ich mach es anders

Wenn mit der FoodCoop Vielfalt einzieht

Vielfalt bei Obst und Beeren bei der FoodCoop

Seit mittlerweile 2 Jahren bin ich Mitglied einer Food Cooperation. Einer sogenannten Einkaufsgemeinschaft, die als Verein organisiert, Lebensmittel direkt von den ProduzentInnen bezieht. Zuerst war ich bei Herz & Rübe, nun bin ich bei Food X. Seitdem war die Vielfalt an Gemüse und Obst in unserem  Wiener Haushalt noch nie so groß. Im Supermarkt kauft mensch dann doch nur das Altbekannte. Und ich nicht einmal mehr das, weil es oftmals, auch wenn gerade Saison wäre, gar nicht aus der Region kommt.

Wenn mensch sich bei einer FoodCoop einbringt, also wirklich aktiv ist und nicht nur bestellt und seine Lebensmittel abholt, ist das gar nicht so wenig Arbeit. Ich investiere ganz grob geschätzt ca. 1 Stunde pro Woche im Monat für die FoodCoop. Da ist das Abholen von Gemüse & Co. noch nicht miteinberechnet. Manchmal hab ich das Gefühl, dass es mir zu viel wird (weil ich ja noch gefühlte 100 andere Projekte daneben habe). Aber dann bin ich wieder sowas froh und glücklich darüber, dass ich Teil dieser Gemeinschaft sein kann.

Gründe, die mich froh machen, Teil einer FoodCoop zu sein

Auch, wenn die Zusammenarbeit nicht immer ganz so einfach ist – jedeR hat andere Ansichten, Wünsche, Ideen und Befindlichkeiten – hat meine Mitgliedschaft in einer Einkaufsgemeinschaft mehr Vor- als Nachteile. Wichtig ist für mich, mich gut und vor allem rechtzeitig abzugrenzen. Daran arbeite ich generell seit mehreren Jahren, weil ich das so schlecht kann. Ich fühl mich immer gleich für alles zuständig und möchte alles richtig und perfekt machen. Damit übernehm ich mich oft und komm hinten nach erst drauf, dass ich das ja gar nicht alles schaffe. Das ist aber mein Problem und nicht das der Gruppe. Und die FoodCoop ist für mich diesbezüglich eine wunderbare Möglichkeit, daran weiter zu arbeiten. Einziger Nachteil ist der Standort unseres neuen Lagers, das sich nun eine halbe Stunde mit den Öffis entfernt befindet. Mit dem Radel bin ich etwas schneller, aber wenn´s schneit, regnet oder gar kalt ist, bevorzuge ich doch eher die Straßenbahn. Aber wie auch immer. Nun zu den schönen Dingen, die eine FoodCoop für mich mit sich bringt.

  1. Lebensmittel direkt von den ProduzentInnen
  2. Vielfalt bei Obst und Gemüse
  3. regionales Gemüse auch im Winter
  4. neues Gemüse und Obst, das ich sonst nirgends bekomme
  5. neue Kontakte für mein Netzwerk/Freundschaften

Vielfalt bei den Lebensmitteln

Dieser Punkt bringt für mich aktuell den größten Vorteil. Ich habe mal in mein Bestellbuch geschaut und zusammengefasst, was heuer alles in meinem „Einkaufskörberl“ gelandet ist.

Vielfalt bei Gemüse

  • Pak Choi

    Bio-Gemüsekistl von Biogemüse Hopf

  • Tattsoi
  • Mizuna
  • Asia Babyleaf-Salat
  • Fenchel
  • Rote Rüben (Rot Beete)
  • Weiß- und Rotkraut
  • div. Salate
  • Karotten (orange & violett)
  • div. Kartoffelsorten
  • Tomaten
  • Spinat
  • Pilze
  • Vogerlsalat
  • Spargel
  • Salatspagel
  • Paprika
  • Bärlauch (von einem Mitglied gepflückt und zur Verfügung gestellt)
  • Kohlrabi
  • Karfiol
  • Brokkoli
  • Jungzwiebel, Zwiebel und Knoblauch
  • div. Kürbisse
  • Süßkartoffeln (gibt´s hoffentlich bald 😀 )

Vielfalt bei Obst

  • Vielfalt bei Obst und Beeren bei der FoodCoopÄpfel
  • Birnen
  • Heidelbeeren
  • Pfirsiche
  • Stachelbeeren
  • Japanische Weinbeeren
  • Kirschen
  • Marillen
  • Kriecherl
  • Mini-Kiwis (die gab es letztes Jahr, heuer leider nicht)

Und das gibt´s noch

Obst und Gemüse sind jene Produkte, die die meisten über eine Food Cooperation beziehen. Aber das sind bei weitem nicht alle Lebensmittel, die ich dort bekomme. Bei der Food X erhalte ich auch Säfte, Brände, Kakaoprodukte, Olivenprodukte, Cashews, getrocknete Mangos, Tees, Gewürze, Milchprodukte, Fleisch, Nüsse, Mehl, Getreide, Kräuter, Kaffee, Nudeln, Fisch, Damwild, Marmeladen, Pestos, Chutneys, Sirupe, Tofu und noch viel mehr.

Fazit

Für mich zahlt sich die Mitgliedschaft einer FoodCooperation damit voll aus. Noch nie hatten wir so viel verschiedenes Gemüse und Obst daheim. Und alles schmeckt so unglaublich gut. Mit meiner Mitgliedschaft bei der FoodCoop setze ich auch ein – nein gleich mehrere – Zeichen. Nämlich gegen Massentierhaltung, gegen die konventionelle Landwirtschaft und gegen den Preisdruck, den Supermarktketten auf ihre Lieferanten ausüben – und somit Ausbeutung. Ich unterstütze damit die Vielfalt und die kleinstrukturierte, regionale Landwirtschaft. Und das ist mir der Zeitaufwand allemal wert!

Wenn du Interesse an der Mitgliedschaft bei einer Food Cooperation hast, dann schau mal auf foodcoops.at vorbei oder bei Food X – hier bin ich Mitglied.

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