ich mach es anders

Das war die WearFair & mehr Messe 2016

Messestand bei der Wearfair 2016

Das letzte große Projekt für diesen Sommer ist abgeschlossen – die WearFair & mehr Messe in Linz wurde von ich mach es anders erfolgreich absolviert. Es war meine erste Messe und wie schon bei meinem Vortrag, habe ich auch diesmal gleich die große Variante (die WearFair ist Österreichs größte Nachhaltigkeitsmesse) gewählt 😉  In der Vorbereitungszeit und während der drei Messetage habe ich wieder unglaublich viel gelernt und bin dankbar für mein tolles Netzwerk! In diesem Beitrag möchte ich mit dir meine Erfahrungen und Eindrücke teilen. Möglich war der Messestand, da ich aufgrund des Small is beautiful-Supports der WearFair einen stark vergünstigen Standpreis gewonnen habe.

Die Vorbereitungen zur WearFair

Die Drucksorten

Die Vorbereitungen gingen bereits im Juli los, da mit der Messe endlich der Anlass gegeben war, Drucksorten für die ich mach es anders-Touren zu produzieren. Und es war klar, dass ich irgendeine nette Idee brauche, um möglichst viele Menschen an meinen Stand zu locken. Die WearFair ist nämlich eine Verkaufsmesse und ich habe nicht viel zu verkaufen, ausgenommen meine Touren und da überlegen die Menschen schon eine bestimmte Zeit, ob sie eine buchen. Deshalb sah ich die WearFair für mich mehr als Informationsplattform, um meine Touridee vorzustellen. Im ersten Schritt begab ich mich auf die Suche nach einem/einer Grafiker/in und machte einen Glücksgriff. Christian Fischer, Gründer von greengraphics, den ich bei einer Veranstaltung von FAIRTRADE Österreich im Jahr 2014 kennen gelernt hatte, erstellte meine wunderschönen Grafiken und setzte mit mir eine CI fest. Bevor es ans Eingemachte ging, gab es bei mir zu Hause die eine oder andere Bastelstunde, um die geeignetste Mechanik für meine Drucksorten heraus zu finden 😀

Bastelstunde

 

Die Zusammenarbeit mit Christian war hervorragend. Er ließ meine Inputs einfließen und wir haben ein tolles Ergebnis geschafft! Im Dilemma steckte ich beim RollUp: ich wollte ein möglichst nachhaltiges Produkt, das mir aber nicht gleich mehrere hundert Euros aus der Tasche zieht, da ich nicht wusste, und noch immer nicht weiß, ob ich es mehrmals benötige oder nur für diesen einen Auftritt. Meine Recherchen haben zwei Möglichkeiten ergeben: ein RollUp aus Bambus um EUR 300,- oder das RollUp von greenboarder aus 100% Karton um EUR 65,-. Beim RollUp aus Karton hatte ich das Problem, dass es nicht den Brandschutzauflagen der Messe entsprach. Dennoch habe ich mich dafür entschieden. Hier nun ein kleiner Einblick in meine Drucksorten:

Drucksorten ich mach es anders-Tour

Flyer, Postkarten, Gutscheine und Visitenkarten

 

Wiener Flohwalzer als Zugpferd

Als Zugpferd am Stand sollte ein Spiel her. Irgendwas mit einer Wienkarte, wo die BesucherInnen einen Tourbezirk treffen sollten und ein Goody von einem Tourpartner erhalten. Nach wochenlangen Überlegungen und Diskussionen entschied ich mich für den Wiener Flohwalzer. Ich legte eine Wienkarte auf und die BesucherInnen schossen mit Flohspielplättchen darauf herum. Es war die simpelste und günstigste aller angedachten Varianten, aber sie ist mega gut bei Jung und Alt angekommen. Es sprach sich auf der Messe sogar dann schon herum, dass mensch bei uns dir Flöhe tanzen lassen kann 😉 Und ein klassisches Gewinnspiel durfte auch nicht fehlen. Für beide Spiele wurde ich von meinen TourpartnerInnen tatkräftig unterstützt, wofür ich mich sehr herzlich bedanke!

Wiener Flohwalzer

Wiener Flohwalzer

Die Beschaffungs- & Packliste

Gemeinsam mit meiner Freundin Babsi ging es dann zwei Wochen vor der Messe zur Beschaffungs- und Packliste. Babsi ist sehr messeerfahren und half mir sehr auf die Sprünge, was alles zu bedenken zu packen war. 3 große Kisten, eine Gewinnspielbox, ein Stehtisch, Büromaterial Tischtücher und und und stand dann auf meine Liste. Wir haben nichts vergessen 😀 Sehr wichtig waren die zahlreichen Trinkflaschen, die wir mit hatten, denn auf´s Trinken darf mensch bei einer Messe auf keinen Fall vergessen, um Krämpfe in den Beinen vorzubeugen. Am ersten Messetag in der Früh verstauten wir alles in Babsi´s Fiat Punto, unserem Held des Tages. Ich war ja skeptisch, dass alles Platz hat, aber wir hätten noch mehr mit nehmen können 😉

Fiat Punto

Fiat Puto – unser Held des Tages

Die WarFair & mehr-Messe – Entspannung pur

Der Aufbau

Ich war sehr aufgeregt, weil ich absolut nicht wusste, was auf mich zukommt und schon gar nicht wusste, wie mein Konzept bei den BesucherInnen ankommen würde. Wir starteten am ersten Messetag um 08:00 los und waren am späteren Vormittag in Linz. Es ging sich sogar noch ein Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen aus, bevor wir uns am Check-In Schalter meldeten. Der Stand wurde uns übergeben und schon begannen wir, die ganzen Kisten aus dem Auto zu holen und unseren Messestand aufzubauen. Alles ohne Stress – das war wichtig. Es ging sich alles auf die Minute perfekt aus und wir starteten beide total entspannt in den ersten Messetag.

Eine gesunde Portion Schmäh und es rennt

Schon in der ersten halben Stunde haben wir einen gewissen Schmäh entwickelt und hatten somit unsere Variante, wie wir die Besucherinnen an unseren Stand locken konnten. Der Flohwalzer war dabei unser Highlight. Interessant war zu beobachten, dass die Kinder und Jugendlichen nichts mit dem Flohspiel anfangen konnten und wir vorzeigen mussten, wie es funktioniert.

Bei den meisten Erwachsenen wurden Kindheitserinnerungen geweckt. Es kam bei Jung und Alt super an und eine Familie wollte es uns sogar abkaufen, weil die Kinder so viel Spaß dabei hatten. Entspannt war die Messe auch, weil alle gut drauf waren. Und ich nicht allein. Bei Messen ist es Gold wert, wenn mensch jemand zweiten mit hat. Denn Essen, Trinken oder Klogehen fallen sonst unter den Tisch. Unsere Standnachbarn rechts und links haben die drei Tage alleine gemeistert. Wir waren hin und wieder kurz die Standvertretung, wenn jemand aufs Klo gehen wollte oder eine kurze Pause brauchte.

Das hab ich alles von der WearFair mitgenommen

Ich habe in der Phase der Vorbereitungen und auch während der Messe unglaublich viel gelernt. Erstens, was es alles für eine Messe braucht. Zweitens, wie viel Aufwand alles ist. Drittens, dass ich es schaffe und mir Messen total viel Spaß machen. Viertens, dass an einem Wochentag viele SchülerInnen unterwegs sind und mensch dafür etwas mehr Naschereien einkalkulieren sollte. Fünftens, dass ich mir das nächste Mal eine kleine Apotheke einpacke. Und es war mega interessant zu sehen, wie Menschen unterschiedlich ticken. Viele waren ehrlich interessiert an meinem Tourangebot. Dann gab es die, die es auf unsere Naschereien, die ebenfalls als Zugpferd dienten, abgesehen hatten.

Dann waren einige, die nur wegen dem Gewinnspiel stehen blieben und andere, die das Flohspiel inklusive Goody begeisterte. Nur 3 Personen haben unfair beim Gewinnspiel gespielt und zwei Mal eingeworfen. Und es war faszinierend, dass niemand Skrupel hatte, die Wohnadresse bekannt zu geben, jedoch einige die E-Mailadresse nicht hergeben wollten. Ich hatte dann so lustige Mailadressen wie z. B. erika.schweinsleber[at]xxx.com auf meinen Gewinnspielkarten stehen. Da kann mensch es auch gleich lassen.

Ich habe wunderbare Kontakte geknüpft und weitere Ideen entworfen. LehrerInnen haben angefragt, ob ich etwas für SchülerInnen anbiete, ein Wiener Gastrounternehmer hat bei mir angedockt, eine Linzerin mit einem Bekleidungsgeschäft, die gerne ökofaire Fashiontouren in Linz machen möchte, Personen haben sich bei mir gemeldet, über deren Unternehmen ich schon einmal gebloggt habe. Zahlreiche Personen haben Interesse an meinen Touren in Linz. Das heißt, die nächsten Monate werden wieder unglaublich spannend für mich und ich werde sehen, welche Projekte sich aus den ganzen Kontakten ergeben.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die die WearFair möglich gemacht haben

Ich möchte diesen Beitrag auch dazu nutzen, um allen, die mich unterstützt haben DANKE zu sagen. Das beginnt bei der lieben Babsi, die sich mega engagiert und mir schlussendlich auch den Hintern gerettet hat. Am Sonntag nach dem Frühstück hat nämlich mein Magen gejammert und gegen Mittag hat auch noch der Kreislauf gestreikt. Und ich Depp keine Medizin mit. Ein riesen großes DANKE an meinen Schatz, der mir in den letzten Wochen immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Genauso wie meine Familie! Allen FreundInnen und Bekannten, die mir diverse Messetipps gegeben haben, die Drucksorten auf Herz und Nieren „geprüft“ haben und mit mir mitgefiebert haben. Christian Fischer für die tolle Zusammenarbeit bei den Drucksorten und natürlich allen KooperationspartnerInnen, die entweder ein Goody für das Flohspiel zur Verfügung gestellt haben, oder/und einen Preis für die Verlosung. Danke an M., der uns die drei Tage beherbergt hat und dem WearFair-Messeteam, das uns vor allem am Sonntag beim Packen und Beladen unterstützt haben. Ich hatte nämlich „Hebeverbot“ der schweren Kisten. Lust but not least vielen Dank an die Behrens-Küche in der Tabakfabrik die ihr gesamtes Teesortiment für mich auf den Kopf gestellt haben, um für meinen verstimmten Magen einen Käsepappeltee zu finden.

Mein Fazit

Linz funktioniert für meine Touren, da viele Familie und Freunde in Wien haben oder beruflich oft in Wien sind. Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht, weshalb ich hoffe, dass ich weiter Messen finde, wo die Standpreise für mich erschwinglich sind. Obwohl es drei Tage waren, waren diese gar nicht so anstrengend, wie gedacht. Das lag aber bestimmt auch daran, dass wir bestens vorbereitet waren, keinen Stress und eine ganze menge Gaudi hatten. Und es war für uns ausreichend viel los. Wir hatten viel zu tun und erholten uns in den kurzen Leerphasen. Wie viel mir die Messe finanziell gebracht hat, werde ich vermutlich erst in den nächsten Monaten feststellen können, wenn die ersten Touren gebucht werden. Sie hat sich aber alleine schon deshalb ausgezahlt, weil ich eine große Portion an Erfahrungen gesammelt habe 😀

It´s easy being green – Just do it!

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