Rückblick Juni – der Sommer ist da! [Konsumbuch 2017]

Ja, der Sommer ist mit dem Juni im Lande eingezogen. Und das spürt mein Konsumbuch auch deutlich.  Insgesamt habe ich 40 Konsumhandlungen getätigt. Davon 5 Mal Socialising, 22 Lebensmitteleinkäufe, 2 Mal Büroessen, 11 diverse Konsumhandlungen.

Die Sonstigen setzen sich wie folgt zusammen:

  1. Putzerei
  2.  ein Eis & Mineral im Rahmen eines Motorradausflugs
  3. ein Fahrradhelm & Reparatur
  4. Bio-Spritzmittel für unsere Balkonpflanzen
  5. Katzenhaar-Abroll-Dinger
  6. ein Workshop zum Thema veganer Ernährung
  7. Drogeriewaren in Wiens erster plastikfreier Drogerie Sonnengrün
  8. 4 Mal Essengehen mit Herrn von Anders

Von den 22 Lebensmitteleinkäufen waren 16 nachhaltig. Bei 5 Mal socialisen war ich zwei Mal in einem nachhaltig geführten Restaurant (der Tel Aviv Beacht wird zwar von Neni´s geführt, verarscht aber die Gäste bei den Getränkepreisen in meinen Augen gewaltig – deshalb verliert er für mich seinen Nachhatigkeitsbonus vom Essen und fällt in die Kategorie „konventionell“). Beim Büroessen steht es 1:1 und bei den sonstigen Handlungen verliert die Nachhaltigkeit mit 5:6.

Socialising-Hoch im Sommer

Das Wetter lädt ein, um draußen zu sitzen und einen Sommerspritzer zu trinken oder etwas Essen zu gehen, weil mensch zum Kochen bei über 30 Grad im Schatten keine Lust hat. Ich hasse zwar die totale Hitze in Wien – wenn die Luft steht und Bäche von Schweiß an mir runter laufen, obwohl ich mich nicht bewege. ABER am Abend hat´s schon etwas, wenn ich bis MItternacht und darüber hinaus im ärmellosten Shirt durch die Gegend spazieren kann. Das ist fast wie Urlaub 😀 Es hat, wie immer, alles seine Vor- und Nachteile.

Tipp des Monats

Schon viel darüber in fb-Gruppen gelesen, im Juni endlich hin geschafft: zur ersten plastikfreien Drogerie Sonnengrün. Elisabeth Sonnleithner hat ihr Geschäft erst heuer eröffnet und ist vor allem in der Zero Waste Szene sehr beliebt, da sie nur Produkte in ihr Sortiment nimmt, die nicht in Plastik verpackt sind. Ein Deohersteller ist sogar wegen ihr von Plastik- auf Glasgebinde umgestiegen 😀

Was war unbedingt notwendig und was hätte nicht sein müssen?

Dieses Monat ist in meinen Augen kaum etwas dabei, was nicht hätte sein müssen. Ja, einige Produkte von Sonnengrün hätten nicht ganz sein müssen, aber ich wollt sie unbedingt testen. Da war z. B. diese Küchenrolle aus Bambusviskose. Oder biologisch abbaubare Gefrierbeutel. Wir haben eine Packung konventionelle Gefrierbeutel (das waren die ersten, die ich in den letzten 3 Jahren vor einer kleinen Ewigkeit gekauft habe) und ich hab sie mit großem Widerwillen damals mitgenommen. Die biologisch abbaubaren möchte ich nun unbedingt testen. Wir frieren kaum im Beutel ein, aber ab und zu sind sie doch praktisch. Z. B. für Pizzateig, den ich dann einfach flach drücke, damit er nicht so viel Höhe weg nimmt. Dann hab ich noch biologisch abbaubare Gackerl-Sackerl mitgenommen und einer Freundin zum Testen geschenkt. Ich wurde nämlich schon einige Male danach gefragt, ob es solche gibt und wusste es bis zu meinem Besuch bei Sonnengrün nicht.

Dann ging noch Zahnseide aus echter Seide und Bienenwachs-Überzug mit. Im Gläschen. Die Nachfüllung ist in Papier abgepackt. Das war das einzige Produkt, das ich wirklich gebraucht habe. Die Inhaberin Elisabeth hat jedes ihrer Produkte selbst getestet 😀

Das Radl

Ich bin jetzt wieder mit dem Fahrrad in die Arbeit unterwegs. Nach 2 Jahren Pause trau ich mich wieder. Dazu wird es einen eigenen Blogbeitrag in Kürze geben. Weil´s nicht ganz ungefährlich ist, musste ein neuer, gescheiter Helm her. Mein Alter ist ein No-Name-10 Euro-Produkt und irgendwie hatte ich immer ein ungutes Gefühl damit. Herr von Anders brachte kürzlich sein altes Puch-Rad zur Radstation zur Reparatur und ich ging gleich mit, um mir einen Helm zu kaufen. Sein Radl wird jetzt dann mein Radl, weil ich ein Mountainbike habe und er ein Citybike mit Gepäckträger. Und ich wollte immer schon ein Rad mit Gepäckträger und Korb für die Einkäufe. Weil einiges beim Fahrrad repariert werden muss und es mit Korb, neuem Licht etc. aufgerüstet wird, war das die größte Investition in diesem Monat. Vorausgesetzt, das Rad wird nicht gefladert, hält es aber die kommenden 5 Jahre, bevor es wieder zum Service muss. Es war damit auch die größte nachhaltige Investition.

Workshop vegane Ernährung

Dieser ist mir quasi „zugeflogen“ – über die sozialen Medien (die sind also für Werbung nicht zu unterschätzen) – und da ich mich gerade stärker für vegane Ernährung interessiere, hab ich mich dafür angemeldet. Er kostete EUR 30,- und war wirklich gut investiert. Jetzt hab ich die Basic-Infos, um in das Thema tiefer einzutauchen, durfte vieles Verkosten und ein Handout hilft mir dabei, nichts zu vergessen 😉

Fazit Konsum Juni

Im Juni habe ich mich dem Thema vegane Ernährung, sagen wir einmal intensiv, gewidmet. Intensiv insofern, als dass ich Unmengen an Körndeln, Nüssen und weiteren Lebensmitteln gekauft habe, die wir ausprobieren möchten. Dann geht ganz klar hervor, dass im Juni der Sommer ins Land einzog. Wien hat bereits eine zweiwöchige Hitzewelle hinter sich. Da kocht niemand gern und mensch gönnt sich nach einem hitzigen Tag gerne am Abend einen Sommerspritzer oder eine gute Kräuterlimo mit einem leichten Sommersalat o.ä.. Mit dem Verhältnis nachhaltige Quelle:konventionelle Quelle bin ich auch im Juni sehr zufrieden. Von 22 Lebensmitteleinkäufen waren 16 nachhaltig, von 5 Mal Socialising 2, beim Büroessen steht´s fifty-fifty und beim Sonstigen haben die nachhaltigen Quellen einen leichten Rückstand von 5:6.

Eigentlich wäre es nun Zeit für ein Halbjahresfazit. Da ich bei meinen Zusammenfassungen jedoch gerade festgestellt habe, dass sich meine Aufzeichnungen stark unterscheiden und ich offenbar doch den einen oder anderen Zahlendreher drin hab, verzichte ich bis auf Weiteres darauf. Ich habe auch gemerkt, dass ich nun schön langsam etwas nachlässig werde, was das Eintragen ins Konsumbuch angeht. Früher habe ich immer gleich alles eingetragen. Jetzt sammle ich, so gut es geht, alle Kassenzettel und arbeite mehrere auf einmal ab. Das wird dann schwierig, wenn ich keine Rechnung erhalte (das ist primär beim Socialising der Fall) und gegebenenfalls vergesse, es gleich irgendwo aufzuschreiben. Aber ich denke, bislang sind mir noch keine großen Schnitzer passiert. Und falls doch: who cares? 😉

It´s easy being green – Just do it!

 

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