Selfiesession mit Göttin des Glücks

Ich mag ja eigentlich keine Selfies. Heute aber gab es Anlass dazu. Ich trage nämlich mein allererstes fair produziertes T-Shirt von Göttin des Glücks, das ich mir 2009 gekauft habe. Und das ist einen Selfie wert. Warum?

Weil es eben bereits 8 Jahre auf dem „Buckel“ hat. Ich gebe zu, ich hab es seeehr selten an. Weil es, denke ich, für mich ein ganz besonderes Stück ist. Deshalb hat es auch eine Ausnahmeregelung bei meiner 1-Jahresregel bei Kleidung, die wie folgt lautet: alles, was ich ein Jahr lang nicht getragen habe, kommt weg. Entweder versuche ich es, über einen Second Hand Laden zu verkaufen, verschenke es oder, wenn´s hin ist, kommt das eine oder andere Kleidungsstück auch mal in den Mist.

In meiner Zeit bei FAIRTRADE Österreich habe ich Göttin des Glücks kennen gelernt. Im Rahmen eines Lagershoppings habe ich dieses hochwertig verarbeitete Shirt entdeckt und mich darin verliebt. Ich weiß noch ganz genau, dass ich im ersten Moment vor dem Preis zurück geschreckt bin. Ich weiß nicht mehr, wie hoch er war, aber weit über dem, was ich „gewohnt“ war. Nach reiflicher Überlegung und kaufmotiviert durch ein paar Prozente, entschloss ich mich dann aber doch, es zu kaufen. Ich hab es bis heute. Und nicht bereut. Göttin des Glücks war mein Einstieg ins Thema faire Mode. Von dem Moment an, als ich das Shirt gekauft habe, habe ich immer mehr darüber nachgedacht, warum es gut ist, nur Fair Fashion zu kaufen.

Und heute?

Heute kaufe ich ausschließlich fair produzierte Kleidung. Und wesentlich weniger als früher. Weil ich festgestellt habe, dass ich nicht so viel Kleidung benötige, wie es uns die Werbung vermittelt. Ich behaupte, dass ich mittlerweile Fast-Fashion-resistent bin. Ich kann ohne Probleme als Beraterin meines Freundes oder einer Freundin in ein Geschäft mitgehen, das keine fair produzierte Bekleidung verkauft. Früher habe ich ab und an noch ein Kleidungsstück probiert, aber nur in seltenen Fällen gekauft. Ich musste aber dennoch extrem gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen. Den habe ich nun besiegt. Denn jetzt schau ich nicht einmal mehr, was in diesen Geschäften alles so herum hängt. Vielmehr überfordert mich dieses Überangebot an Kleidung. Und jedes Mal denk ich mir, wie das denn alles verkauft wird bzw. wer das alles kauft. Und was mit den Stücken passiert, die nicht verkauft werden können. Natürlich denke ich auch über die schlechten Arbeitsbedingungen der Näherinnen nach. Jedes Mal, wenn ich so ein Geschäft betrete.

Und hier nun zwei Selfies von meiner Session, mit denen ich ganz zufrieden bin. Ganz ohne Duck-Face und wie diese Selfie-Gesichter alle heißen. Ich komm mir beim Machen eines Selfies immer so blöd vor, weshalb ich dazu tendiere, vor dem Spiegel etwas herumzublödeln. So wie heute Früh 😉

Göttin des Glücks (GDG)

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Igor und Lisa (© Patricia Weißkirchner)

Das Modelabel Göttin des Glücks gibt es seit 2007. Gestartet als Spaßprojekt von den ursprünglich 4 GründerInnen, wurde es zu einem richtigen Business. Heute führen es Lisa und Igor erfolgreich weiter. GDG verarbeitet ausschließlich Biobaumwolle zertifiziert nach den Kriterien von FAIRTRADE und GOTS, womit ökologische als auch soziale Kriterien entlang der gesamten Produktionskette – vom Anbau über die Verarbeitung und Färbung bis hin zum Transport – eingehalten werden. Diese Gütesiegel-Kombi ist aktuell die beste in der Bekleidungsindustrie. Mittlerweile hat GDG mit ihrem Crowdfunding-Projekt, über das ich im Jahr 2014 berichtet habe, eine Leinenkollektion entwickelt und erfolgreich auf den Markt gebracht. Kleidung von Göttin des Glücks gibt es im Onlineshop, in den eigenen Geschäften, in den Weltäden und in ausgewählten Boutiquen.

Eigene Shops von Göttin des Glücks

Kirchengasse 17, 1070 Wien
Schreinergasse 4, 3100 St. Pölten
Hofgasse 3, 8010 Graz
Anichstraße 7, 6020 Innsbruck
Herrenstraße 2, 4020 Linz

Kannst du dich noch an dein erstes, fair produziertes Kleidungsstück erinner, das du gekauft hast? Second Hand gilt auch 😉

It´s easy being green – Just do it!

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