ich mach es anders

Selbst „gebautes“ Geschirrspülmittel

Uni Sapon Sortiment

Ich möchte möglichst nachhaltig mein Geschirr abwaschen und habe mich deshalb auf die Suche nach einer möglichst nachhaltigen Möglichkeit für unseren Geschirrspüler gemacht. Herkömmliches Geschirrspülmittel enthält meist Stoffe, die ich der Umwelt nicht zumuten möchte. Unter anderen wären da:

  • Bleichmittel wie Perkarbonate entfärben (bleichen) Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in Tee enthalten sind. Je besser sie sind, um so eher können sie auch hartnäckigen Schmutz wie Teereste in Tassen entfernen.
  • Enzyme sind schmutzlösende Eiweißkörper. Proteasen zersetzen Eiweiß, Amylasen bauen Stärke ab.Phosphate belasten unsere Gewässer, sind aber gegen Kalkbeläge wichtig. Sie halten auch den einmal vom Geschirr abgelösten Schmutz im Wasser, damit er sich nicht wieder auf anderen Teilen absetzen kann. Weniger effektiv sind Zitrate (Salz der Zitronensäure) und Polykarboxylate (Enthärter auf Erdölbasis).
  • Spülkraftverstärker, auch Niedrigtemperaturaktivatoren genannt, aktivieren die Bleichmittel, damit sie schon bei niedrigen Temperaturen wirken. Als Katalysatoren kommen etwa Manganverbindungen und TAED (Tetraacetylethylendiamin) zum Einsatz. TAED ist bekannt aus der Waschmittelwerbung (Omo).
  • Tenside lösen Fettschmutz, vermindern aber auch die Oberflächenspannung des Wassers. Das ist wichtig für das Klarspülen. Dadurch läuft das Wasser am Geschirr wie ein dünner, gleichmäßiger Film ab, ohne dass Kalkflecken zurückbleiben. Tenside begünstigen auch das Trocknen. (Quelle: Stiftung Warentest)

Nachhaltige Alternativen

Ich verwendete ziemlich lange die Öko-Geschirrspültabs von einer bekannten Firma. Bis ich mir in den Kopf setzte, das Dosieren von Geschirrspülmittel in die eigene Hand nehmen zu wollen. Ein Tab ist meist zu viel für wenig verdrecktes Geschirr. Also kam der Test mit dem Geschirrspülmittelpulver von Klar. Und wir sind damit ziemlich eingefahren. Denn verwöhnt von streifen- und schlierenfreiem Besteck und Geschirr, stellten wir fest, dass das Klar-Pulver Schlieren hinterlässt und es auch nicht immer schaffte, den Dreck weg zu waschen. Also ging die Suche weiter.

Selbstgemachtes Geschirrspülmittel mit Uni Sapon

Schlussendlich bin ich auf die selbst gebauten Geschirrspül-„Tabs“ im Baukastensystem von Uni Sapon gestoßen und war von der Idee begeistert. Sie setzen sich zusammen aus: Allzweckreiniger und Sauerstoffbleiche. Zusätzlich habe ich einen Klarspüler mit Kalklöser, Allzweckreiniger und Schnaps zusammen gemischt. Wenn mensch den Klarspüler nicht verwendet, ist es sinnvoll, noch zwei Esslöffel Kalklöser direkt in die Maschine zu streuen.

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Uni Sapon Geschirrspültabs im Test – eine kleine Odyssee

Unser Geschirrspüler ist 3 Jahre alt und von einem namhaften Hersteller. Denn uns waren energiesparende Geräte mit einer langen Haltbarkeit beim Bezug unserer neuen Wohnung wichtig. Das Gerät kann also kaum dafür verantwortlich sein, dass wir eine kleine Odyssee hingelegt haben.

Experiment Mengenangabe

Ich begann mit der Mengenangabe von Uni Sapon für den ersten Waschgang: 6 ml Allzweckreiniger und ein gehäufter Esslöffel Sauerstoffbleiche ins Tabfach. Wir waschen immer mit dem Eco-Programm. Das Ergebnis: Schlieren auf dem Besteck. Nun begann die Ursachenforschung. Im Buch Konsumtrottel hab ich gelesen, dass Schlieren bleiben, wenn zu viel Waschmittel verwendet wird. Also habe ich die Menge reduziert: 4 ml Allzweckreiniger und ein gestrichener Esslöffel Sauerstoffbleiche. Das Ergebnis: besser, aber nicht perfekt. Motiviert wie wir sind, polierten wir das Besteck einfach beim Ausräumen des Geschirrspülers nach. Aber das ist nicht für alle ein Kompromiss.

Ich habe diesbzgl. mit Heidi von der Füllbar telefoniert, denn sie ist sehr bemüht, dass ihre KundInnen zufrieden sind. Sie meinte, dass wir unseren Geschirrspüler grundreinigen sollten, da oftmals Kalkablagerungen in Sieb und Sprüharmen eine Ursache für Schlieren am Besteck sind. Gesagt, getan. Das Ergebnis: gleich wie vorher.

Experiment Waschprogramm vom Geschirrspüler

Nun begannen wir, mit den Programmen zu experimentieren. Statt dem gewohnten Eco-Programm starteten wir das Automatik-Programm, das je nach Verschmutzungsgrad mit 45 Grad bis 60 Grad wäscht. Und siehe da, das Ergebnis war besser. Aber noch immer nicht so, wie wir es gewohnt waren. Ein weiteres Problemchen haben wir noch: wenn z. B. Reis übergeht und das Wasser mit Reisschleim am Deckel pickt, schafft es der Geschirrspüler nun auch nicht mehr, den Dreck weg zu spülen. Ein Nachspülen ist notwendig und darauf hab ich ehrlich gesagt überhaupt keine Lust. Groben Schmutz entfernen wir ohnehin vorher, aber Spuren von Reis- oder Nudelwasser sollte der Geschirrspüler schon schaffen.

Das vorläufige Fazit – weitere Tipps oder Ideen?

Alles in allem bin ich nicht zu 100 Prozent von den Uni Sapon Geschirrspül-Tabs überzeugt. Leider. So gern ich es wäre, weil jedes Uni Sapon Produkt an sich ist super! Aber wenn ich bei leichter Verschmutzung die Töpfe entweder vor- oder nachspülen muss, ich dadurch zusätzliches Wasser und Spülmittel benötige und das Besteck nach dem Waschgang poliert werden muss ist das unprickelnd. Nach aktuellem Stand kann ich das Baukasten-System leider nicht als Alternative all denjenigen empfehlen, die sich weniger bis kaum Gedanken über nachhaltiges Geschirrabwaschen machen. Wenn du jedoch genauso wie ich, auf der Suche nach Alternativen bist, dann sehr wohl! Es ist total spannend, sich einzulesen und neue Dinge auszuprobieren. Und das, was für mich nicht funktioniert, kann für andere funktionieren.

Falls du noch weitere Tipps für mich hast, woran es liegen könnte, dass wir Schlieren auf Besteck und Töpfen haben, dann nur her damit. Oder du hast weitere Tipps bzgl. nachhaltigem Geschirrspülmittel für mich? Dann bitte ich darum!

It´s easy being green – Just do it!

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