ich mach es anders

Gesundes Frühstück Vol. 2: Congee

Congee Titelbild

Gesundes Frühstück – das ist so eine Sache. Ich war einige Zeit lang von selbst gemachtem Müsli begeistert. Dann hörte jedoch Herr von Anders auf, Pflanzenmilch zu trinken. Für mich allein zahlte es sich nicht aus, welche zu machen, denn mit meinem Gerät muss ich mind. 1,3 Liter erzeugen. Für mein Müsli benötigte ich nur ganz wenig, da die Hauptkomponente aus Obst bestand. So stellte sich einige Zeit wieder der Klassiker ein: Kaffee, Honig- und Marmeladebrot. Durch einen Onlinekurs zum Thema Powerfrühstück kam ich in den letzten Wochen jedoch auf neue Ideen und probierte einiges aus. Meine Versuche und meinen aktuellen Frühstücksfavoriten stelle ich euch heute vor.

Welcher Typ bin ich?

In diesem Kurs ging es neben TCM (Traditionell Chinesische Medizin) primär darum, das perfekte Frühstück für sich selbst zu finden. Eine der ersten Aufgaben war, herauszufinden welcher Typ mensch ist: Eiweiß-, Kohlehydrat- oder Mischtyp. Durch die Vielfalt an Rezepten, die wir erhalten hatten, probierte ich mich durch, sofern es die Zeit zuließ. Es gab Bananen-Pancakes (bei mir wurde das eher ein Gatsch), Hirse mit Kompott bis hin zu Shakshuka (einer Gemüsepfanne mit Ei). Viele der TeilnehmerInnen aßen bereits in der Früh Suppe oder (für meine Verhältnisse) deftige Eiweißspeisen, die ich eher zu Mittag oder Abend essen würde. Deshalb war für mich schnell klar, dass ich eher bei Süßem bleiben würde. 

Meine Versuche

Die Bananen-Pancakes waren nicht schlecht. Das Herausbacken war mir jedoch zu mühsam. Also ging ich über, mir einen Bananengatsch zu machen. Eine zerdrückte Banane vermischt mit Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Beeren und was sonst noch mein Herz begehrte. Ich war überraschend satt davon, jedoch war es mir eine Spur zu süß. Als nächstes probierte ich Hirse mit Marillenkompott. Mit ein paar geriebenen Walnüssen war v.a. das Kompott ein Hammer. Der Hunger stellte sich jedoch nach 1,5 bis 2 Stunden wieder ein, was unpraktisch ist, wenn ich gegen 5.00 Uhr frühstücke. Dieser Versuch zeigte mir aber, dass ich fähig war, in der Früh etwas Warmes zu essen. An einem Sonntag probierte ich das in der Gruppe vielgepriesene Shakshuka. Es war nicht schlecht, für mich aber mehr ein Mittag- oder Abendessen. Zwei Mal probierte ich auch Buchweizenwaffeln mit Apfel und Karotte. Das Buchweizenmehl musste nämlich dringend weg 😉 Die Waffeln waren zwar gut, mir aber zu aufwändig. Der Teig musste quellen und die Patzerei mit dem Waffeleisen war nix für mich.

Mein Favorit: Congee

Congee mit frischen BeerenEinige in der Gruppe berichteten von ihrem schmackhaften Congee. Nachdem ich mich eingelesen hatte, was das ist (es ist eine Reissuppe, die ca. 2 Stunden gekocht wird), probierte ich sie, da ich neugierig war. Und da ich ein Gerät habe, das kocht und püriert, war das Ganze ein Klacks. Zwei kleine Becher (200 Gramm) Reis rein in die Maschine mit 1,5 Liter Wasser auffüllen, auf den Knopf drücken und fertig. Am nächsten Morgen zauberte ich dann mein erstes Congee. Mit Zimt, Kardamom, Honig (für die Süße), Beeren, Hanfsamen, gehackten Walnüssen und einem guten Öl. Ich war begeistert. Denn es schmeckte hervorragend und hielt mich lange satt. Es war mir nur etwas zu wässrig, weshalb ich nun zwischen 250 Gramm und 300 Gramm Getreide nehme.

Getreidevariationen

Aus Neugierde, und weil ich gelesen hatte, dass mensch für Congee auch andere Getreidesorten neben Reis verwenden kann, probierte ich die nächste „Tranche“ mit Hafer. Mein Fazit: noch besser! Und macht mich noch länger satt. Bei 300 Gramm Hafer auf 1,5 Liter Wasser wird es eher ein Haferschleim, was mir aber lieber ist, als zu viel Wasser. Als nächstes kommt Roggen dran. Roggen wirkt laut TCM kühlend. Mal schauen, ob ich das spüre. Ich bin ja eh eher eine hitzige.

Ein Frühstück für die ganze Woche

Congee mit Beeren aus dem Tiefkühler

aktuell verwende ich selbst gesammelte Beeren aus dem Tiefkühler für mein Congee

Das Grandiose bei der ganzen Geschichte: ich bereite sonntags eine größere Portion des Congees vor, das dann ca. eine Woche im Kühlschrank hält. In der Früh entnehme ich eine Portion, erwärme sie kurz in der Mikrowelle und verfeinere sie dann mit all dem, worauf ich gerade Lust habe. Wer es lieber pikant hat, kann das Congee auch pikant zubereiten. Waren die Augen größer als der Magen, dann nehme ich die Restportion einfach als Vormittagsjause ins Büro mit.

Das Verlangen nach Kaffee hat sich mit diesem Frühstück eingestellt. Ich trinke nur ein Glas Fruchtsaft verdünnt mit Wasser oder stark verdünnten Sirup dazu. Da das Congee von sich aus eher wässrig ist, fülle ich damit meinen Wasserhaushalt schon ganz gut auf, um perfekt in den Tag zu starten.

Obacht wegen der Kilos

In der Onlinegruppe wurde ich darauf aufmerksam, dass eine Dame vom Congee zugenommen hatte. Das möchte ich vermeiden, denn ich fühl mich gerade pudelwohl in meiner Haut so wie ich bin, und beobachte das nun ein wenig. Da es sich um ein kohlenhydratlastiges Frühstück handelt, kann es schon sein, dass es ein paar Kilo dazu kommen, wenn mensch der falsche Typ ist. Die Ernährungsberaterin, sie leitete den Kurs, meinte bei mir – weil mich das Frühstück 4 bis 5 Stunden satt hält – dass ich trotz Kohlenhydrate einen stabilen Blutzuckerspiegel habe. Bei mir stellt sich mit dem Congee-Frühstück nämlich das Gegenteil ein: ich habe aufgehört, mir den Vormittag über diverse Kuchen, die im Büro rumstehen, reinzustopfen, damit ich bis zum Mittagessen durchhalte. Abnehmen werde ich vermutlich nicht, aber das ist auch nicht das Ziel. Das Ziel, ein gesundes Frühstück, das mich lange satt hält wurde erreicht 😀 Sollte mich wieder einmal die Motivation verlassen, habe ich durch den Onlinekurs ein ziemlich großes Rezeptrepertoire, aus dem ich zukünftig schöpfen kann. 

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