ich mach es anders

Rückblick Oktober [Konsumbuch 2017]

Sneakers Einkauf im Oktober

Mit dem Oktober hat quasi der Endspurt meines Konsumbuch-Projekts begonnen. Es sind noch 3 Monate, bis ich mein Gesamtfazit daraus ziehe. Ich bin selbst schon gespannt darauf. Nun, wie hat sich mein Konsum im Oktober entwickelt? Gleich vorweg: ich hab mir einige Dinge angeschafft. 

Insgesamt habe ich 31 Konsumhandlungen getätigt. Davon waren:

  • 15 davon Lebensmittelbeschaffungen
  • 5 Mal Socialising
  • 6 Mal Büroessen und
  • 5 Sonstige Konsumhandlungen

Ganz ehrlich sagen muss ich, dass mein Besuch bei der heurigen WearFair-Messe zum Teil für mich als „Arbeit“  zählte, weil ich dort jedes Jahr spannende AusstellerInnen für meine Touren oder meinen Blog kennen lerne. Heuer war das ohnemit. Dabei handelt es sich um ein ganz junges Unternehmen, das komplett ohne Kompromisse Deocremes und -puder erzeugt und in Wien Ottakring ansässig ist. Deshalb ist ein Gutteil der Konsumhandlungen im Rahmen der WearFair (Anfahrt mit der Bahn, Ticket für den Linzer Stadtverkehr, Übernachtung und Essen) nicht hier dokumentiert.

Meine Lebensmitteleinkäufe waren zum Großteil (11 von 15) nachhaltig. Primär habe ich wieder bei der Food Cooperation, bei Biogemüse Hopf und bei Denns eingekauft. Von fünf Mal Socialising war ich 2 Mal in einem nachhaltigen Lokal und das Büro- bzw. Mittagessen habe ich mir nur 2 Mal von einem nachhaltig geführten Gastronomiebetrieb besorgt. Dafür haben alle 5 sonstigen Handlungen einen nachhaltigen Hintergrund. Die sonstigen Handlungen bestehen aus: 

  1. Cranio Sacrale
  2. Pullover
  3. Sneakers
  4. Fotoalben
  5. ein Seidentuch

Meine Beweggründe im Oktober einzukaufen

Das hab ich meiner Meinung nach gebraucht

Neuer Pullover und Genossenschafterin bei der Genossenschaft von Göttin des Glücks.Gebraucht habe ich einen Pullover. Dieser stand schon eine Zeit lang auf meiner Einkaufsliste. Ersetzt werden sollten damit 2 dünnere Pullis, die ich schon eine kleine Ewigkeit habe und die auch dementsprechend aussehen. Löchrig, ausgeleiert und fusselig. Trennen konnte ich mich noch immer nicht von ihnen, weil ich sie einfach soooo gern anziehe – jetzt halt eher für Freitzeitaktivitäten. Fündig wurde ich beim Stand von Göttin des Glücks bei der Linzer WearFair-Messe. Er ist zwar ganz anders, als ich mir meinen neuen Ersatzpulli vorgestellt hatte, aber er ist bereits jetzt mein nächster Lieblingspulli. Der wunderbare Kragen in grün geht auch als Tuch durch bzw. kann ich ihn auch als Kapuze verwenden, wenn mir danach ist 😉

Die Göttin gründet außerdem gerade eine Genossenschaft! Damit es weitergehen kann. Sie brauchen Geld für neue Materialien und für den Ausbau des Franchise-Systems. Mit ihrer Größe befindet sie sich nämlich gerade in der sogenannten „Todeszone“. Zu klein, um groß zu sein und zu groß, um wirklich klein zu sein. Und da müssen sie unbedingt raus. Ich habe bei der WearFair bereits Anteile gezeichnet. Sei auch die dabei und erhalte als Genossenschaftsmitglied tiefe Einblicke in den Bereich nachhaltige Bekleidung.

 

Belohnung

Die Sneakers waren eindeutig ein Belohnungsinstrument. Klar war, dass ich kommendes Frühjahr ein Paar neue Sneakers brauche, weil die vorhandenen schon aus dem letzten Loch pfeifen. Nach meiner Tour mit 20 StudentInnen der BOKU Anfang Oktober und dem Besuch mit ihnen bei Vega Nova, hatte ich jedoch das Gefühl, mich belohnen zu müssen und ein wenig die erfolgreiche Tour zu feiern. Und da ich eh im Frühjahr neue Sneakers benötige…. Jo mei, ich hab zugeschlagen und mir ein Paar hübsche Turnschuhe in grau gekauft.

Hersteller ist die Firma Hartjes mit Sitz in Österreich. Das Innenleben ist komplett aus Leder (im Gegensatz zu meinen jetzigen Sneakers, die haben als Innenleben Textil und das ist auch ihre Schwachstelle), über 80 Prozent der Wertschöpfung passiert in Österreich und die Sohle ist genäht anstatt geklebt. Damit halten die Sohlen länger (ist jedenfalls meine Erfahrung) und es muss weniger Kleber (deren Inhaltsstoffe meist nicht unbedenklich sind, weil er auch halten soll) verwendet werden.

Ach ja, nicht vergessen: am 17. November gibt´s bei Vega Nova einen Schuhputzworkshop, um die Winterschuhe winterfit zu machen. Wenn du dich noch nicht angemeldet hast, klick hier, dann kommst du zu allen weiteren Infos.

Ein bisschen fällt auch Cranio Sacrale in die Kategorie „Belohnung“. Ich bin zur Zeit sowas von zu faul, um Sport zu machen. Verspannungen lassen deshalb grüßen. Bei Cranio Sacrale kann ich wunderbar abschalten, aber es bewirkt bei mir auch totale Entspannung.

Will ich auch haben

Ein „Will ich auch haben“-Kauf bzw. eher Impulskauf, war der Kauf des Seidentuches. Ich habe einige unifarbene Longsleeve-Shirts, aber ich zieh so ungern allein an. Deshalb muss meist ein T-Shrit drüber. Weil ich aber zur Zeit keine Lust auf „T-Shirt drüber“ habe, bestand Gefahr, dass die Longsleeve-Shirts als reine Unterzieher degradiert werden.

Bei einer Freundin hab ich dann gesehen, wie hübsch die unifarbenen Longsleeves mit einem feschen Tuch aussehen. Mein Problem: ich hab fast keine Tücher. Allenfalls welche, die ich als Schal verwende oder zu einem Ballkleid tragen kann. Mein einziges Tuch (das ich ebenfalls als Schal verwende) hat schon 2 große Löcher. Deshalb hab ich meine Mama, als ich sie wieder einmal in ihrem Geschäft besucht habe, gefragt, ob sie denn nicht von Anukoo ein Tuch hätte. Und voilá – schon landete es in meinem Einkaufskörbchen. Jetzt muss ich mich nur noch daran gewöhnen, das Tuch auch „anzulassen“, wenn ich die Jacke ausziehe. 

Langzeitprojekt Fotoalben NEU

Vor einigen Monaten habe ich das Zimmer bei meinen Eltern in der Steiermark geräumt und somit meine Fotoalben nach Wien übersiedelt. Ich ziehe richtige Fotoalben den Fotobüchern vor. Weil ich es einfach liebe, die Fotos einzukleben und etwas Nettes dazu zu schreiben oder noch andere Erinnerungsstücke dazu zu kleben. Jedes Foto löst in mir eine Erinnerung aus und beim Halten eines jeden Fotos hab ich ein paar Sekunden Zeit, mich an früher und genau an diesen Moment zurück zu erinnern. Das kann ich bei den Fotobüchern, die ich am Rechner erstelle nicht. 

Es gab 2 Optionen:

  1. die alten Fotoalben zerlegen, das Geschriebene übermalen und neu einkleben
  2. neue Fotoalben kaufen

Fotoalbum von Goldbuch. Gekauft im Oktober 2017.Ich habe mich für Option 2 entschieden, weil ich natürlich schöne Alben haben möchte und keine, mit zerfledderten und übermalten Seiten. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach möglichst nachhaltigen Fotoalben gemacht und habe sie auch gefunden. Mein Objekt der Begierde hat einen Leineneinband (nicht so, wie meine alten, die bestimmt irgendeinen Kunststoff im Einband eingearbeitet haben), werden in Deutschland produziert und das Beste: ich kann die Seiten herausnehmen. Also neu sortieren, welche herausnehmen oder das Album um ca. 10 Seiten auffüllen.

Somit ist das Album für mich nun wirklich für die Ewigkeit und ich muss nicht wieder ein neues kaufen, wenn ich mich einmal verklebe oder verschreibe. Ich mag es nämlich auch gerne chronologisch. Gefunden habe ich meine Alben (ich hab gleich 3 gekauft) im Ökoshop von Mastnak in Wien. Wer keinen Mastnak oder ein ähnliches Papierwarengeschäft in der Nähe hat, kann nach Goldbuch suchen. Das ist der Hersteller, der nach wie vor in Deutschland produziert.

 

Fazit Konsumbuch Oktober

Auch wenn es „nur“ fünf sonstige Konsumhandlungen im Oktober waren, haben sie sich spürbar auf meinen Kontostand ausgewirkt. Weil es eben hochwertige und nachhaltig produzierte Produkte sind. Die bekomm ich nun mal nicht um EUR 20,-. Insgesamt habe ich heuer neben ein Paar neuer Socken sieben Bekleidungsstücke (da zählen für mich Schuhe und Accessoires auch dazu) gekauft. Das waren

  • 1 Jacke
  • 1 Weste
  • 1 Paar neue Sneakers
  • 1 Tuch
  • 1 Pullover
  • 1 Paar Schlapfen für das Büro
  • 1 Stoffhose

6 von diesen 7 Konsumhandlungen sind aus nachhaltiger Quelle, worauf ich schon sehr stolz bin. Einerseits, dass es im Vergleich wenige Kleidungskäufe waren (Herr und Frau ÖsterreicherIn kaufen pro Jahr im Schnitt 60 Kleidungsstücke – ganz ohne Accessoires und Schuhe! Und andererseits eben, weil ich mich primär auf nachhaltigem Terrain bewege. Bis Jahresende sollte es das gewesen sein. Auf meiner Liste steht nichts mehr, was ich glaube zu brauchen. Und meine Impulskäufe hab ich, trotz der Ausnahme im Oktober, schon recht gut im Griff. 

Ich bin damit für heuer perfekt mit Kleidung, Schuhen und Accessoires ausgestattet und kann mich nun in der kalten Jahreszeit meinen Fotos widmen 😀

 

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