. Und siehe da, mein Kalender blieb beinahe leer.

Leider bin ich wieder etwas ins alte Muster hineingekippt. Mein digitaler Kalender enthält immer wieder Vielleicht-Termine. Manchmal eine Spur zu viel. Und manchmal inklusive Schnappatmung. Zeit also, wieder etwas zu ändern.

Weg vom Smartphone

Als Bloggerin ist das Smartphone neben dem Laptop mein wichtigstes Arbeitsmittel. Mein Fairphone entschleunigt mich aus verschiedensten Gründen von Haus aus. Aber dennoch hänge ich zu oft dran. Auch, weil ich ständig meine Termine checke. Nachschaue, was mich die Woche über erwartet. Wo ich überall wann hin muss. Der Blick in den Taschenkalender soll zumindest ein wenig Abhilfe schaffen. So bin ich nicht verleitet, dass ich eigentlich nur Termine checken möchte und dann doch entscheide, mich ins Internet zu hängen und zu viel herumzusurfen.

Mit dem Grünen Faden zu mehr Entschleunigung

Natürlich habe ich meinen Wegbegleiter für 2019 schon seit Dezember 2018 in Händen. Es ist der „Grüne Faden“, herausgegeben von smarticular. Es handelt sich dabei nicht um einen „normalen“ Taschenkalender, sondern es ist eine Mischung aus Kalender, Ratgeber und Bullet Journal. Bullet Journal musste ich selbst mal durch die Suchmaschine jagen.

Als ich 2017 mein Konsumbuch geführt habe, meinte eine andere Bloggerin „Das ist ja ganz ähnlich wie mein Bullet Journal.“ Und ich so „Hä?“. Im Prinzip ist es ein einfaches Notizbuch, das einen Hype ausgelöst hat. Da ich eher der unkreativen Seite zuzuordnen bin, ist es mir herzlich egal, ob das Notizbuch Striche, Kästchen oder eben Punkte (Bullets) hat. Zeichnerisch tobe ich mich weder hier noch da aus. Ich verwende ein Notizbuch lediglich dazu, wofür es gedacht ist. Um mir Notizen zu machen oder meine Gedanken niederzuschreiben. Der Grüne Faden ist schon sehr fertig aufgebaut bzw. gibt es online einige Vorlagen zum Download, um etwas mehr Bullet Journal aus dem Kalender zu machen. Ich bin mir noch unsicher, zu welchen kreativen Auswüchsen ich mich tatsächlich hinreißen zu lassen. Möglich wäre viel…

Hilfreicher Ratgeber

Der Grüne Faden enthält über 200 saisonale Rezepte und nachhaltige Ideen. Laut Herausgeber ist er ein durchdachtes Ordnungssystem (das werde ich 2019 herausfinden), ist undatiert um Ressourcen zu schonen (mal schauen, wie ich mich damit zurecht finde), ist so kreativ wie ein Bullet Journal, aber nicht so aufwendig (kann ich nicht beurteilen) und hat vielseitige Verwendungsmöglichkeiten (da bin ich schon drauf gespannt).

 

Das Leben wieder neu ordnen

Was mir beim Grünen Faden sehr gut gefällt, sind die Anregungen, mehr auf sich selbst zu achten. Ich bin ein sehr organisierter Mensch. Und dennoch hatte ich in der zweiten Jahreshälfte 2018 immer wieder das Gefühl, nicht ganz komplett zu sein. Vermutlich genau deshalb, weil ich zu wenig auf mich acht gegeben habe. Es mussten einige Herausforderungen im privaten und beruflichen Bereich gemeistert werden, die mich davon abhielten, mir selbst Gutes zu tun. Bestärkende Zitate und wertvolle Hinweise im Grünen Faden helfen mir bestimmt dabei, 2019 wieder mehr auf mich zu schauen.

Der kleine Nachteil beim Grünen Faden

Ein paar Probleme habe ich mit den fehlenden Wochentagen. Damit ist der Grüne Faden zwar extrem flexibel (du kannst jederzeit damit ins Jahr einsteigen), aber ich muss mir die Wochentage dazuschreiben, um nicht durcheinander zu kommen. Weiters finde ich einige Tipps und Vorlagen etwas zu geplant. Ich, als mega strukturierter Mensch, laufe damit Gefahr, noch strukturierter zu werden. Das möchte ich aber vermeiden und werde solche Vorlagen gekonnt ignorieren bzw. für mich abwandeln. Ein kleines Beispiel: Was möchte ich mit wem wann anschauen? Ich bleib da lieber flexibel. Je nachdem was zuerst ist – das „Mit wem“ oder das „Was“ – wird der Rest drumherum gebaut. Weiters ist der Ferienkalender aktuell nur für Deutschland zu haben. 


Nachhaltigkeitstipps & Glückstagebuch

Viele der Nachhaltigkeitstipps sind mir nicht neu. Aber es sind sicher noch ein paar dabei, die mir dabei helfen, noch nachhaltiger zu leben. Vor allem von den DIY-Rezepten werde ich hoffentlich einige ausprobieren. 

Noch viel mehr werde ich den Grünen Faden als Glücks- bzw. Erfolgstagebuch verwenden. Darüber habe ich schon vor längerer Zeit gelesen, in letzter Zeit vermehrt. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich gerade verstärkt auf positive Ereignisse und Glücksmomente konzentrieren muss. Ich nehme mir also vor, täglich etwas aufzuschreiben, das mich glücklich gemacht hat und was für mich ein Erfolg war. Ich bin schon sehr gespannt, was da 2019 zusammenkommt. 

Alles Gute im Neuen Jahr – wenn auch etwas spät

Somit bin ich bei meinen Neujahrswünschen angelangt! Ich hoffe, du kannst positiv auf 2018 zurückschauen und blickst zuversichtlich ins Jahr 2019! Ich hoffe, du hattest einen hervorragenden Start ins Neue Jahr und wünsch alles Gute!

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

    • Hi,

      ein Blogbeitrag wird´s nicht werden, deshalb hier kurz. Ich habe den Grünen Faden als Tagebuch umfunktioniert. Er hätte mehr Zeit gebraucht, als ich investieren konnte, weil er neben den Nachhaltigkeitstipps wirklich viele Anregungen zum Niederschreiben und Überlegen gibt. Mit Herrn von Anders tausche ich mich dennoch intensiver über Termine aus, als zuvor.

      LG Sabrina

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