ich mach es anders

Bereite Freude mit dem umgekehrten Adventkalender

umgekehrter Adventkalender Tag 1

Vor einigen Tagen war in den sozialen Medien die Rede vom umgekehrten Adventkalender. Mir gefällt die Idee so gut, dass ich sie auch hier am Blog vorstellen möchte. Vielleicht hast du ja auch Lust mitzumachen.

Darum geht´s beim umgekehrten Adventkalender

Das Prinzip ist ganz einfach. Ab dem 1. Dezember, wenn wir unsere Fensterchen öffnen, legst du ein Stück in eine vorbereitete Kiste. Das können Hygieneartikel, Spielzeug, Lebensmittel, Schuhe, Bekleidung oder sonst etwas Nettes sein. Am 24. Dezember – besser noch einige Tage zuvor – bringst du deinen umgekehrten Adventkalender zu einer gemeinnützigen Organisation deiner Wahl.

Vorgehensweise

Es macht Sinn, die von dir präferierte Organisation zuvor zu kontaktieren, ob sie umgekehrte Adventkalender annimmt. Oder, speziell in Wien, bei Vienna Streetlife, den Initiatoren, nachzuschauen. Ich habe beim Verein Ute Bock angefragt. Da das Flüchtlingsprojekt Erwachsene, Kinder und Familien betreut, habe ich gefragt, auf welche Zielgruppe ich meinen Schwerpunkt legen soll. Ich möchte nämlich nicht Spielzeug in meine Box legen, wenn sie danach ein/e Erwachsene/r bekommt. Das macht nur wenig Sinn. Weiters habe ich angefragt, was gerade dringend gebraucht wird und ob ich am Freitag, den 22. Dezember, die Box vorbei bringen kann. Ich lege für den 23. und 24. Dezember bereits schon vorab etwas hinein. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob beim Verein am Samstag Spenden entgegengenommen werden. Und am 24.12. bin ich selbst verplant und habe keine Zeit, die Sachen hinzubringen. Natürlich kannst du auch eine dir bekannte Person oder Familie damit eine Freude bereiten.

Nicht alles, was du gut findest, ist brauchbar

Diese Zeilen schreibe ich, weil ich bei meiner Tätigkeit für die Caritas im Jahr 2015 am Hauptbahnhof gesehen habe, welch unbrauchbare Dinge manche Menschen für Schutzsuchende gespendet haben. Das ging über Elektrogeräten (z. B. ein Föhn) bis hin zu zerschlissener Kleidung. Mensch bekam das Gefühl, dass einige den guten Zweck dazu genutzt haben, um ungeliebte Dinge los zu werden. Manch kaputte Sachen (u.a. ein Festnetztelefon) waren im Kleidersack ganz unten versteckt. 

Halte dir immer vor Augen, dass nicht alle Dinge für Menschen in Notsituationen oder aus anderen Kulturkreisen brauchbar sind. Ein Obdachloser freut sich vermutlich mehr über ein T-Shirt als über ein Hemd, da das Umziehen oftmals schnell gehen soll/muss. Natürlich hängt es vom Projekt ab, das du unterstützen möchtest. Spendest du an die Gruft, macht es Sinn, primär Brauchbares für Männer zu spenden. Einen Schlafsack, warme Socken, Haube, Schal, Handschuhe, Zahnbürste, Zahnpasta, haltbare Lebensmittel wie z. B. Dosenfisch etc. Oder Lebensmittel für die Küche. Spendest du für eine Frauenhaus, freuen sich Mama (und meist Kind) bestimmt über Stofftiere, Malsachen, Spielzeug, div. Hygieneartikel, Parfum, einen Schal oder ein Tuch etc. Spendest du für ein Flüchtlingsprojekt, gilt es, vor allem bei den Speisen acht zu geben. Lebensmittel mit Schweinefleisch sollten hier nicht den Weg in deine Box finden.  Das sind hier nur ein paar Überlegungen von mir. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wenn du dir unsicher bist, was in deine Box soll, frag so wie ich, einfach bei der Organisation deines Vertrauens nach.

Darauf solltest du achten

Bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln ist zu beachten, dass sie ungeöffnet sind. Die Lebensmittel sollten nicht knapp vorm Ablaufdatum sein. Spielzeug und Bekleidung sollten einwandfrei sein. Mit halbkaputten Dingen fängt niemand etwas an. Ganz wichtig – Unterwäsche und Socken MÜSSEN NEU sein. Das hat gestern die Caritas wieder kommuniziert. Deshalb sind Socken und Unterwäsche auch ein Luxusgut für die Organisationen und in weiterer Folge für ihre „KlientInnen“.

Und so könnte dein umgekehrter Adventkalender am 7. Dezember aussehen: 

umgekehrter Adventkalender befuellt

 

Na, hast du jetzt auch Lust bekommen, mit einem umgekehrten Adventkalender jemand eine Freude zu bereiten? Wenn ja: Wo wirst du deinen Kalender abgeben?

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