ich mach es anders

Der große Jahresrückblick – Konsumbuchprojekt 2017

Konsumbuch 2017 Jahresrückblick Titelbild

Es ist soweit – ich lasse mein Konsumbuchprojekt Revue passieren. Ich habe zuerst gekauft, notiert und zusammengefasst. In den letzten Tagen ging es darum, alles aufzuschlüsseln und zu kategorisieren. Es war viel Arbeit. Aber sie hat sich für mich gelohnt. Mit dem Notieren meiner Konsumhandlungen habe ich einen echt guten Überblick darüber bekommen, wie viel ich tatsächlich konsumiere. Mein Ziel war es, für mich herauszufinden, ob mein Gefühl stimmt. Das Gefühl, dass ich im Verglich zu Otto und Ottilie NormalverbraucherIn weniger und nachhaltiger konsumiere.

Die Anfänge und Lessons learned

Im Dezember 2016 gab es die Idee. Um mein Ziel zu erreichen, wollte ich möglichst viele Konsumhandlungen im Jahr 2017 zu notieren. Ich wollte und brauchte es Schwarz auf Weiß. Am 9. Jänner 2017 stellte ich euch mein Projekt inklusive seiner Regeln hier am Blog vor. Plan war, jeden Monat einen einen Rückblick zu geben. Und ja, Baby, ich hab´s durchgezogen. Es gab jeden Monat einen Blogbeitrag dazu. Vielen Dank an dieser Stelle an euch alle, die ihr die Beiträge gelesen habt!

Die Regeln

Die Regeln haben sich über die Zeit kaum verändert. Ich startete also mit einem recht fixen Konzept durch. Urlaub, Geschenke, Katzenbedarf, Monatshygiene, Verhütung, Kosten für Gesundheit oder Fixkosten wie Miete, Versicherungen etc. wurden nicht notiert. Es gab einen einzigen Punkt, den ich verändert habe. Nämlich, dass ich doch alle Lebensmitteleinkäufe – egal ob im Supermarkt oder über eine nachhaltige Quelle wie FoodCoop oder Markt – notierte. Ich wollte für mich einfach wissen, wie gut oder schlecht ich in diesem Bereich unterwegs bin. Etwas geschwankt bin ich bei Anschaffungen, die ich für mich und Herrn von Anders getätigt habe. Somit haben es einige Dinge ins Konsumbuch geschafft (z. B. Seifen), andere wiederum nicht (z. B. unsere beiden Wohndecken oder die Winter“decken“ für unsere Balkonpflanzen).

Einheitlichkeit muss sein

Was ich im Rahmen des Notierens gelernt habe war, dass es eine Einheiltichkeit braucht, um schlussendlich vergleichen zu können. Am Anfang habe ich wild drauf los geschrieben und z. B. Essengehen mit xy eingetragen. Für das Monatsresumée war das dann aber doch recht mühsam. Deshalb habe ich bis April folgende Kategorien erstellt: 

  1. Lebensmittel
  2. Büroessen
  3. Socialising
  4. Sontiges

Die Kategorie „Sonstiges“ habe ich für die Auswertung in 5 Unterkategorien aufgeteilt. Nämlich in: 

  1. Ausflüge
  2. Essengehen (exklusive Büroessen)
  3. der Snack für Zwischendurch (Kaffee, Süßes, Jause)
  4. Gemeinsame Anschaffungen
  5. Dinge, die ich nur für mich gekauft habe (exkl. aller bereits genannten Kategorien)

Ab April war also alles auf Schiene. Ich hatte alles vereinheitlicht und musste für das Fazit die ersten Monate noch einmal neu zusammenfassen. Dadurch ist vermutlich auch mein Wurm bei den einzelnen Unterkategorien entstanden. Ich habe nämlich eine Differenz von einer Konsumhandlung, wenn ich „Sonstiges“ im Allgemeinen betrachte und das „Sonstige“ in die Unterkategorien 1 bis 4 aufschlüssle. Die detaillierte Aufschlüsselung hat eine Handlung mehr (davor waren es noch 9, aber ich hab alles noch einmal überprüft und die größten Schnitzer korrigieren können). Es kann aber auch sein, dass ich mir uneins war, was unter Büroessen und unter Essengehen fiel, weil ich das zu Beginn nicht so genau notiert hatte.

Disziplin beim Konsumbuchprojekt

Noch kurz zur Disziplin: die muss sein und ich habe mich wirklich seeeehr bemüht. Dennoch stellte ich ca. Mitte des Jahres fest, dass sie etwas nachlässt. Am Beginn habe ich mindestens wöchentlich, manchmal sogar täglich, alles in mein Konsumbuch eingetragen. Ab Juni war es einmal im Monat. Schwierig war das bei Handlungen, für die ich keine Rechnung erhalten habe. So gut es mir möglich war, habe ich diese Sachen sofort aufgeschrieben. Aber es kann schon sein, dass dadurch das Eine oder Andere durchgerutscht ist.

Das blieb auf der Strecke

Zu Beginn hatte ich vor, bei jeder Handlung zu notieren, warum ich etwas gekauft habe. Das habe ich nur im Jänner und Februar durchgezogen und sehr rasch festgestellt, dass ich damit ziemlich viel Zeit für meine Eintragungen benötigen würde. Außerdem war bei vielen Dingen klar, dass es eine Notwendigkeit war, wie z. B. bei Lebensmitteln, Unterwäsche oder bei Seife. Was ein Impuls- oder Belohnungskauf war, kann ich aufgrund der Aufzeichnungen noch sehr gut nachvollziehen. Warum ich im Supermarkt einkaufen war, weiß ich auch ohne Notiz. Das war meist die Bequemlichkeit. Obwohl ich festgestellt habe, dass ich extrem kleinteilig unsere Lebensmittel kaufe.

Die nackten Fakten

In mein Konsumbuch haben es von Jänner bis Dezember 2017 insgesamt 444 Eintragungen geschafft. 246 davon waren Lebensmitteleinkäufe. 35 Mal habe ich nicht selbst gekocht, sondern mir Büroessen gegönnt. 42 Mal habe ich mich mit FreundInnen getroffen. Und 121 Mal habe Sonstige Konsumhandlungen getätigt. Genauer betrachtet habe ich 37 Mal pro Monat konsumiert. Das sind 8,5 Konsumhandlungen pro Woche und 1,2 Handlungen pro Tag. Das ist in Summe eine ganze Menge. Bedenkt mensch, dass Urlaub, Zigaretten, Gesangsstunden, Geschenke, die eine oder andere gemeinsame Haushaltsanschaffung etc. nicht notiert wurden. Grafisch etwas aufbereitet, schaut das so aus: 

MonatHandlungen gesamt
(nachh./konv.)
Lebensmittel
(nachh./konv.)
Büroessen
(nachh./konv.)
Socialising
(nachh./konv.)
Sonstige
(nachh./konv./
neutral)
Jänner3116 (8/8)02 (0/2)13 (3/10)
Februar3520 (16/4)3 (2/1)3 (1/2)9 (5/4)
März4723 (13/10)2 (1/1)3 (0/3)9 (5/4)
April4329 (17/12)5 (5/0)3 (1/2)6 (5/1)
Mai2916 (10/6)1 (1/0)1 (1/0)11 (9/2)
Juni4022 (16/6)2 (1/1)5 (2/3)11 (5/6)
Juli3821 (16/5)3 (2/1)2 (0/2)10 (2/8)
August4623 (19/4)6 (4/2)5 (2/3)12 (6/4/2)
September3018 (12/6)1 (0/1)4 (1/3)7 (2/5)
Oktober3115 (11/4)6 (2/4)5 (2/3)5 (5/0)
November4623 (16/7)6 (6/0)5 (1/4)12 (4/8)
Dezember3020 (17/3)04 (2/2)6 (6/0)
Summe444246 (171/75)35 (24/11)42 (13/29)121 (61/58/2)

Fazit vorab: Von Konsum abhängig

Mein Vorab-Fazit ist nun keine große Überraschung. Dennoch ist es für mich gut, es Schwarz auf Weiß zu haben. Ziehe ich jeden Monat die Lebensmitteleinkäufe ab, bleiben 198 Konsumhandlungen übrig. Das sind 16,5 pro Monat, rund 4 pro Woche oder 0,54 pro Tag. Und auch das ist nicht wenig. Es gab selten Tage, an denen ich gar nichts gekauft habe. Somit ist ersichtlich, wie stark auch ich von Konsum abhängig bin. Ich bemühe mich, immer mehr Dinge selbst zu machen. Aber auch dafür muss ich meine Zutaten einkaufen. Ich versuche, möglichst lange meine Kleidung zu tragen. Und trotzdem kaufe ich hin und wieder etwas, weil ich nicht zu nähen beginnen werde. Und auch dafür braucht es Stoffe, Zubehör, eine Maschine…

Dinge nur für mich

Was mich brennend interessiert hat, war die Anzahl an Dingen, die ich nur für mich gekauft habe. Nicht berücksichtigt sind hier Handlungen im Zusammenhang mit einem Ausflug oder der Snack für Zwischendurch. Es waren sage und schreibe insgesamt 40 Dinge und Dienstleistungen. Die Liste sieht im Detail foglendermaßen aus:

  1. Frisör
  2. Massage
  3. Socken
  4. Abschminkpads
  5. Putzerei
  6. Jacke & Weste
  7. Konzertkarten
  8. Peeling
  9. Unterwäsche
  10. Zipp für Jacke
  11. Schneider
  12. Frisör
  13. Gesichtsschwamm
  14. Hose
  15. Zahnbürste
  16. Stoffbinde
  17. Sonnenbrille
  18. Putzerei
  19. Fahrradreparatur + Helm
  20. Workshop über vegane Ernährung
  21. Schlapfen für´s Büro
  22. Cranio Sacrale
  23. Fahrradschloss
  24. Parfum
  25. Turnschuhe
  26. Pullover
  27. Seidenschal
  28. Fotoalben
  29. Cranio Sacrale
  30. Pilzzuchtworkshop
  31. Massage
  32. Geschichtscreme
  33. Frisör
  34. Motorradhelm
  35. Parfum
  36. Konzertkarten
  37. Musikalbum
  38. Rückenturnen
  39. Decke
  40. Unterwäsche

Das waren wiederum 3,33 Konsumhandlungen pro Monat, 0,77 pro Woche und 0,11 pro Tag. Abzüglich aller Dienstleistungen macht das 26 Konsumhandlungen von Dingen.

Die spannensten Erkenntnisse für mich

Für mich spannend war zu sehen, dass ich pro Jahr nur 3 Mal zum Frisör gehe – was bei einer Kurzhaarfrisur eine Meisterinnenleistung ist. Das hab ich jedenfalls einige Male zu hören bekommen. Dass ich mir in Summe 9 Kleidungsstücke, Accessoires oder Schuhe angeschafft habe. Ich hab mir 5 Mal Entspannung gegönnt (eigentlich war es 7 Mal, jedoch konnte ich zwei Mal je eine Cranio Sacrale-Einheit gratis genießen) und wurde 7 Mal bei Kosmetik (inkl. Zahnbürste und Parfum) schwach. Ich habe 3 Mal in Unterhaltung investiert (2 Konzertkarten für heuer und ein Musikalbum) und war einmal im Kino (das fiel jedoch unter Socialising, weil ich mit einer Freundin dort war).

Belohnungskäufe

Belohnungskäufe waren eindeutig die Turnschuhe, die Hose und die Schafwolldecke. Mit der Hose habe ich mich im Rahmen meines Messeauftritts bei der BIORAMA FairFair belohnt. Es waren 3 tolle, aber auch anstrengende Tage. Die Turnschuhe bräuchte ich vermutlich heuer, aber im Oktober hatte ich das Bedürfnis, mich nach einer tollen, aber doch fordernden Tour selbst zu belohnen. Die Schafwolldecke war mein Geschenk an mich selbst zum Jahresabschluss. 

Einiges hätte nicht sein müssen, aber…

Es war trotzdem spannend, diese Sachen zu entdecken. Dazu zählen die meisten Kosmetikprodukte. Das Azukibohnen-Peeling war äußerst interessant auszuprobieren. Gleiches gilt für den Gesichtsschwamm. Und ich bin sehr glücklich über meine Entdeckung der Sheabutter-Gesichtscreme. Die ist im Winter ein Hammer. Die Sheabutter wird übrigens von einer kleinen Kooperative angebaut und ist nicht raffiniert.

Fehlkäufe

So ganz gefeit ist mensch vor Fehlkäufen auch nicht, wenn sehr gewissenhaft konsumiert wird. Jedoch kann ich mich an jeden einzelnen Fehlkauf im Jahr 2017 erinnern. Da wäre einmal eine Zahnbürste, deren Kopf mir viel zu groß ist. Ich hab sie nur eine Woche lang verwendet. Nun nutze ich sie, um meinen Retainer zu reinigen. Auch die Abschminkpads waren eher ein „No“ und das aus unterschiedlichen Gründen. 1. habe ich wenig später welche geschenkt bekommen (ich hab sie meiner Schwester weiter geschenkt), 2. habe ich mich heuer schätzungsweise 4 Mal geschminkt und 3. habe ich sie, denke ich, verloren…

Fehlkauf Nr. 3 (was aber noch nicht ganz sicher ist) waren leider, leider die Turnschuhe. Ich habe sie mir zu groß gekauft und deshalb scheuern sie mir die Fersen auf. Nach Rücksprache mit dem Händler habe ich Einlagen bekommen. Mit denen ist es etwas besser. Jedoch scheuern sie trotzdem ab und an. Ich hoffe jetzt noch auf den Frühling, damit ich sie so richtig eingehen kann.

Auswärts essen

Mit Ausnahme des Jänners (da haben Herr von Anders als auch ich Geburtstag) waren wir im Schnitt 2 Mal pro Monat auswärts essen. Im April, Mai, Juli und Dezember haben wir nie auswärts gegessen (wenn dann im Rahmen von „Socialising“ mit FreundInnen), was den Jänner und  Monate, in denen wir öfter als 2 Mal essen waren, wieder wett machen. Insgesamt habe ich mir 20 Mal ein Essen auswärts gegönnt (exklusive Büroessen).

Die stärksten Monate

Spannend war für mich auch zu sehen, in welchen Monaten ich sehr viel gekauft habe. Inklusive Lebensmitteln waren das die Monate März (47), August (46) und November (46). Ohne Lebensmitteleinkäufen waren es ebenfalls die Monate März (24), August (23) und November (23). Der März ist recht einfach erklärt: wir waren zu einer Geburtstagsfeier inklusive Wanderung eingeladen. Da fällt einiges an Konsumhandlungen an, wie z. B. das Zugticket, Mittagessen, Kaffee & Kuchen etc. Im August haben wir einen Ausflug nach Laxenburg gemacht und ich gönnte mir hin und wieder Kaffee & Kuchen oder ein Eis. Und der November war ein recht stressiger Monat, weshalb ich mir öfter ein Büroessen gegönnt habe und auch eine Menge Sonstiger Konsumhandlungen (Motorradhelm, Adventkalender, Parfum etc.) angefallen sind.

Der Vollständigkeit halber – Ausflüge, Snacks & gemeinsame Anschaffungen

Im Rahmen von Ausflügen habe ich 24 Konsumhandlungen getätigt. Darin sind alle Tickets (Öffis und Eintritte), Kaffee & Kuchen, Getränke und Mittagessen enthalten. Snacks für zwischendurch waren teils im Rahmen von Gustoattacken oder anstelle eines Mittagessens. Auch Getränke „zwischendurch“, wenn meine Wasserflasche nicht in Griffweite war oder ich Lust auf ein Bier (ist je einmal vorgekommen) hatte, fallen darunter. Das Süße hat gesiegt. 4 Mal habe ich mir 2017 z. B. ein Eis gegönnt oder zwei Mal einen Krapfen. Insgesamt habe ich 17 Mal 2017 zu einem Snack gegriffen. Und 21 gemeinsame Anschaffungen haben es ins Konsumbuch geschafft. Wie bereits erwähnt – die sind nicht vollständig, da ich hier hin und her geschwankt bin.

Nachhaltigkeit

Wichtig war mir beim Konsumbuch auch zu notieren, wo ich etwas konsumiert habe. War es ein Lokal, das seine Produkte aus nachhaltiger Quelle bezieht? Wo habe ich meine Kleidung, mein Essen oder meine Schuhe gekauft? Welche Ausflüge haben wir gemacht? Wie oft bin ich in den Supermarkt (obwohl ich dort möglichst Bio-Produkte kaufe) einkaufen gegangen? Ich möchte euch nun nicht mehr allzu viele Zahlen um die Ohren schmeißen. Ein paar müssen jedoch noch sein. 

Lebensmittel

Einkauf Food X, Saefte, Joghurt, Salat, Kaese, Gemuese

Food Coop Bestellung

Der Gang in den Supermarkt wurde sukzessive weniger. Im Jänner noch 50/50 bzw. 8:8, war ich im Dezember nur noch 3 Mal im Supermarkt. Dafür 17 Mal auf einem Markt, im Bioladen oder in der Food Cooperation. Insgesamt habe ich von 246 Lebensmitteleinkäufen 171 nachhaltig getätigt und 75 im Supermarkt. Das ist immerhin weniger als ein Drittel. Darauf bin ich schon etwas stolz. Obwohl noch Luft nach oben ist. Mit dem Bioladen ab 2019 bei uns im Viertel werde ich bestimmt noch besser unterwegs sein. Das Foto zeigt eine Bestellung der Food Coop von meinen Anfängen dort. Deshalb ist noch Joghurt zu sehen.

Büroessen

Die Bilanz beim Büroessen fällt auch ganz gut aus. Von insgesamt 35 Essen waren 24 nachhaltig und 11 konventionell. Das liegt primär daran, dass ich mit nachhaltigen Quellen rund um meine Büros (ich hatte im Juni einen Jobwechsel und an meinen freien Montagen war ich immer wieder im Coworkingspace mit nachhaltiger Küche, weshalb ich von „Büros“ schreibe) gesegnet war. 

Socialising

Das Socialising ist mein Pferdefuß. Von 42 Mal mit FreundInnen treffen, war ich nur 13 Mal in einem nachhaltigen Lokal. 29 Mal war Nachhaltigkeit in weiter Ferne. Das liegt unter anderem daran, dass ich mich häufig mit meinen besten FreundInnen (wir wohnen alle in Wien Favoriten) gerne in Wohnungsnähe treffe. Und in Wien Favoriten ist die Auswahl an nachhaltigen Lokalen mehr als überschaubar.

Sonstige Konsumhandlungen

Auch bei den Sonstigen Konsumhandlungen ist Luft nach oben. Von insgesamt 121 Handlungen waren 61 nachhaltig, 58 konventionell und 2 habe ich als „neutral“ eingestuft. Dabei handelt es sich um den Eintritt in das Schlossareal Laxemburg sowie die Floßfahrt auf die Mariannen Insel. Es fiel mir einfach schwer, sie entweder dem Einen oder dem Anderen zuzuordnen. Die Nachhaltigkeit überwiegt bei den Sonstigen Konsumhandlungen nur minimal. Der Grund: im Rahmen von Ausflügen ist es nur schwer beeinflussbar, wo mensch konsumiert. Und: das Essengehen mit Herrn von Anders zerschlägt die Bilanz. Denn auch hier gilt: Wir gehen am liebsten in Wohnungsnähe etwas Essen und hier sind wir mit nachhaltig geführten Lokalen nicht gesegnet.

So, seid ihr nun auch schon schwindlig ob der ganzen Zahlen? 😉 Falls ja, gibt´s nun einige Fotos von meinen Einkäufen, die mein Konsumbuchprojekt „begleitet“ haben, bevor ich zu meinem Fazit komme.

Mein Fazit zum Konsumbuchprojekt 2017

Tja, nun habe ich alles feinsäuberlich aufgeschlüsselt. Und ehrlich gesagt keine Ahnung, wie viel mehr oder weniger ich konsumiere als Otto und Ottilie NormalverbraucherIn. Ich habe nämlich keinen wirklichen Vergleich. Ich kann es nur vermuten. Und meine Vermutung ist nach wie vor jene, dass ich weniger als der/die durchschnittliche NormalverbraucherIn konsumiere. Alleine, wenn mir erzählt wird, wie oft sich ein Coffee to go gekauft wird oder wie wenig selbst gekocht wird und damit ein Essen auswärts notwendig ist. Ist damit mein Konsumbuchprojekt gescheitert? In meinen Augen gar nicht. Ich weiß nun, wie viel ich im Schnitt kaufe, was ich kaufe, wo ich es kaufe und warum ich es kaufe. 

Ich weiß, dass ich mich selten belohne, aber manchmal doch. Dass ich auf rein gar nichts verzichte (das wird immer wieder von Menschen behauptet, die nicht nachvollziehen können, warum mensch nachhaltig leben möchte) und dass meine Ambition eine sehr große ist, möglichst nachhaltig zu kaufen. Dass Luft nach oben bei nachhaltigen Konsumquellen ist mir nun auch bekannt. Und ich weiß jetzt auch ganz genau, in welchen Bereichen. Daran kann ich weiter arbeiten. Wenn ich möchte. Und alle, die mich persönlich kennen wissen, dass ich daran arbeiten werde. Es ist meine persönliche Herausforderung.

Abschließend interessiert mich sehr, was deine Meinung zum Konsumbuchprojekt ist? Was hat dir besonders gut daran gefallen? Könntest du dir vorstellen, es auch einmal zu machen?

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Wow. So etwas ähnliches habe ich für 2018 vor, denn ich verstehe nicht, warum ich mit meinem Budget nicht hinkommen. Wenn ich mir mein Nettoeinkommen inklusive Kindergeld und Unterhaltsvorschuss anschaue, verstehe ich nicht, was da falsch läuft. Wir sind an Tag 10 des Jahres und ich arbeite mich an das Thema heran. Und zwar, was ist für mich Konsum. Die Massage gehört sicherlich dazu, allerdings, wenn ich vor Nackenschmerzen nicht schlafen kann, ist es ebenso eine Notwendigkeit. Meine Mama schenkt mir jede Woche eine Packung Cappuccino , der weder fair noch nachhaltig ist. Aber von Herzen kommt. Konsum ? Ich muss mal schauen. Mal sehen wie es im Januar läuft, ob ich es auf meinem Blog verfolge oder nur offline.
    Danke für Teilhaben.

    Britta

    • Hallo Britta,

      ja, oft fragt man sich wirklich, wo das ganze Geld hinkommt. Ich hab bemerkt, dass es die vielen Kleinigkeiten nebenbei sind. Ein Kaffeetschi (bei vielen der Coffee to go) hier, eine Limonade da, dann mal was Süßes, ein Ausflug etc.
      Das hab ich mittlerweile aber ganz gut im Griff und in Verbindung mit meinem Haushaltsbuch, das ich schon mehrere Jahre führe, habe ich die Kosten sehr gut im Blick (wenn auch nur in Kategorien und nicht im Detail aufgeschlüsselt).

      Wenn ich etwas geschenkt bekomme, würde ich es nicht zu einer meiner Konsumhandlungen zählen. Natürlich konsumierst du das Produkt, aber die Kaufhandlung an sich hat jemand anderer getätigt. Und bei Geschenken sollte man nicht zu zählen beginnen (wenn sie sich in einem normalen Rahmen halten). Deshalb habe ich sie auch nicht in meinem Konsumbuch erfasst.

      Ich wünsch dir alles Gute für dein Jahresprojekt – online wie offline 😀

      Liebe Grüße

      Sabrina

  • Was für ein Wahnsinns-Projekt, aber Respekt, dass du es so gut durchgezogen hast! Oft überlege ich auch, was man noch ändern kann, ohne beispielsweise auf das Treffen mit Freunden zu verzichten. Sich daheim zu treffen und gemeinsam zu kochen oder einen Mädelsabend mit Naschkram ist da oft eine gute Alternative 😉

    • Hi,

      vielen Dank! Das mit dem daheim Treffen ist ein super Ansatz! Ich möchte das zukünftig mit einer Freundin intensiver machen. Generell ist es bei uns aber etwas schwer wegen der beiden Katzen. Uns war zuvor gar nicht bewusst, wie viele unserer FreundInnen eine Katzenhaar-Allergie haben…

      LG Sabrina

  • Hallo liebe Sabrina, ich finde das sehr interessant und vor allem sehr viel Arbeit. Ich mache das auch, aber bei weitem nicht so genau, eher Richtung Haushaltsbuch. Ich finde deinen Schnitt gar nicht so arg, du wohnst ja in der Stadt, oder? Das wäre für mich auch verführerisch, hier am Land gibt’s ja nicht wirklich viel zum shoppen 😉 und auswärts Essen ist bei uns auch nicht so das Thema, weil wir beide selbständig sind und von Zuhause aus arbeiten. Danke für deinen Einblick… Und die Frisur ist top 😉 öfter muss gar nicht sein. Alles liebe, Uli

    • Hallo liebe Uli,

      vielen Dank für dein Feedback! Ein Haushaltsbuch habe ich auch schon seit Jahren. Das ist aber auf 4 Kategorien (Lebensmittel, Diverses, Katzen [das sind alles gemeinsame Ausgaben im Haushalt] und Sabi [Ausgaben nur von mir] über die Jahre zusammengeschrumpft. Ich bin mit meinem Schnitt auch ganz zufrieden. Aber wie gesagt, einen wirklichen Vergleich, um zu wissen, wo ich liege, habe ich nicht. Ist vermutlich auch schwer, das festzumachen. Da fällt mir ein, ich könnte mal darüber recherchieren, ob es dazu Zahlen gibt 😉

      Und zur Frisur: das Bild mit Katze Ruaßerl ist einen Tag nach dem Frisörbesuch 😉 Aber die schneiden so gut, dass meine Haare auch noch nach 3-4 Monaten ganz gut aussehen 😉

      LG Sabrina

  • Hallo Sabrina!

    Was mich an Deiner Aufstellung nachdenklich macht ist, was Du alles zu Konsumhandlungen zählst. Weil ich einiges, wofür ich in kein Geschäft gehen muss, gedanklich bisher nicht dazu gezählt habe. Aber das ist natürlich falsch und Dein Ansatz ist der richtige.

    Ich geh z.B. durchschnittlich 2 x pro Monat zur Shiatsu-Massage, habe als im Jahr (abzüglich Urlauben etc.) rund 20 Massagen. Dazu kommen meine Yogakurse ca. 5-6 x pro Jahr + eine 10er Karte im Studio um die kursfreien Zeiten zu überbrücken. Da kommt ja doch einiges zusammen 🙂

    Selbst investiere ich – siehe voriger Absatz – hauptsächlich in Wohlbefinden für mich. Alles andere ist zu vernachlässigen. Vor allem wegen foodsharing 🙂

    Habe Dein Projekt mit großem Interesse verfolgt!

    lg
    Maria

    • Hallo Maria,

      vielen Dank für deine Gedanken! Beim Punkt „Wohlbefinden“ habe ich einige Zeit herumüberlegt. Denn „Gesundheit“ – also alle Ausgaben für Medikamente – habe ich nicht erfasst. „Wohlbefinden“ gehört aber irgendwie doch auch zu „Gesundheit“ dazu. Ich hatte wohl eher den Ansatz, primär unregelmäßige Dinge zu erfassen. Denn meine Gesangsstunden alle 2 Wochen habe ich nicht notiert. Und die gehören eindeutig in die Kategorie „Wohlbefinden“.

      Ich freu mich sehr darüber, dass dir mein Projekt gefallen hat und du es verfolgt hast!

      Alles Liebe,

      Sabrina

  • Liebe Sabrina,
    Ich bin schwer beeindruckt, wie du das alles notiert hast! Ich wäre für so etwas viel zu faul 😀
    Das kenne ich sehr gut, dieses Unverständnis darüber, warum ich mir nicht ständig irgendetwas kaufe. Viele finden es eine „Selbstbestrafung“. Wenn ich jedoch in meinen Schrank schaue oder einfach das Haus mal begutachte, weiß ich, dass ich mir nichts vorenthalte!
    Viele Grüße,
    Izabella

    • Liebe Izabella,

      vielen Dank für dein Feedback! So schlimm war es gar nicht, alles aufzuschreiben. Aber ich kann auch seeeeehr gut verstehen, wenn man andere Prioritäten hat!
      Ich freu mich, dass du ebenfalls das Gefühl hast, dass dir nichts fehlt.

      Alles Liebe,

      Sabrina

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