ich mach es anders

Rückblick Jänner [Konsumbuch 2017]

Konsumbuch Titelbild

Das erste Monat im Jahr 2017, der Jänner, ist vorüber. Deshalb ist es Zeit für einen ersten Rückblick in meinem Projekt „Konsumbuch 2017„. Was habe ich alles konsumiert? Wie hat sich die Liste entwickelt? Welcher Herausforderungen sind aufgetaucht?

Kaum Mehraufwand

Zu aller erst muss ich die Bedenken, dass es total mühsam ist, meine Konsumhandlungen alle einzeln zu erfassen, über Bord werfen. Dadurch, dass ich ohnehin alle Rechnungen für unser Excel-Haushaltsbuch sammle, habe ich kaum einen Mehraufwand. Mein Büchlein liegt in der Wohnung rum und immer wenn ich Zeit und Lust habe, notiere ich meine Konsumhandlungen. Manchmal auch schon im Vorhinein, wenn ich weiß, was geplant ist. Da ich nur Datum, Was, Wo und Warum notiere, hält sich der Dokumentationsaufwand sehr in Grenzen.

So hat sich die Liste entwickelt

konsum-jaenner

Konsum im Jänner

Im Grunde kamen im Jänner kaum Punkte dazu. Wozu ich mich aber entschieden habe ist, dass ich auch die Einkäufe über die FoodCoop notiere, um einen Vergleich zu haben, wie oft ich im Supermarkt und wie oft ich über die FoodCoop Lebensmittel gekauft bzw. bezogen habe. Da sich aufgrund eines fehlenden Bioladens auf dem Weg Wohnung-Büro die Einkäufe im Supermarkt in letzter Zeit gehäuft haben und ich sehr motiviert bin, dies zu ändern, möchte ich es für mich evaluieren. Ob ich es schaffe. Ganz wird sich der Supermarkt nicht vermeiden lassen, aber wir können einen Gutteil unserer Lebensmittel über die FoodCoop Food X, zu der ich im Jänner gewechselt habe.

Was auch auf die Liste „gerutscht“ ist, war unser Transport einer Couch aus der Stmk. nach Wien. Das ist zwar eine gemeinsame „Anschaffung“, trotzdem hatte ich das Bedürfnis, es zu dokumentieren. Was dazu kommen wird, und auch eine gemeinsame „Anschaffung“ sein wird: Materialien für ein Gartenbeet. Bei uns ums Eck wird 2018 ein Gemeinschaftsgarten eröffnet und ich möcht unbedingt ein Beet haben, um einen Teil unseres Gemüses selbst zu ziehen. Dafür wird es einiges an Materialien brauchen. Und ich tendiere stark dazu, dass wir uns selbst eine Wurmkiste bauen, um Wurmhumus für unser Beet zu haben. Aber das sind erst einmal ein paar Luftschlösser.

Das habe ich im Jänner konsumiert

Insgesamt habe ich 31 Konsumhandlungen getätigt. Das ist pro Tag einer, jedoch inklusive Lebensmitteleinkäufe. Zieh ich die Lebensmitteleinkäufe von allen Konsumhandlungen ab, bleiben 14 übrig, die da waren:

  1. Kaffee & Kuchen im Rahmen unseres Neujahrswandertages
  2. Tee & Omlett im Caféhaus im Rahmen unseres Bratislavaaufslugs
  3. Zugticket Wien-Bratislava-Wien
  4. Abendessen nach dem Ausflug
  5. Geburtstagsessen mit dem Schatz
  6. Mietwagen für den Couchtransport aus der Steiermark (ein Second Hand Teil 😀 )
  7. Frisör
  8. ein Weckerl
  9. Geburtstagskuchen (ich backe nicht)
  10. Brunch mit der Familie zum Geburtstag
  11. Biertrinken mit einer Freundin
  12. Essengehen mit einer Freundin
  13. Pizza aus der Pizzaria
  14. Essen gehen mit meinem Schatz

Warum habe ich konsumiert?

Der Hauptgrund für meine Konsumhandlungen war…. Bequemlichkeit. Das gilt für:

  • die Geburtstagsessen (ich lade ab 5 Gästen am liebsten außer Haus ein oder geh auch ab und zu mal gerne mit meinem Freund essen)
  • die Pizza, die wir uns nach einem langen Tag gegönnt haben
  • Essen gehen
  • den Geburtstagskuchen (noch einmal – ich backe nicht)
  • das Weckerl
  • Kaffe und Kuchen sowie Essen während der Ausflügen – wir hätten was mitnehmen können, aber eine warme Stube zum Aufwärmen war an diesen Tagen schon sehr nett

Der Mensch ist bequem und ich bin keine Ausnahme. Ich möchte möglichst nachhaltig leben, aber auch nicht wirklich auf etwas verzichten müssen. Wenn ich verzichte, dann aus eigener Überzeugung und dann ist es kein Verzicht. Dann ist es eine bewusste Entscheidung und ich hab mich schon längstens von der Bequemlichkeit, von dem Verhaltensmuster oder sonst was verabschiedet. Ein paar Bequemlichkeiten werden mir aber auf alle Fälle ewig erhalten bleiben.

Fazit Rückblick Jänner

Auch wenn es sich zusammen läppert – ich bin ganz zufrieden. Ich habe mir weder Kleidung, noch Schuhe noch Kosmetika oder Pflegeprodukte gekauft. Womit ich nicht ganz zufrieden bin, ist die Anzahl der Konsumhandlungen aus nachhaltigen Quellen. Nur der Frisör, der Tee und das Omlett in Bratislava, als auch die Zugtickets fallen in die Kategorie „nachhaltige Quelle“ hinein. Bei den Lebensmitteleinkäufen gibt es folgendes Verhältnis: 8 Mal Supermarkt : 8 Mal FoodCoop/Biomarkt/feinkoch. Auf dieses Ergebnis bin ich seeeehr stolz! Weniger Supermarkt ist das Ziel (lactosefreie Milch bekomm ich leider sonst kaum wo und mein Freund ist nun mal ein lactoseintoleranter Milchliebhaber), aber für das erste Monat kann ich sagen: „Bin dem Ziel schon sehr nah!“. Sehr gespannt bin ich schon darauf, wie meine Liste im Februar aussehen wird – ganz ohne Geburtstag und (voraussichtlich) ohne Ausflüge. Fehlt noch eine Konsumhandlung auf die 31: das wären Taschentücher und Küchenrolle aus der Drogerie.

Einige von euch haben ja auch das Projekt Konsumbuch ebenfalls gestartet. Wie geht es euch damit?

It´s easy being green – Just do it!

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • hallo,

    ich habe auch schon eine auswertung gemacht und bin auch sehr zufrieden!

    ich habe mehr einzelhandlungen als du, aber ich gehe oft in mehrere kleine fachgeschäfte, damit ich nicht in den supermarkt muss. aber ich war mehr in kleinen geschäften bzw. am markt bei den bäuerinnen als im supermarkt!

    zudem musste ich für den herrn sohn kleidung kaufen, weil er wieder mal rausgewachsen war. für mich waren eine neue pfeffermühle und jausenboxen aus edelmetall, damit ich haltbare habe und die plastikboxen auslaufen können. die nutzen wir noch bis sie kaputt sind. und essen/kaffee auswärts ist immer dienstlich motiviert (dienstreise, geschäftsessen).

    aber ich mache weiter! danke für deine motivation
    alex

    • Danke für deinen Bericht!
      Die Kleidung des Sohnes würde ich in diesem Projekt gar nicht dokumentieren. Schließlich konsumierst du die Kleidung ja nicht. Aber für ein Haushaltsbuch ist die Erfassung relevant.
      Ein Mehr an Lebensmitteln über den Markt, Bioladen etc. ist mein Ziel, jedoch ist der nächste Markt, den ich mag (der Viktor-Adler-Markt in Wien Favoriten gehört nicht dazu), eine halbe Stunde entfernt. Von zu Hause und vom Büro. Gilt auch für Bioläden. Und der Biomarkt, der samstags bei uns ums Eck ist, hat bei der Qualität der Ware leider stark nachgelassen.
      Ich bin aber guter Dinge, zukünftig noch mehr Produkte über die FoodCoop beziehen zu können und unsere „Notfalleinkäufe“ im Supermarkt gegen 0 hin zu reduzieren. Schauen wir mal, was der Februar mit sich bringt 😀

      Liebe Grüße

      Sabrina

  • Hallo Sabrina!

    So eine Aufstellung ist schon sehr interessant finde ich. Vor allem die Sache mit der Dokumentation Supermarkt vs. nachhaltig einkaufen finde ich spannend. Ich glaube, dass solche Aufzeichnungen alleine für sich schon ein gewisses Korrektiv sind.

    lg
    Maria

    • Hallo Maria!
      Vielen Dank für dein Feedback. Ja, ich bin schon gespannt, wie sich bis Jahresende alles entwickelt und welche Schlüsse ich aus meinem Konsumverhalten ziehen werde.

      Liebe Grüße

      Sabrina

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