ich mach es anders

4 Jahre „ich mach es anders“ voller Erfolge

WearFair Blogerfolge

Im Sommer wird ich mach es anders 4. Und immer noch fragen mich Menschen, was ich denn als Bloggerin so tu. Vor allem Fragen sie mich, warum ich mir das „antue“ und so viel Zeit in dieses Projekt investiere. Deshalb ist es längstens an der Zeit, meine Erfolge, die ich all die Jahre verzeichnen konnte, auf „Papier“ zu bringen.Ich bin mächtig stolz darauf, was ich alles erreichen konnte. Und vielleicht hilft das dem/der Einen oder Anderen dabei, etwas besser verstehen zu können, warum ich so viel Zeit in dieses Projekt investiere. Gleich vorab die einfachste Erklärung: das Bloggen ist für mich ein Hobby. Genauso wie für dich das Tennis-, Computer-, oder Fußballspielen, Motorradfahren, Singen, Kochen, Shoppen oder Laufen. Ich kann beim Schreiben abschalten. Kann Gedanken besser ordnen und bekomme meinen Kopf frei. Dass ich das ganze mit meinem leidenschaftlichen Thema Nachhaltigkeit verbinden kann, ist für mich natürlich großartig.

Meine persönlichen Erfolge

Wo soll ich nur anfangen? Ich kann so viele persönliche Erfolge verzeichnen. Über diese 4 Jahre konnte ich beobachten, wie sich meine Einstellung zu verschiedenen Dingen verändert hat. Ich habe meinen Bedarf an Pflegemitteln und Kosmetika extrem reduziert, mache einen Teil davon (z. B. Deo oder Lippenbalsam) sogar selbst. Ich bin seit zwei Jahren leidenschaftliches Mitglied einer Food Cooperation, produziere Müsli, Pflanzendrinks und andere Dinge selbst und bin mächtig stolz auf mein „Konsumbuch„-Projekt im Vorjahr. Ich esse im Vergleich zu früher wesentlich weniger Fleisch und Milch – achte also noch bewusster auf meine Ernährung im Einklang mit der Umwelt. Gütesiegeln stehe ich mittlerweile kritischer gegenüber, weil ich gelernt habe, dass das Gespräch mit dem/der ProduzentIn wichtiger ist bzw. die Industrie die KonsumentInnen ziemlich fairarscht. Und ich habe eine Trendresistenz meinerseits ausgemacht, die sich nicht nur auf Mode begrenzt sondern auch Lifestyles betrifft.

Das habe ich alles geschaffen und geschafft

Die ersten Nachhaltigkeitstouren sind mein liebstes Baby, wie ihr alle wisst. Aber auch auf meinen Newsletter bin ich extrem stolz (ich freu mich über deine Anmeldung!). Das war eine extra lange und schwere Geburt. Ebenso finde ich mein neues Blogoutfit ziemlich cool, das ich dem Blog letzten Spätherbst verpasst habe. Das wiederum verhalf mir zu meinen ersten fair bezahlten Kooperationsbeiträgen. Ihr glaubt ja gar nicht, was da alles so an Unverschämtheiten oft rein flattern. Nicht nur KonsumentInnen können sich nicht vorstellen, was der/die BloggerIn so tut. Offenbar sind auch Firmen der Meinung, BloggerInnen investieren gern freiwillig und kostenlos gut drei bis fünf Stunden für einen guten Blogbeitrag. So viel Zeit braucht es nämlich, wenn was G´scheites dabei raus kommen soll.

ich mach es anders fand immer wieder mal Platz in den Medien und diversen Newslettern. Und sogar im Radio war ich schon 😀 Am meisten aufgeregt aber war ich bei meinem Vortrag vor 150 Personen beim Forum Green Logistics. Meine beiden Messeauftritte bei der WearFair 2016 und FairFair 2017 waren ebenso Highlights für mich und mit einer ganzen Menge Lerneffekten verbunden.

Das alles habe ich in mittlerweile 385 veröffentlichten Blogbeiträgen dokumentiert.

Mit Babyschritten zu den ersten bezahlten Beiträgen

Ich habe klein und ohne Vorkenntnisse zu bloggen begonnen. Ich hatte keine Ahnung, wie die BloggerInnenszene tickt und was mensch „tun muss“, um vorne mit dabei zu sein. Das hat mich aber auch nie interessiert. Und nach einigen Erlebnissen in diversen BloggerInnengruppen auf diversen Social Media Kanälen hat sich an dieser Einstellung auch nichts verändert. ich mach es anders heißt mein Blog, deshalb mach ich es auch anders 😉

In diesen vier Jahren hatte ich immer wieder Beiträge, die viele LeserInnen hatten. Und dann gab es Beiträge, in denen viel Herzblut steckte, die jedoch kaum jemanden interessierten. Das ist hin und wieder hart, aber auch gut so. Denn damit lernt mensch mit Niederlagen umzugehen. Ich bin daran gewachsen. Meine größte Herausforderung ist und war, den Blog nicht meinen Alltag bestimmen zu lassen. Ich bin, wie bereits erwähnt, keine der klassichen BloggerInnen, die ständig am Smartphone hängen, um das perfekte Bild für den Instagram-Account zu machen (meine Fotos sind übrigens grauenhaft – dem bin ich mir bewusst 😉 ). Ich gönne mir Pausen, wenn ich merke, dass ich sie brauche. Die nächste Pause kommt in Kürze 😉 Und ich brauch sie ganz dringend. 

Selbst und ständig

Nachdem ich die Idee der Nachhaltigkeitstouren hatte, musste ich meinen Vollzeitjob los werden. Denn die Touren verlangen einen Gewerbeschein. Damit bin ich selbstständig. Gesagt getan. Ich arbeite nun Teilzeit und verbringe meine Freizeit mit meiner Selbstständigkeit :p Das Bloggen kommt aktuell gerade viel zu kurz, da sich tourtechnisch extrem viel tut, ich bei der Food Cooperation voll dabei bin und auch das Selberproduzieren von Produkten nicht ganz aufgeben möchte. Und wie die Jungfrau zum Kind kam ich zu meinem zweiten Gewerbeschein für die bezahlten Blogbeiträge. Österreich ist in diesem Belangen ein bürokratischer Supergau! Bei diesen gefühlten 100 „Baustellen“ bin ich dennoch bemüht, genug Zeit für Familie und FreundInnen zu haben. Denn sie haben mich auf meinem Weg die ganze Zeit unterstützt und mir dabei geholfen, dort hinzukommen wo ich jetzt bin. Und auch bei ihnen konnte ich Erfolge verzeichnen. Jetzt nämlich genug von mir. Viel spannender ist nämlich, was ich mit meinem Blog und meinen Touren in meinem Umfeld bewirken konnte.

Erfolge im Familien- und Freundeskreis

Es gibt ein paar Erfolgsgeschichten, die ich euch erzählen möchte. Obwohl sich viel mehr tut, als ich direkt mitbekomme. Was mein Blog nämlich bei euch LeserInnen schon alles bewirkt hat, bekomme ich nur mit, wenn ich ein Feedback bekomme. Sehr persönliche E-Mailnachrichten und sogar Post mit euren persönlichen Geschichten habe ich von euch schon bekommen. Vielen Dank dafür!!

Im Familien- und Freundeskreis hat sich in den vier Jahren Blogarbeit auch extrem viel getan. Mama setzt mittlerweile auf ökologische Waschmittel, Bio-Lebensmittel und hat in ihrer Boutique Fashion & Jeans Mary auch eine kleine Linie an FAIRTRADE- und GOTS-zertifizierter Kleidung 😀 Darauf bin ich mächtig stolz!!

Papa verwendet mittlerweile Naturkosmetik, mein Bruder probiert gerade Bio-Öle aus und Herr von Anders hat seinen Fleischkonsum drastisch reduziert. Schulfreundinnen haben meine selbst gemachte Kosmetik ausprobiert, FreundInnen fragen mich nach nachhaltigen Bezugsquellen und überdenken immer mehr ihre Konsumverhalten. Ab und an kommt es auch vor, dass jemand ein schlechtes Gewissen mir gegenüber hat, weil mensch ein Plastiksackerl verwendet. Das sind dann irgendwie die süßesten Momente. Größte Reue stößt auf Gelassenheit. Ich erhebe nämlich nicht den Zeigefinger. Ok, ab und zu kann ich mir eine Kurzmeldung nicht ersparen, aber die große Standpauke halte ich nicht. Das führt nämlich nur dazu, dass Scheuklappen aufgesetzt werden und damit erreiche ich gar nix.

Ein großes DANKE!

Ich möchte diesen Beitrag nicht nur für meine Erfolge nutzen, sondern auch dafür, um Danke zu sagen! Ich danke euch allen, dass ihr ich mach es anders zu dem gemacht habt, was es ist! Ein Blog und eine Lebenseinstellung für Viele. Ich danke euch für eure persönlichen Feedbacks und auch ermunternden bzw. motivierenden Worte, wenn sie mal sein müssen. Und vor allem für das Weiterempfehlen! Ich danke Herrn von Anders, meinen Eltern und Geschwistern sowie FreundInnen, dass sie mich immer und bei allem unterstützen. Auch wenn ich manchmal anstrengend sein kann 😉 Ich danke all meinen tollen Partnerbetrieben, die immer mit dabei sind, wenn es tourtechnisch etwas gibt. Und ich sage DANKE an alle, die ich hier vergessen habe.

Wir machen es anders

Natürlich geht es weiter. Ich kämpfe weiter dafür, dass die Menschheit die Welt nicht ins Verderben stürzt. Wir sind schon mitten drin und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich machtlos bin. Dass wir alle, die etwas dagegen tun, machtlos sind. Aber aufgeben ist nicht! Wir müssen gemeinsam gegen die Perversionen in diesem Weltsystem dagegenhalten und unsere Stimmen erheben! Denn wir machen es anders!

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