ich mach es anders

Wusstest du schon, was Aronia alles kann?

Titelbild Aroniabeere

Aroniabeeren kam mir das erste Mal von einigen Jahren unter, als meine Tante zu Weihnachten Aronia-Ursaft verschenkte. Aber ich habe mich nicht weiter damit beschäftigt. Superfood hat mich noch nie so recht interessiert. „Das wird wohl wieder ein Hype sein, der bald verfliegt“, dachte ich mir. Letztes Jahr erfuhr ich, dass meine Bekannte Regina auf 1,5 Hektar Aroniasträucher hat und aus den Beeren Saft, Sirup, Gewürzgelee, Fruchtaufstrich, Tee, Pulver uvm. produziert. Da war dann die Aroniabeere schon etwas interessanter für mich. Ich probierte die ersten Produkte aus. Vor allem der Tee hatte es mir sehr angetan. Seit Kurzem sind Regina und ihr Mann Josef  ProduzentInnen unserer Lebensmittel-Einkaufsgemeinschaft Food X. Das brachte mich dazu, mich näher mit Aronia zu beschäftigen. Und es ist nicht ganz uninteressant zu wissen, was die Beere alles kann. Ich hab für euch recherchiert und möchte euch heute einen kleinen Einblick in das heimische Superfood geben.

Ursprünglich kommt die Aroniabeere aus Nordamerika. In Osteuropa gilt sie schon seit langem als Volksheilmittel gegen allerlei Wehwehchen und mittlerweile hat sie es auch nach Westeuropa geschafft. Da ihre Blüten an jene der Apfelblüte erinnern, wird sie auch „Apfelbeere“ genannt. Auch das Kerngehäuse gibt Hinweis darauf, dass sie mit dem Apfel verwandt ist. Von Mai bis September reift die Aroniabeere, bevor sie geerntet und zu verschiedenen Produkten verarbeitet wird. Ihre Wirkstoffe ähneln sehr dem Hollunder, jedoch enthält die Aroniabeere noch mehr von den wertvollen Polyphenolen.

Aronia Ursaft, Aronia Fruchtaufstrich und Aronia Teemischung

Powerfrucht Aronia – Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Die Aroniabeere strotzt nur so von Vitaminen und Mineralstoffen. Und all diese haben eine positive Auswirkung auf unseren Organismus. Die nachstehende Tabelle gibt einen kurzen Überblick:

Viatminepositive Wirkung auf...
Vitamin B1, B2, B6, B12Nervensystem, Energiestoffwechsel, Fett- u. Eiweißstoffwechsel, Immunsystem, Blutbildung
FolsäureZellneubildung, Blutbildung, Nervenstoffwechsel
NiacinEnergie- und Nervenstoffwechsel
PantothensäureWachstums- und Stresshormone
Vitamin CAntioxidants, Immunsystem, Eisenstoffwechsel
Vitamin ASehkraft, Immunsystem
Vitamin D3Knochenstoffwechsel, Immunsystem, Darmgesundheit
Vitamin EZellschutz, Durchblutung, Gefäßschutz
Vitamin KBlutgerinnung, Knochen, Haut
Mineralstoffe/Spurenelementepositive Wirkung auf...
CalciumKnochen, Zähne, Nervensystem, Blutgerinnung
MagnesiumMuskulatur, Nervenstoffwechsel
KaliumHerzfunktion, Nervensystem, Wasserhaushalt
EisenBlutbildung, Sauerstofftransport
KupferKnochenstoffwechsel
ManganKnochenstoffwechsel, Immunsystem
ZinkHaut, Haare, Immunsystem

Quelle: Kleine Beere – Große Wirkung; Döll; 2013

Die Superkräfte der Aroniabeere

Unser Lebensstil bestimmt, neben den Umwelteinflüssen, unsere Gesundheit. Nun ist unser Lebensstil nicht immer der gesündeste und die Umwelteinflüsse werden immer giftiger. Medikamente, Röntgenstrahlen, Luftschadstoffe, Alkohol, Nikotin, UV-Strahlung aber auch Stress, übermäßige körperliche Belastung und Entzündungen im Körper sind Faktoren, die in uns sogenannte „freie Radikale“ freisetzen. Damit wird „oxidativer Stress“ erzeugt und menschliche Zellen werden dadurch geschädigt. Klingt voll arg, wenn ich das so zusammenfasse. Das Vitamin C und die Flavonoide (eine Untergruppe der Polyphenole)  in der Arionabeere mindern die Aktivitäten der freien Radikale. Und sie intensivieren die Zell-Abwehr, womit sie oxidativem Stress entgegen wirken und die Zelle bei ihrem Wiederaufbau unterstützen.

Der Trester der Aronia wird nach dem Saftpressen als Tee oder Pulver verwertet

Zusammengefasst kann die Aroniabeere Folgendes:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Unterstützung bei Hauterkrankungen und Allergien
  • Unterstützung der Leberfunktion
  • Unterstützung bei Magen- und Darmerkrankungen
  • Regulation bei Bluthochdruck
  • Regulation des Fettstoffwechsels
  • Regulation des Blutzuckerspiegels bei Diabetes mellitus
  • Entzündungshemmend
  • Erneuert und schützt die Zelle vor oxidativem Stress

Das ist ganz schön ordentlich für so eine kleine Beere. Superfood aus Übersee wird ganz eindeutig nicht benötigt. Ein Hinweis: Aronia ersetzt keine Medikamente oder medizinische Behandlung. Sie unterstützt und ergänzt aber deine ausgewogene und gesunde Ernährung und Lebensführung.

Ein paar Tipps zur Einnahme

Ich habe Regina kurz zur Wirkung der Beere befragt, da sie Expertin ist und sich schon länger mit der Aroniabeere beschäftigt. Im Internet geistern ja viele Mythen rund um die Dosierung der herum. Und da sind ganz schöne Schauermärchen dabei. Regina´s Empfehlungen lautet: „Hör auf deinen Körper. Verwende Aronia als Ergänzung zu deiner gesunden Ernährung. Spüre dich selbst und tu/iss das, was dir gut tut.“

150 ml Direktsaft pro Tag oder eine Handvoll Beeren wird als Richtwert empfohlen. Da jeder Organismus jedoch anders arbeitet, muss jedeR für sich herausfinden, was einem/einer gut tut. Regina empfiehlt eine Aronia-Saftkur von 4-5 Wochen. Danach sollte mensch ca. 1 Monat pausieren, da der Saft entgiftet und den Stoffwechsel sehr anregt.

Congee Titelbild

Congee mit Aroniapulver – ich liebe diese Farbe!

Die 150 ml Saft können mit Apfelsaft, Leitungswasser oder Soda verdünnt werden. Das Pulver eignet sich hervorragend für Müslis oder Smoothis. Auch zum Backen kann es verwendet werden. Beim Erhitzen verliert die Beere jedoch eine Vielzahl ihrer Powerstoffe, weshalb Regina dazu rät, die Beeren möglichst frisch zu konsumieren. Daher eignet sich der Direktsaft hervorragend dafür, wenn mensch über keine frischen Beeren verfügt. Ab 2019 wird es die Möglichkeit geben, bei Josef – natürliche Vielfalt, Aroniabeeren selbst zu ernten. Ich freu mich schon drauf!

Bezugsquelle: Wenn du Wien wohnst, kannst du die Aroniaprodukte von Josef – nachhaltige Vielfalt jeden Samstag am Biomarkt in der Lange Gasse beziehen. Weiters sind wird dabei, weitere Vertriebspartner in Wien für die hervorragenden Produkte zu finden. Wenn du selbst daran Interesse hast oder jemanden kennst, schreib mir gerne ein Mail.

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