ich mach es anders

Neues Projekt: Mein Konsumbuch 2017

konsumbuch2017_stand-dezember-2016

Ich hoffe, du hattest wunderschöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr! Nun melde mich mich aus meiner Blogpause, in der ich natürlich nicht ganz untätig war, zurück und freue mich sehr, mein neues Projekt vorzustellen: das ich mach es anders-Konsumbuch 2017. Es wird, denke ich, ein sehr spannendes Projekt, für mich und ich hoffe auch für euch. Es soll die ebenfalls für 2017 geplante Blogreihe (D)Ein Weg zu einem nachhaltigen Lebensstil ergänzen. Weil irgendwie hängt alles miteinander zusammen.

Ich bin eine Person, die gern für sich dokumentiert. Denn dann kann ich leichter evaluieren und reflektieren. Die Idee, mir meinen Konsum im Jahr 2017 bewusst(er) zu machen, trage ich schon einige Zeit mit mir herum. Jedoch war ich noch unsicher, ob ich das Projekt angehen soll. Weil es kostet, wie so Vieles andere auch, Zeit. Und erfordert eine ganze Menge Disziplin. Aber ich möchte für mich einfach wissen, ob meine Annahme, dass ich wesentlich weniger Konsumhandlungen vornehme, als der/die DurchschnittsösterreicherIn, wirklich stimmt. Und auch möchte ich evaluieren, ob ich tatsächlich so gewissenhaft, wie angenommen, bei nachhaltigen Unternehmen meine Produkte beziehe.

Was ist das ich mach es anders-Konsumbuch 2017?

Es handelt sich dabei um ein Notizheft (das hab ich übrigens geschenkt bekommen), indem ich, wie schon erwähnt, viele meine Konsumtätigkeiten erfasse. Ziel ist es, ganz normal wie bisher weiter zu konsumieren. Und einfach aufzuschreiben, was ich mir alles gekauft habe, wo ich es gekauft habe und vor allem warum ich es mir gekauft habe. War es eine Notwendigkeit? Wurde aus einem Impuls heraus gekauft? War mir langweilig? War es zur Selbstbelohnung? Oder habe ich damit etwas kompensiert?

Die Regeln

Ich habe mir einige Regeln aufgestellt und zwei Listen gemacht. Liste 1 beinhaltet alles, was ich unbedingt und sehr korrekt dokumentieren möchte. Liste 2 beinhaltet Dinge, die vom Monitoring ausgeschlossen sind. Beide Listen sind noch nicht vollständig und werden sich während des Projekts vermutlich noch wesentlich erweitern. Aber ich hab damit mal einen ganz guten Startpunkt. Im Dezember 2016 sah die Liste so aus:

konsumbuch2017_stand-dezember-2016

Mittlerweile haben sich beide Listen erweitert.. Auf Liste 2 sind jene Konsumfaktoren fest gehalten, die immer wiederkehrend anfallen wie z. B. Miete, Versicherungen, Katzenbedarf, berufliche Weiterbildung, Unternehmensausgaben, Gesundheitsausgaben, Urlaub oder große, gemeinsame Anschaffungen. Liste 1 sieht aktuell so aus und beinhaltet alles, was ich mir zusätzlich kaufe (ausgenommen sind davon gemeinschaftliche Ankäufe mit meinem Freund):

Konsumbuch Liste 1 – das wird auf jeden Fall dokumentiert

  1. Bekleidung
  2. Schuhe
  3. Accessoires
  4. Ausgehen und Essen gehen
  5. Kosmetik- und Pflegeprodukte (ausgenommen meine Grundausstattung Zahnpaste, Dusch- und Haarseife sowie Zutaten für selbst Gemachtes)
  6. Elektronik
  7. Bücher, CDs und DVDs
  8. Deko (die kauf nämlich, wenn überhaupt, ich)
  9. Lebensmitteleinkäufe im Supermarkt (ich bin für die Lebensmittelbeschaffung bei uns zuständig und möchte wissen, wie oft ich tatsächlich noch in den Supermarkt renne. Zur Zeit leider ziemlich oft, da kein Biomarkt am Weg von der Arbeit heim liegt. Aber ich bin guter Dinge, durch meinen Wechsel der FoodCoop nun wieder mehr Produkte über sie beziehen zu können. Die alte war einfach zu weit weg.)
  10. Unterhaltung (z. B. Konzerte, Kino etc.)
  11. Katzenbedarf (Spielzeug)

Konsumbuch Liste 2 – das wird wird nicht dokumentiert

Ich war überrascht, dass Liste 2 so lang geworden ist…

  1. Lebensmittel vom Markt oder über die FoodCoop
  2. Singen (meine Leidenschaft)
  3. gemeinsame, notwendige bzw. große Anschaffungen für z. B. Wohnung
  4. Urlaub (da möcht ich einfach nur Urlaub machen)
  5. Katzenbedarf (Futter & Streu)
  6. Geschenke
  7. Dinge für mein Unternehmen (Büromaterial, Weiterbildung etc.)
  8. Reinigung Monatshygiene (wiederkehrend)
  9. Zigaretten (ja, mein mega unnachhaltiges Laster – weder gesund für Umwelt noch die Gesundheit…)
  10. Jahreskarte Wiener Linien
  11. Verhütung
  12. Versicherungen (wiederkehrend)
  13. Gesundheitsausgaben (Medikamente, Cranio Sacrale)
  14. Miete & Betriebskosten
  15. Coaching
  16. Telefonkosten

So geht´s weiter

Ich lass es mir offen, wie sich das Projekt entwickelt. Denn mit zu strengen Regeln wird es keinen Spaß machen. Wie gesagt, die Listen werden noch wachsen. Vielleicht wandert auch von Liste 2 etwas in Liste 1. Der Plan ist, einmal im Monat auf dem Blog einen Beitrag zum Status des Projekts zu veröffentlichen und am Jahresende einen Rückblick zu machen. Am Ende möchte ich für mich Schlüsse daraus ziehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einiges in meinem Einkaufskörberl landet, wo ich dann sehr intensiv darüber nachdenken werde, ob ich das wirklich brauche. Wenn alles gut klappt, bin ich bestens für 2018 vorbereitet. Nämlich dafür, meinen Konsum weiter zu reduzieren. Wenn du noch Ideen hast, was unbedingt auf Liste 1 stehen sollte, dann her damit!

Wir machen es anders – Mach mit!

Ich würd mich narrisch darüber freuen, wenn du mit machst und wir uns hier am Blog oder auch auf der ich mach es anders-facebook Seite über unsere Erfahrungen und Herausforderungen austauschen könnten. Mein Konsumbuch soll als Anregung dienen. Aber es können auch ganz viele andere Konsumbücher entstehen, die ganz andere Schwerpunkte oder einen ganz anderen Aufbau haben. Alle Macht der Vielfalt 😀

It´s easy being green – Just do it!

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Finde das ist eine sehr gute Idee!
    Ich habe schon vor ein paar Jahren angefangen jede Ausgabe so akribisch wie möglich aufzuschreiben um so sowohl einen Überblick über meine Finanzen zu haben als auch nachvollziehen zu können wann ich für was Geld ausgegeben habe. Spannend finde ich auch wie sich diese Liste über die Jahre verändert hat: Sie ist detaillierter geworden und so ziemlich jedes Jahr ändern sich die Kategorien, aber schließlich verändert sich ja auch mein Leben 😉

    • 😀
      Ich führe seit ich mit meinem Freund zusammen lebe ein Haushaltsbuch, in dem ich die Ausgaben so genau wie möglich erfasse, da wir uns die Ausgaben teilen.
      Ich führe mittlerweile nur noch die Kategorien Lebensmittel, Diverses (Ausgaben in Drogerien, Apotheken etc.), Katzen und Sabi. Am Anfang hab ich im Datail erfasst, was wie viel kostet. Das wurde mir aber dann doch zu mühsam.
      Beim Konsumbuch geht es mir nun weniger um die Kosten, sondern mehr um das was und warum. Die Kosten wandern ohnehin ins Haushaltsbuch in die Kategorie Sabi.
      Es ist zwar viel Aufwand, aber es lohnt sich sehr! Man gibt so oft Geld für Schwachsinn aus und wundert sich, warum am Ende vom Geld noch so viel Monat übrig ist. Die Aufzeichnungen helfen mir sehr, mich zu reflektieren. Deshalb ist es auch kein wirklicher Aufwand für mich.

      Liebe Grüße

      Sabrina

  • Liebe Sabrina!

    Ich habe von deinem Konsumbuch-Vorsatz ja schon auf meinem Blog gelesen und finde ihn ganz wunderbar! Ich glaube, aktuell habe ich nicht die Zeit und die Muße (oder möchte sie mir nicht nehmen, wenn ich ehrlich bin), das so konsequent und detailliert aufzuschreiben, aber ich finde es toll, dass du diese Methode zu deiner eigenen Reflexion nutzen möchtest und bin gespannt, welche Erfahrungen du damit machen wirst. 🙂

    Ich denke aber ebenfalls, dass es absolut nichts bringt, die Liste der zu notierenden Dinge zu lang werden zu lassen – denn dann hat man sicherlich schnell das Gefühl, engeengt zu sein und gerät womöglich in die Gefahr, alles vor sich selbst rechtfertigen zu müssen (jedenfalls wäre ich da ein prädestinierter Kandidat für). Ich glaube, du gehst das ganz richtig an und wünsche dir viel Erfolg mit deinem kleinen Projekt! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Liebe Jenni,

      vielen Dank für dein Feedback!
      Einengen möchte ich mich damit auf keinen Fall und mir auch nicht zu viel Stress damit machen. Aber da ich ohnehin eine Haushaltsbuch-Ecxel Liste führe, ist es nicht viel Mehraufwand, da ich die Rechnungen ohnehin immer ein zweites Mal in die Hand nehmen muss. Und wenn ich keine Lust mehr drauf hab, dann lass ich es auch einfach wieder bleiben, denn zusätzlichen Druck soll man sich nicht machen. Ich bin eigentlich auch perfektionistisch veranlagt und habe einen ganzen Haufen Disziplin, aber bei meinen eigenen Projekten steht der Spaß und die Neugierde im Vordergrund. Deshalb geh ich, denke ich, auch sehr locker damit um.
      Zum Thema rechtfertigen: ich neige eher dazu, mich immer vor allen anderen rechtzufertigen. Ich arbeite gerade daran, das abzustellen.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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