Goodbye Robin. Es war eine schöne Zeit mit dir!

Fast ein Jahr ist es her, dass ich mit Robin tagtäglich unterwegs war. Nun ist das Ende in Sicht, wir werden uns trennen müssen, denn Robin schafft es nicht mehr länger. Fair und zu 100 Prozent in Österreich produziert, aus zertifizierter Bio-Baumwolle, vegan, und total praktisch als Tasche, Umhängetasche oder Rucksack zu verwenden. Das ist Robin bzw. das war Robin von gary mash.Meine Wenigkeit ist auf eine Alltagstasche fixiert. Die wird jeden Tag verwendet, bis auf die wenigen Ausnahmen im Jahr, wo dann doch eher ein Täschchen notwendig ist. Durch die verschiedenen Tragevarianten konnte ich Robin auch täglich verwenden. Somit habe ich diese Tasche wirklich auf Herz und Nieren getestet. Damals, letztes Jahr bei der WearFair & mehr-Messe in Linz, war sie eher ein Zufallskauf, da sie mich bei meinem aller letzten Rundgang angelacht hat. Um EUR 79,- hat sie damals mein Geldbörserl erleichtert. Ein Jahr später ist so einiges hin. Ich konnte folgende Schwachstellen ausmachen (wenn ich das überhaupt nach einem Jahr täglichem Gebrauch überhaupt so sagen kann):

Der Stoff

Mir fiel auf, dass der schwarze Stoff sehr ausgebleicht ist. Er ist nun mehr braun als schwarz und das schaut nicht mehr wirklich schön aus. Ob ein Nachfärben möglich ist? Keine Ahnung – ich müsste es probieren, in der Hoffnung, dass die silbernen Prints dadurch nicht verschwinden, denn die haben es mir eigentlich angetan. Das wäre also noch nicht so sehr das Problem. Auf den Fotos ist das Ausgebleichte nicht sehr gut sichtbar, aber live  ist die Tasche schon fast mehr als braun.

Die Druckknöpfe

ausgerissener Druckknopf

ausgerissener Druckknopf

Schwieriger ist es, die Magnetdruckknöpfe, die dabei sind auszureißen, wieder zu reparieren. Die zwei kleinen Vordertaschen in Raulederoptik werden damit nämlich verschlossen. Überraschend für mich, dass es zuerst die Tasche erwischt hat, wo ich meine Visitenkarten verstaut habe. Denn diese hab ich nicht sehr oft auf und zu gemacht. Die andere war öfter im „Einsatz“, die hat nun nachgezogen. Das Problem: die Hinterseite des Druckknopfes ist nicht zugänglich, da sie durch das Innenfutter verdeckt wird. Ich müsste also das ganze Teil auseinandernehmen, um ihn reparieren zu können. Das ist einerseits aufwändig und: ich kann nicht nähen bzw. könnt ich es vielleicht, aber ich hasse es. Hasste es schon in der Schule und konnte mich nie damit anfreunden.

Der Reißverschluss

Weiters macht der Reißverschluss schön langsam Faxen. Beim hinteren Drittel hängt er. Das ist ein Zeichen dafür, dass er vermutlich bald seinen Geist aufgibt. Und auch die Karabiner, um die verschiedenen Tragevarianten zu variieren sind im Eimer. So im Eimer, dass ich mir in einige meiner T-Shirts Löcher gerissen habe, weil ich es nicht gleich wahrgenommen habe. Sie sind leider etwas filigran, weshalb das Nachbiegen vermutlich nur eine kurze Verbesserung bringen würde.

Die Hänkelkarabiner

defekter Karabiner

defekter Karabiner

Oder wie das schon richtig heißt (mensch merkt, ich bin keine so genannte Fashionista, die mit Fachausdrücken aus der Modebranche um sich schmeißt 😉 ), haben schon nach einiger Zeit nachgegeben und sind quasi verrutscht, wie du auf dem Foto sehen kannst. Das Praktische: da ich Robin zu 99% als Rucksack getragen habe, hab ich den kaputten Karabiner einfach unten dran gehängt und den heileren oben. Das Bittere: ich hab´s nicht gleich bemerkt, dass sie schon so am Sand sind und hab mir beim Ablegen des Rucksacks einige Löcher in meine Lieblings-T-Shirts von der Göttin gerissen 🙁 Ich hab mit meinem Freund, der handwerklich wirklich sehr begabt ist, herum getüftelt, ob wir das was reparieren können, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir wahrscheinlich mehr hin machen, wenn wir beginnen, mit einer Zange wieder alles zusammen zu biegen. Nachkauf wär natürlich möglich, aber unterm Strich bin ich nun froh, dass ich damit gewartet hab, denn:

Das alles veranlasst mich, die Tasche als Toiletttasche für unsere Motorradtouren zu verwenden und mit bald einen neuen Wegbegleiter zu suchen. Und der schlummert bereits in der Kommode 😉

Mein Robin-Fazit

Robin und auch die Schwester Rachel einen sich perfekt für den Alltagsgebrauch. Rachel hatte von Beginn an wesentlich stabilere Karabiner bei den Tragegurten, die nun auch an Robin „vererbt“ wurden. Bei neueren Modellen sollten zumindest die Karabiner länger überleben. Das Ausbleichen des Stoffes wird sich generell nicht verhindern lassen. Überrascht hat mich, dass die Druckknöpfe auch durch wenig „zu tun“ ausreißen. Und auch, dass der Reißverschluss streikt, ist nicht erfreulich. Wer die Tasche länger als ein Jahr verwenden möchte, sollte sie nicht täglich tragen. Unterm Strich hat sie, entgegen meiner Hoffnung, nicht länger gehalten, als alle anderen Taschen bisher. Wobei meine Ledertasche von Anukoo bald zur Reparatur geht, weil nur eine Naht beim Hänkel nachgenäht werden muss. Sie ist dann damit Spitzenreiter und mehr als ein Jahr täglich in Gebrauch. Als Robin ihren Auftritt hatte, machte die Ledertasche nämlich Pause in der Kommode. Herr Rucksack auch. Jetzt werden sie beide wieder aktiviert. Die Robin war halt mega praktisch, weil ich mit den verschiedenen Tragevarianten nie die Tasche wechseln musste. An das muss ich mich nun wieder gewöhnen. Sie bringt mich jedoch jetzt dazu, die Teile, die ich ohnehin schon besitze, kaputt zu tragen und erspart mir einen Neukauf 😀

It´s easy being green – Just do it!

2 Gedanken zu “Goodbye Robin. Es war eine schöne Zeit mit dir!

  1. Das ist wirklich schade um Robin! Ich habe eine Rachel seit letzem Jahr Dezember, sie ist also seit gut 10 Monate fast täglich im Gebrauch (als Rucksack). Bislang hält sie sich tapfer, lediglich der Reißverschluss hackt manchmal und das Garymash Logo löst sich vom Korkaufnäher. Ich hoffe, sie hält noch ein bisschen durch, ich hasse es Handtaschen zu kaufen 😀

    Liebe Grüße
    Angie

    • Ja, es tut mir wirklich sehr leid, dass ich sie nicht mehr einsetzen kann. Sie war soooo eine tolle Wegbegleiterin! Ich hasse es ebenfalls Handtaschen zu kaufen und noch viel mehr, sie umzupacken, wenn ich mal einen anderen Rucksack (aktuell verwende ich wieder einen Rucksack, aber ohne anderer Tragemöglichkeiten), z. B. für das Abholen unserer Lebensmittel, verwenden muss. Deshalb war sie mit ihren verschiedenen Tragevarianten so mega praktisch! Ich schließe nicht aus, mir wieder eine Robin oder Rachel zu zulegen, wenn ich meine anderen Taschen, die seit Jahren im Schrank herum liegen und auch schon einige Blessuren haben, zu „Tode“ getragen habe.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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