Rückblick Mai [Konsumbuch 2017]

Der Mai, der Mai – der war voller spannender Ereignisse. Ich hatte meinen letzten Arbeitstag bei meinem Arbeitgeber und bin im Juni eine neue Herausforderung angetreten. Ich stand 3 Tage lang mit einem Stand bei der Fair Fair und hab 2 Wochen lang – wie ich finde verdient – Urlaub gemacht. Deshalb ist der Konsum im Mai nur schwer mit den anderen Monaten vergleichbar. Weil Urlaub ist Urlaub und dafür gönnte ich mir von Anfang an eine Ausnahme vom Konsumbuch. Konsumiert hab ich trotzdem einiges. Diesmal hab ich viel zu viel gekauft, was ich eigentlich gar nicht brauche. Und trotzdem fand ich für jedes Teil einen Grund, um es doch zu kaufen.

Meine Konsumhandlungen im Mai

Insgesamt waren es 29 Konsumhandlungen. Aufgesplittet in 16 Lebensmitteleinkäufe (10 davon nachhaltig), 1 Mal Mittagessen (nachhaltige Quelle), 1 Mal Socialising (halb nachhaltig) und 11 sonstige Einkäufe (davon 9 aus nachhaltigen Quellen, 1 aus einer halb nachhaltigen Quelle und 1 aus einer nicht nachhaltigen Quelle). Die Sonstigen Einkäufe teilen sich wie folgt auf:

  • Kaffee & Kuchen in einer total netten Espressobar in 1050 Wien, weil ich warten musste, bis das Geschäft einer Tourpartnerin öffnete
  • ein Weckerl von einer Bäckerkette (natürlich nicht nachhaltig, aber ich war im Ausnahmezustand kurz vor der Messe, zu der ich direkt vom Büro nach meinem letzten Arbeitstag düste)
  • ein Eis
  • eine Zugfahrt
  • ein Frisörbesuch
  • ein Meerschwamm
  • eine neue Sonnebrille (aus halb nachhaltiger Quelle)
  • eine Hose von Anna Pollack (gekauft bei der Fair Fair)
  • eine Stoffbinde (gekauft bei der Fair Fair)
  • Bienenwachstücher (gekauft bei der Fair Fair)
  • eine Zahnbürste aus Bioplastik (gekauft bei der Fair Fair)

Das war im Mai dringend notwendig

Dringenst notwendig war der Frisörbesuch. Der letzte Besuch war im Jänner und es musste unbedingt eine Sommerfrisur her. Eigentlich wollte ich ganz gechillt nach dem Urlaub zum Frisör gehen, aber nachdem mein Freund meinen Satz „Ach, zum Frisör sollte ich auch schon dringend gehen“ mit einem kopfnickenden „Jaaaaa“ bestätigt hatte, war quasi Gefahr in Verzug. Da auch mein Messeauftritt bei der Fair Fair vor der Tür stand und meine Frisörin gerade an dem einen Tag in der Messewoche Zeit hatte, wo ich Zeit hatte, schlug ich zu. Die Aufgabe lautete: „Neuer Job, neue Herausforderung, neue Haare.“ Sie hing den Spiegel mit einem Handtuch ab und fing an loszuschneiden. Das Ergebnis kann sich, wieder einmal, sehen lassen 😀 Danke, liebe Selina für dein Meisterwerk und dein Vertrauen!

…nicht uuuuuunbedingt notwendig war…

Sonnenbrille Model NEU (oben) und Sonnenbrille Modell ALT (unten)

Aus „halb“ nachhaltiger Quelle ist die Sonnenbrille. Nach über 12 Jahren habe ich mich entschieden, nun doch eine neue Sonnenbrille zu kaufen. Beim Optiker meines Vertrauens in meiner alten Heimatgemeinde. Somit ein Punkt für die Nachhaltigkeit, weil ich damit ein kleines, regionales Unternehmen unterstütze. Jedoch habe ich weder das Material noch die Produktionsbedingungen hinterfragt. Warum? Weil ich endlich wieder einmal eine neue Sonnenbrille haben wollte und das Budget aktuell grad keine Brille aus Holz oder anderem nachhaltigen Material zugelassen hat. Und ich hatte diesmal absolut keine Lust, stundenlang nach einer nachhaltigen, aber dennoch leistbaren Brille zu suchen.

Dadurch, dass ich optische Gläser brauche, sind die Sonnenbrillen ohnehin immer um ein Vielfaches teurer. Modell ALT habe ich im Rahmen meines Führerscheins um wirklich wenig Geld beim Löwenoptiker gekauft. Sie hat, wie gesagt, 12 Jahre gehalten. Modell NEU hat ein Vielfaches von Modell ALT gekostet, also gehe ich davon aus, dass diese wiederum ein Jahrzehnt und darüber hinaus halten wird. Dass es mir egal ist, ob die Brille gerade in ist oder nicht, sieht jedeR an meinem alten Modell 😉

Die Brille war nicht uuuuuunbedingt notwendig, was das Material anging. Die alte hätte schon noch einmal mindestens fünf Jahre gehalten. Aber ein bisschen sehr schicker sieht die neue jetzt aus.

Das hätte im Mai nicht sein müssen

Wie du meiner Aufzählung entnehmen kannst, war die Fair Fair für mich eine kleine Konsumfalle. Mit 4 Dingen ging ich nach dem Wochenende nach Hause, die ich nicht unbedingt benötige. Das Bienenwachstuch hab ich aus Neugierde gekauft, weil ich schon so viel davon gehört hatte. Wir kommen in unserem Haushalt wunderbar ohne Alu- und Frischhaltefolie aus. Aber diese Bienenwachstücher interessieren mich. Ich fand es wert, sie mir für einen Testbericht am Blog anzuschaffen, weil ich immer wieder nach Alternativen gefragt werde und ich möchte nichts empfehlen, was ich selbst nicht getestet hab. Leider habe ich erst zu Hause festgestellt, dass ich nicht die Wachstücher der österreichischen Firma gekauft hatte, sondern die einer Firma mit Sitz in Kanada. Da hab ich wieder gelernt: zuerst genauer schauen, dann kaufen. Auch die Zahnbürste aus Bioplastik, made in France, habe ich einerseits für einen Testbericht gekauft, andererseits aber auch, weil ich selbst noch auf der Suche nach der perfekten Zahnbürste bin. Das Thema Zähneputzen ist für mich bereits ein eeeeewiges Thema. Welche Zahnbürste ist wirklich nachhaltig? Welche putzt am besten? Gibt es auch Zahnbürsten aus abbaubaren Borsten oder nur welche aus Nylon? Jetzt hab ich wieder ein neues Modell (nach Schweineborste wurde Bambus mit Nylonborsten getestet – der Testbericht darüber steht aber noch aus) und hoffe, dass ich damit der perfekten nachhaltigen Zahnbürste wieder einen Schritt näher komme.

Auch ich bin vor Impulskäufe nicht gefeit…

Die Hose von Anna Pollack war ein Impulskauf. Anna, die wunderbar bequeme Kleidung primär für Kinder aber mittlerweile auch für Erwachsene aus alten Soffen näht („Es gibt so viele Stoffe, die irgendwo herumliegen. Da wäre es ein riesen Blödsinn, wenn ich Stoffe neu kaufen würde. Ich verarbeite das, was ich bekomme zu Neuem.“, sagte Anna zu mir während der Messe) hatte ihren Stand neben meinem und natürlich statten wir uns gegenseitig ein paar Besuche ab.

Ich guckte bei ihr so durch und entdeckte die perfekte Sommerhose. Die ich nicht unbedingt brauche, weil ich eine ca. 7 Jahre alte 3/4 Jeans habe, zwei mittlerweile über 10 Jahre alte kurze Hosen, die knapp übern Knie aufhören (keine Ahnung, wie in der Modefachsprache heißen), eine über 10 Jahre alte Leinenhose und eine ca. 4 Jahre alte Stoffhose mit Bundfalte (die es nur theoretisch gibt, weil ich nicht bügle und sich damit irgendwann die Falte verabschiedet hat). Mit Anna´s Hose habe ich jetzt noch eine „Knotzhose“ für Freizeit und Arbeit. Die ist nämlich mega bequem! Foto hab ich davon noch keines, das reiche ich aber irgendwann nach.

Ein weiterer Impulskauf war, ein bisschen zumindest, der Meerschwamm im Rahmen einer Tour, die ich am Samstag des Messewochenendes hatte. Ich hab schon seeeehr lang (ca. 3 Jahre) im Hinterkopf, dass ich so einen Meerschwamm irgendwann einmal ausprobieren möchte. Und an diesem Samstag hat´s gepasst. Er lag da einfach so vor mir. Aktuell teste ich ihn und bin schon gespannt, welche Unterschiede ich zum Konjac-Schwamm feststellen kann.

Zwischen nicht brauchen oder doch brauchen liegt die Stoffbinde, die ich mir ebenfalls bei der Messe gekauft habe. Aktuell komme ich mit den vorhandenen Stoffbinden in Verbindung mit der Menstruationstasse sehr gut aus. ABER ich plane, die Pille nach mittlerweile 16 Jahren durchgehender Einnahme abzusetzen. Dann dauert die Regel bekanntlich wesentlich länger. Und dann werde ich vermutlich noch einige Stoffbinden benötigen. Deshalb hab ich jetzt schon mal vorgesorgt :p

Fazit Mai

Da der Mai mit meinem Urlaub sehr aus der Reihe tanzt, kann ich ihn nicht mit den anderen Monaten vergleichen. Fest steht aber, dass es ein sehr teurer Monat war (den Urlaub nicht mit eingerechnet) und ich doch einige Sachen gekauft habe, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Und mensch sieht, ich habe für ALLES eine Ausrede, warum ich mir dieses oder jenes kaufen musste. Der Blog ist dafür ganz hilfreich :p Stolz bin ich jedoch darauf, dass ich immer mehr aus nachhaltigen Quellen beziehe 😀

It´s easy being green – Just do it!

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