Rückblick September [Konsumbuch]

Nach einem heißen Sommer, hatte es der September ganz schön in sich. Kein Altweibersommer sondern Kälte und Regen waren angesagt. Stellt sich nun die Frage, ob sich das Wetter in meinen Konsumhandlungen widergespiegelt hat. Sagen wir mal so: in diesem Monat war ich ziemlich unnachhaltig. Du willst wissen warum? Dann bleiben dir die nächsten Zeilen nicht erspart 😉

Insgesamt gab es 31 Konsumhandlungen. Davon 18 Lebensmitteleinkäufe. Bleiben also 13 andere. 

Davon waren: 

  • 4 Mal Socialising (1 nachhaltig, 3 nicht nachhaltig
  • Büroessen (nicht nachhaltig)
  • 8 Sonstige Handlungen (2 nachhaltig, 6 nicht nachhaltig)

Von den Lebensmitteleinkäufen waren 12 nachhaltig, 6 waren es nicht. Die Großeinkäufe habe ich im September leider nicht im Bio-Supermarkt getätigt, weil ich nicht in der Nähe war. 

Die 8 Sonstigen Handlungen gliedern sich in:

  • eine Bahnfahrt 
  • ein neuer Motorradhelm
  • einmal Abendessen mit Herrn von Anders
  • ein Parfum
  • ein Kinobesuch inkl. Socialising
  • Müsliriegel und ein Bier beim Josefstädter Straßenfest
  • das unnachhaltigste und ungesündeste Mittagessen, das es gibt
  • ein Plunder auf der Zugfahrt
  • ein Holzkamm für Reisen bzw. unsere Aufenthalte bei unseren Eltern in der Steiermark

Das Josefstädter Straßenfest im September

Meine liebe Tourpartnerin Elisabeth von ein.fach hat mir angeboten, auf ihrem Stand Flyer zu verteilen. Deshalb bin ich am späteren Nachmittag zu ihr gestoßen. Da leider kein Platz war für mein Flohspiel, versuchte ich es mit Flyern, um meine Touren an den Mann und die Frau zu bringen. Ich stellte fest, dass ich Flyern hasse. Genau so sehr, wie das Anwerben von Personen für Spendenorganisationen. Das habe ich mit 18 Jahren für 2 Tage durchgehalten. Weil es so schlimm war, wollte ich mir mit einem Bier etwas Mut antrinken. Das hat natürlich nicht geklappt. Trotzdem war es total nett mit Elisabeth eine Zeit lang gemeinsam am Stand zu stehen und zu plaudern. 

Ich habe in der kurzen Zeit auch festgestellt, dass Straßenfeste eine tolle Werbemöglichkeit für meine Touren sein könnten. Deshalb ist der Plan, mir kommendes Jahr 3 anstrengende und wenig ergiebige Messetermine zu ersparen und dafür auf möglichst vielen Straßenfesten einen Standplatz zu ergattern.

Meine vermutlich unnachhaltigste Handlung dieses Jahr…

… war ein Besuch in der Fastfood-Bude mit dem großen, gelben M. Vor 3 Jahren war ich im Rahmen unseres Urlaubs in Italien das letzte Mal dort, um was zu essen. Jetzt im September wieder. Und das aus reiner Bequemlichkeit. Wir hatten um 13:00 einen Termin. Daheim kochen und essen wär sich nicht ausgegangen. Deshalb entschieden wir, vor dem Termin etwas zu essen. Und die Burgerbude war gleich neben dem Gebäude, wo wir hin mussten. Wir hatten nur eine Stunde Zeit und waren ortsunkundig. Und auch zu faul, um zu schauen, ob es eine Alternative gibt. 

Irgendwie bin ich aber auch dankbar dafür, dass ich dort war. Ich habe somit gesehen, welche Entwicklung in diesem Bereich eingeschlagen wird. Ich war mit dem Bestellungsterminal leicht überfordert und war es nicht gewohnt, danach zu warten, bis meine Nummer aufgerufen wurde. Da wir gerade zur Mittagszeit dort waren, war ich auch baff von der Bestellmenge innerhalb von 50 Minuten. In der Zeit gingen 64 Bestellungen ein. Und wir waren in einer recht kleinen Burgerbude. Nicht auszumalen, welche Umsätze die größeren Filialen machen. Was mich aber, wie früher auch schon, fasziniert hat, war das Publikum. Daran hat sich in all der Zeit nichts verändert. ArbeiterInnen, Büromenschen, PensionistInnen, Jugendliche, Kinder. ÖsterreicherInnen, Menschen mit Migrationshintergrund, Durchreisende. Alle sitzen friedlich hier nebeneinander und stopfen sich das ungesunde Essen des Konzerns rein. „Essen verbindet“ ist hier wohl wirklich zutreffend. Auch wenn´s mit diesem Hintergrund weh tut…

Was musste im September sein, und was nicht?

Sein musste der Motorradhelm. Mein jetziger fällt schon bald auseinander. Ich hab ihn aus zweiter Hand und bereits mehrere Jahre in Verwendung. Kommendes Jahr ist wieder ein Motorradurlaub auf Sardinien geplant. Deshalb habe ich mich entschieden, mir nun einen neuen zuzulegen. Leider gibt es keine aus nachhaltiger Produktion und wie bei Fahrradhelmen stehen Sicherheit und ein guter Sitz im Vordergrund. 

Sein musste auch irgendwie wieder einmal ein Kionbesuch. Ich gehe im Jahr vielleicht drei bis viermal ins Kino. Und dieses Mal wollte ich mich bei der Bullyparade wieder einmal so richtig wegkeksen. Ich wollte Tränen lachen, weil ich das damals beim Schuh des Manitu auch tat. Deshalb verband ich den Kinobesuch gleich mit einem Socialising mit meiner lieben Freundin B. Gelacht haben wir zwar nicht sooo viel, wie erwartet, aber es war trotzdem ein total netter und lustiger Abend.

Parfum Konsum September

Das „Nadelwald“-Duft Parfum von anno dazumal

Nicht sein musste das Parfum. Mir ging dieses Monat mein selbst gemachtes Cremedeo aus, weshalb ich zwei Tage ohne Deo, dafür  mit Parfum unterwegs war. Schon länger liebäugle ich damit, Parfum einfach weg zu lassen. Denn das ist eine Erfindung, die mensch nicht unbedingt braucht. Wir täuschen damit unsere eigenen Nasen und die von anderen. Trotzdem ist ein guter Duft vermutlich für die Psyche wertvoll, da mensch sicher sein kann, dass ein gutes Parfum auch an stressigen Tagen bis zum Abend anhält. Ich schätze, dass ich mich genau aus diesem Grund noch nicht getraut habe, das Projekt „Parfumfrei durch den Tag“ anzugehen.

Gescheitert bin ich vor ca. zwei Jahren schon einmal, als ich ein nachhaltiges Parfum ausprobierte. Ich roch nach Nadelwald und mir wurde fast ein bisschen übel von dem Duft. 

Tja, und im Monat September gibt es gar keine Kaufempfehlung von mir, da ich wenig konsumiert habe. Und wenn, dann aus nicht nachhaltiger Bezugsquelle. Das ändert sich bestimmt im Oktober, denn ich werde einen Tag auf der WearFair & mehr-Messe in Linz verbringen. Ein Pullover steht auf der Einkaufsliste, damit ich endlich meine löchrigen und in die Jahre gekommenen Pullover austauschen kann. Und ich habe nicht vor, viel mehr dort zu kaufen. Aber schauen wir mal, ob ich mich auch daran halten werde…

 

 

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