FAIRTRADE Rosen zum Muttertag

Alljährlich ehren wir am 2. Maisonntag im Jahr unsere lieben Mamas. Bei uns zu Hause hat das eine sehr große Tradition. Alle Kinder sind entweder zum Frühstück daheim oder spätestens beim gemeinsamen Mittagessen anwesend. Danach gibt es Kuchen und Kaffee und die Geschenke, unter anderem auch Blumen. Wir pflücken die Blumen selbst im Garten, wenn du jedoch diese Möglichkeit nicht hast und sehr gerne Rosen – die Blume der Liebe verschenkst – dann greif doch zu FAIRTRADE zertifizierten Rosen. Die sind nicht nur schön und duften gut, sondern sie garantieren auch, dass die ProduzentInnen einen fairen Preis dafür bekommen, auf die Umwelt besser geachtet wird oder auch die ArbeiterInnen besser geschützt sind.Was bedeutet das nun im Detail?

Ein großer Teil der Blumen- und Pflanzenproduktion für Europa findet außerhalb Europas auf riesigen Plantagen statt. Die Arbeitsbedingungen sind oft prekär und es fehlt an Schutzbestimmungen für Pflanzenschutzmitteln. FAIRTRADE setzt sich für die Beschäftigten auf den Plantagen ein und sorgt für mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel mit Blumen und Pflanzen.

Für viele europäische Länder zahlt sich der Blumen- und Pflanzenanbau wegen der hohen Kosten für Beleuchtung und Beheizung in ganzjährigen Gewächshäusern einfach nicht aus, weshalb sich, obwohl die Niederlande nach wie vor ein wichtiges Anbaugebiet sind, ein Teil der Produktion nach Ostafrika und Südamerika verlagert hat. Hier stimmt das Wetter und die klimatischen Bedingungen sind bestens für den Anbau von z. B. Rosen geeignet.

70 Prozent der 110 Millionen Rosen, die in Österreich jährlich abgesetzt werden, werden außerhalb des Landes gezüchtet. Im Winter werden sie vor allem aus den warmen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas importiert, um die Nachfrage decken und auch eine reiche Auswahl anbieten zu können. Die größten Exportländer sind Kenia, Äthopien, Tansania, Ecuador und Kolumbien und mehr als die Hälfte des Weltblumenhandels läuft über niederländische Blumenauktionshäuser. Nach Ankunft der Blumen in Europa werden sie in eine temperierte Lagerhalle gebracht und verzollt, bis die Importunternehmen sie abholen. Weiter geht´s zum Großmarkt, der die Blumen entweder selbst vertreibt oder an den/die EinzelhändlerIn weiter liefert. Ganz schön anstrengend für die Blümchen!

Blumen sind in Österreich und vermutlich auch in vielen anderen europäischen Ländern ein beliebtes Geschenk für verschiedene Anlässe. Allein am Muttertag 2014 verschenkten die Österreicherinnen und Österreicher Blumen im Wert von 3,5 Millionen Euro. Und die mit Abstand beliebteste Blume ist dabei…. natürlich die Rose.

Warum ist nun der faire Handel im Blumen- und Pflanzensektor so wichtig?

Weil es in diesem Sektor

  • Prekäre Arbeitsbedingungen und zu niedrige Löhne gibt
  • gewerkschaftliche Organisation unterdrückt wird
  • Umweltstandards fehlen und ökologische Probleme auftreten
  • Mitsprache am Weltmarkt fehlt
  • die Preisgestaltung am Weltmarkt unfair ist

FAIRTRADE ist ein alternativer Ansatz zum konventionellen Handel. Im Mittelpunkt stehen die Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern. In Bezug auf den Blumen- und Pflanzensektor werden gezielt Beschäftigte auf Plantagen in Afrika, Asien und Lateinamerika gefördert und so ihre ökonomische, ökologische und soziale Position verbessert.

Der Co2-Fußabdruck und der Energieverbrauch einer Rose aus Kenia

Nicht nur die Distanz zum Verkaufsort ist ausschlaggebend für die CO2-Bilanz eines Produktes. Das Einfliegen der Rosen aus Kenia führt zwar zu höheren CO2-Emissionen beim Transport, aber Treibhäuser zu heizen ist für die CO2-Bilanz und den Energieverbrauch meist problematischer. Die CO2-Emission und der gesamte Energieverbrauch einer niederländischen Rose ist am Ende höher als der einer kenianischen Rose. Das liegt vor allem an den günstigen klimatischen Bedingungen für die Blumenproduktion in Kenia.

Warum FAIRTRADE den Unterschied macht – 5 Gründe für den fairen Handel im Bereich Blumen und Pflanzen

  1. Die FAIRTRADE-Prämie: Das Prämienkomitee entscheidet demokratisch über die Zuteilung der Prämien-Gelder für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter, ihrer Familien und der ganzen Dorfgemeinschaft.
  2. Gewerkschaftliche Organisation: Die Beschäftigten auf den FAIRTRADE-zertifizierten Plantagen haben das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Dies bringt viele Vorteile: eine höhere Verhandlungsmacht, die Möglichkeit, Anschaffungen gemeinschaftlich zu tätigen und eine generelle Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, ihrer Familien und Wohngemeinden.
  3. Arbeiterrechte sind Menschenrechte: Die vorgeschriebenen Sozialanforderungen basieren auf den ILO-Richtlinien und beinhalten Vorgaben wie die Zulassung einer eigenständigen und unabhängigen Vertretung der Beschäftigten und ein Diskriminierungsverbot. Auch die Löhne müssen gleich oder höher als der gesetzlich fest-gelegte Mindestlohn sein.
  4. Kinderrechte sind Menschenrechte: Zwangs- und ausbeuterische Kinderarbeit sind auf FAIRTRADE-Blumen- und Pflanzenplantagen ausnahmslos verboten.
  5. Schutz der Umwelt – der Mensch im Mittelpunkt: Die FAIRTRADE-Umweltstandards stellen den Menschen in den Mittelpunkt und regeln unter anderem den Einsatz von Pestiziden und ein nachhaltiges Wassermanagement.

Somit ist für mich ganz klar: Wenn ich Schnittblumen schenke, dann sind das fair gehandelte Rosen und die bekommst du in diversen Supermärkten.

Fotocredit: FAIRTRADE Österreich

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Ein Gedanke zu “FAIRTRADE Rosen zum Muttertag

  1. Pingback: Eine Rose von Max – Einfach nachhaltig

Kommentar verfassen