ich mach es anders

Rückblick August [Konsumbuch 2017]

Und schon wieder ist es Zeit, den Konsum im August zu evaluieren und damit auch den Sommer. Der August war heiß und das sehr lange. Die Hitze hat mir ordentlich zugesetzt und erst am Abend – wir hatten in Wien nicht selten um 21:00 oder 22:00 noch weit über 25 Grad – entspannte sich mein Körper. Vielleicht ist das auch der Grund für einen exorbitanten Anstieg meiner „Socialisings“. Aber jetzt zu meinem Konsum im August im Allgemeinen.

Großeinkäufe werden nun beim Denns Bio-Supermarkt erledigt

Ich habe insgesamt 46 Konsumhandlungen getätigt, wovon 23 der Lebensmittelbeschaffung (die Nachhaltigkeit gewinnt diesmal eindeutig mit 19:4) zuzuschreiben sind. Da der Coworking Space Cocoquadrat neben einem Denns Bio-Supermarkt liegt und wir mit unserem erhöhten Konsum von Nüssen, Flocken, Samen, Milchersatz etc. nun (leider) wieder öfter im Supermarkt einkaufen müssen, bin ich froh, dass ich meinen Besuch im Coworking Space mit einem Einkauf bei Denns verbinden kann. Somit meide ich die konventionellen Konzerne so gut ich kann. Auch Großeinkäufe fallen nun nicht mehr bei Spar, Billa & Co. an, sondern werden bei primär bei Denns erledigt. Von 4 dokumentieren Großeinkäufen wurden 3 in nachhaltigen Geschäften erledigt. Einmal waren wir bei Merkur einkaufen und irgenwie bin ich dankbar dafür. Denn dort habe ich gesehen, in welche Richtung sich der Lebensmittelhandel offenbar entwickelt. Ich war geschockt. Selbstbedienungskassen und Roboter, die mir sagen, wo ich welches Produkt finde, sind nicht meine Welt. Diese Entwicklung bestärkt mich darin, weiterhin den Greißler ums Eck zu fördern. So, nun weg vom Schock, hin zu meinen weiteren Konsumhandlungen im August. Es bleiben noch23 andere. Diese gliedern sich wie folgt:

  1. 6 Mal Büroessen/Jause
  2. 5 Mal Socialising
  3. 13 Sonstige

Das Socialising war im Vergleich zum Juli (2) wesentlich mehr. Hierbei verlor die Nachhaltigkeit mit 2:3 (so wie fast immer…). Auch das Büroessen stieg an, da ich nun öfter im Coworking Space Cocoquadrat gearbeitet habe. Kleine Snacks für Zwischendurch wie Obst habe ich mir mitgenommen, aber ein Mittagessen oder auch Kaffee und Kuchen habe ich mir an diesen arbeitsintensiven Tagen gegönnt. Da es im Cocoquadrat sehr viele Bio-Produkte gibt, ist es eine nachhaltige Quelle, weshalb hier die Nachhaltigkeit mit 4:2 siegt.

Sonstige Konsumhandlungen im August – von Eis über Akkus und Glastiegel

Unter Sonstiges fallen u.a.:

  1. ein Eis
  2. Putzmittel von der füllbar
  3. ein Fahrradschloss
  4. ein Ladegerät und passende Akkus dazu
  5. Müllsäcke
  6. Glastiegel für selbst gemachte Kosmetik
  7. unser Ausflug nach Laxenburg inkl. Eintritt, Floßüberfahrt, einen Saft und einem Mittagessen
  8. einmal Abendessen mit Herrn von Anders
  9. ein Sommerhaarschnitt bei minusplus (Titelfoto :D) 

Hierbei gewinnt die Nachhaltigkeit mit 7:4. Den Eintritt ins Schloss Laxenburg und die Floßüberfahrt zur Marianneninsel fallen für mich persönlich in die Kategorie „neutral“. Diese Kategorie ziehe ich ja gelegentlich ein, wenn ich mir unsicher bin, ob bzw. wie nachhaltig die Handlung ist. Das Fahrradschloss rundet nun mein Projekt Drahtesel in der Stadt ab und wurde aus nachhaltiger Quelle angeschafft.. Es ist nun alles angeschafft und es sind keine weiteren Ausgaben geplant.

Wiederaufladebare Baterien (Akkus) anstelle von Batterien

Da die Säure der Batterien unserer Fernbedienung ausliefen, waren wir bei einem der großen Elektrohändler, da Herr von Anders noch etwas anderes dort besorgen wollte. Nur durch Zufall landeten wir in der Abteilung der Akkus und den dazu passenden Ladegeräten. Nach einigen Überlegungen (um nicht Diskussion zu sagen) mit Herrn von Anders, setzte ich mich durch und wir entschieden uns für zwei Akkus inkl. Ladegerät. Bei nochmaligem Durchschauen des Geschäfts, weil wir etwas anderes suchten, entdeckten wir einige Meter weiter und sehr zentral positioniert ein riesen Regal nur mit Batterien von, wenn ich mich richtig erinnere, 2 sehr bekannten Firmen. Unser Fazit: es wird gar nicht gewünscht, dass die KundInnen schnell die Abteilung mit den wiederaufladbaren Batterien finden. Eh klar, damit ist weniger Geld zu machen. Aber damit wird die Umwelt massiv geschont. Und diese Manipulation der KundInnen und Arbeit gegen den Umweltschutz macht mich sowas von grantig…

Facts zu Batterien und warum Akkus so viel besser sind, wenn mensch schon welche braucht

Dass Batterien eine ökologische Katastrophe sind, brauche ich hier, denke ich, nicht weiter auszuführen. Dennoch sind sie, vorausgesetzt mensch besitzt die Geräte dafür, heutzutage leider notwendig. Wecker, Küchenwaagen, Taschenlampen oder Fernbedienungen funktionieren mit Batterien. Eine Batterie benötigt bei ihrer Herstellung das 40 bis 500-fache an Energie, als sie dann bei der Nutzung abgibt. Also ist sie total uneffizient. Ein Akku erhöht die Effizienz einer Batterie, da er mehrfach wieder aufgeladen werden kann und somit jedes Mal eine Batterie ersetzt. Ich wollte für diese Zeilen ein paar Fakten zusammensuchen und bin auf die Seite des Umweltbundesamtes Deutschland gestoßen. Jetzt denk ich mir gerade, ich hätte die darin enthaltenen Informationen vor unserem Akkukauf lesen sollen. Ich möchte und kann nicht alle Fakten in diesem Beitrag wiedergeben, aber hier die wichtigsten Fakten:

  • Meide wo nur möglich Batterien und nutze den Strom direkt aus der Dose.
  • Wenn du Batterien benötigst ziehe Akkus vor.
  • Wähle für dein Gerät den richtigen Akku (Details siehe Beitrag).
  • Entsorge Batterien und Akkus niemals im Hausmüll sondern sammle sie und bringe sie zur vorgesehenen Sammelstelle. Viele Geschäfte bieten auch im Einpackbereich eine Batteriesammlung an und übernehmen die Entsorgung.

Und eins haben wir uns im August noch geleistet

Boris genießt sein Schläfchen bereits auf der im August gekauften Kuscheldecke.…nämlich eine GOTS-zertifizierte Baumwolldecke (also eigentlich zwei) für unsere Couch, weil wir eine Couch in L-Form haben. Diese Anschaffung wird nicht im Konsumbuch erfasst, weil sie mit Herrn von Anders gemeinsam getroffen wurden – ähnlich wie die Akkus – aber weil sie für den Wohnbereich angeschafft wurde und auch etwas teurer war, fällt sie aus dem Konsumbuch raus. Da wir die Decke(n) aber so heiß lieben und ich euch zeigen möchte, wie hübsch nachhaltig produzierte Decken sein können, möchte ich euch diesen Tipp nicht vorenthalten. Unsere petrol-weiße Kuscheldecke ist GOTS-zertifiziert. Das bedeutet, sie ist aus Bio-Baumwolle und wurde mit ungiftigen Farben gefärbt. Mensch muss sie vor der ersten Verwendung theoretisch gar nicht waschen, weil sie eben keine giftigen Chemikalien enthält. Das merkt mensch auch sofort am Geruch beim Auspacken. Er beißt nicht in der Nase. Und nicht nur wir lieben sie, auch Boris & Ruaßerl kuscheln bereits mit ihr 😀

 

Fazit August

Tja, was ist nun das Fazit im August? Ein bisschen ist alles so wie immer. Die Anzahl der Konsumhandlungen scheren auch im August nicht aus. Socialising und Büroessen waren etwas mehr. Aber sonst ist nichts aufregendes passiert. Oder doch? Ja stimmt, die Nachhaltigkeit gewinnt mit insgesamt 31:13 😀

                  

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  • Akkus verwende ich schon seit es sie gibt, es gibt nur ganz selten Fälle wo sie leider nicht funktionieren, hat etwas mit der Spannung zu tun. Gesammelt und am Mistplatz entsorgt werden sie auch schon seit ich in Wien wohne, habe mich sehr gefreut das die 48er seit einigen Jahren eine kleine Batteriensammelbox anstelle der Sackerl zur Verfügung stellen 😀

    • Hi!

      Ich kenne Akkus eigentlich aus meiner Kindheit, weil wir immer Akkus hatten. Irgendwie bin ich davon aber abgekommen. Ich vermute, weil ich sie nur für meine 2 Fernbedienungen (Fernseher & Radio) gebraucht habe und diese immer eine gefühlte Ewigkeit gehalten haben. Nun war es aber an der Zeit umzusteigen. Weißt du zufällig, ob auch diese Knopfbatterien als Akku zu haben sind? Meine Feinküchenwaage hat die nämlich. Sonst fallen mir keine Dinge ein, die Batterien benötigen (ausgenommen von Digitalkamera, Laptop und Smartphone, die mit Akkus funktionieren. Herr von Anders hat, glaub ich, noch eine Taschenlampe, aber da darf er selbst entscheiden, was er dafür verwendet.

      LG Sabrina

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