Neu in unserer Küche: teilentölte Bio-Mehle von Fandler [Werbung]

Wie versprochen gibt es heute den Beitrag über die teilentölten Mehle von der Ölmühle Fandler, womit ich ebenfalls leckere Sachen gezaubert habe. Die Fotos seien mir jetzt schon verziehen, denn ich bin nun mal keine Foodbloggerin, die viel Liebe für das Dekorieren aufbringt. Als Frau der Taten muss bei mir immer alles schnell gehen, zack bumm ein Foto, nachdem ich mich etwas bemüht habe, es nett herzurichten, aber in 5 Minuten muss alles im Kasten sein. Dass es da Verbesserungsbedarf gibt, ist mir bewusst, nur mit der spärlichen Freizeit neben Vollzeitjob und mehreren Projekten nebenbei, ist nicht mehr drin. So, nun aber wieder zurück zum Wesentlichen, den Mehlen von Fandler.

Sie werden aus den Pressresten, die beim Pressen der Öle übrig bleiben, erzeugt, weshalb so ziemlich alles einer Frucht oder Nuss verwertet werden kann. Seit März 2016 gibt es sie nun auch in der 400 Gramm Tüte für den Hausgebrauch zu erwerben. Sie eignen sich hervorragend für die glutenfreie, vegetarische und vegane Küche. Da sie glutenfrei sind, braucht es beim Backen etwas, um die Masse zu „verkleben“, zum Beispiel Ei oder Topfen. Oder mensch ersetzt einen Teil des Getreidemehls mit einem glutenfreien von Fandler. Das habe ich schon probiert und funktioniert wunderbar. Dadurch, dass die Mehle einen wirklich herrlich intensiven Geschmack haben, nehme ich sie auch sehr gerne für das Binden von Suppen, Saucen und Eintöpfen.

Bio-Hanfmehl

Das Hanfmehl habe ich bei dem Bäckerevent Kruste & Krume kennengelernt und war von seinem Geschmack hin und weg. Ich wusste gar nicht, dass Mehl sooooo gut schmecken konnte. Deshalb war es auch zu Hause das erste Mehl, das ich ausprobierte, nämlich für Sabi´s Kasnocken. Ja richtig, keine Kasnockerl, weil ich konnte die neu gekaufte Spätzlehobel einfach nicht finden und da ich absolut keine Geduld habe für Fitzelarbeiten, worunter für mich auch das Einkochen von Sätzle oder Nockerln zählt, wurden es halt Nocken. Von 220g Mehl laut Rezept, habe ich 190g Roggenmehl verwendet und den Rest durch Hanfmehl ersetzt. Da den Fandlermehlen das Klebeeiweiß (Gluten) fehlt, hab ich mich nicht getraut mehr zu nehmen, denn nichts wäre frustrierender gewesen, wenn meine mehr oder weniger liebevoll eingekochten Nocken auch noch zerfallen wären. Das ist nicht passiert, denn mein Riecher war, ohne vorher die Infos auf der Verpackung gelesen zu haben, dass ich 10% des Getreidemehls durch Hanfmehl ersetzen kann, der richtige. Das Hanfmehl verleiht der Speise einen leckeren Geschmack und macht den Teig dunkler und ist noch dazu ein wertvoller Eiweißlieferant, sehr ballaststoffreich und enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Durch seine gute Quellfähigkeit und den geringen Anteil von Gluten verändert sich zwar die Teigkonsistenz, das kann jedoch durch etwas mehr Flüssigkeit, sowie Ei und Topfen ausgeglichen werden.

Das Rezept für die Kasnocken:

  • 2 Eier
  • 180 ml Wasser
  • 220 g Mehl (190g Roggen, 30g Hanfmehl)
  • eine Prise Salz
  • 80g Bergkäse
  • 1 Zwiebel
  • Salz und Pfeffer zum Würzen sowie Olivenöl zum Anbraten
Sabi´s Kasnocken auf Blattsalat

Sabi´s Kasnocken auf Blattsalat

Mehl, Eier, Wasser, eine Prise Salz und die Hälfte des geriebenen Bergkäses zu einem glatten Teig verrühren. Nocken/Nockerl in kochendes Salzwasser einkochen, bis sie alle oben schwimmen. Abgießen und kalt abschrecken. Eine halbe Zwiebel in feine Ringe schneiden, die andere Hälfte fein würfeln. Die Ringe in Mehl wenden und in einer Pfanne mit Olivenöl unter ständigem Rühren goldbraun braten, die Würfel in Butter und Olivenöl andünsten, Nockerl dazu und anbraten. Restlichen Käse dazu und alles goldbraun anbraten (das hat leider bei mir bislang noch nie funktioniert, aber ich hab noch nicht herausfinden können, warum nicht), mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Zwiebelringen und Petersilie garnieren uns servieren. Ist ruckizucki gemacht und auch nicht goldgelb angebraten schmecken sie hervorragend mit Salat. Und wie erwähnt, nicht vom Foto schrecken lassen, ich hab mir wirklich alle Mühe gegeben.

Bio-Kürbiskernmehl

Als SteiererInnen sind mein Freund und ich natürlich mit Kürbiskernen, meist in Form von Öl, groß geworden. Das Sonderbare: ich mag Kürbiskerne, aber nicht das Öl, deshalb war ich sehr froh darüber, dass ich Kürbiskernmehl zum Probieren bekommen habe.  Es ist reich an pflanzlichen Proteinen und Balaststoffen und hat ein feines Nussaroma, hat eine Menge an pflanzlichem Eiweiß sowie wertvolle Ballaststoffe. Sein Fettanteil von 12,3% ist wesentlich geringer, als das von Kürbiskernen mit ca. 40%. Es ist leicht salzig und eignet sich ideal zum Backen von Brot, Gebäck und Kuchen. Bis zu max. 30% des üblichen Getreidemehls kann mit Kürbiskernmehl ersetzt werden. Außerdem ist es ein hervorragendes Paniermehl für Gemüse, Fleisch oder Fisch. Da wir aber kaum panierte Speisen zu uns nehmen, werde ich damit mein aller erstes, selbst gebackenes Brot probieren. Das Rezept habe ich dankenswerterweise von Fandler erhalten und ich gebe euch Bescheid, sobald ich Zeit für´s Brotbacken gefunden habe.

Bio-Haselnussmehl

Joghurt_HaselnussDas Haselnussmehl ist sehr reich an pflanzlichen Proteinen und Ballaststoffen. Es hat mit 17% einen deutlich geringeren Fettanteil als gemahlene Haselnüsse mit ca. 60% Fettanteil und es eignet sich vor allem zum Verfeinern und Abrunden von Müsli, Desserts, Joghurts und sogar Eis. Haselnussmehl kann 100% des Getreidemehls ersetzen. Der Teig wird dadurch kompakter und muss eventuell durch sein besseres Quellvermögen mit mehr Flüssigkeit (Wasser oder Milch) zubereitet werden. Weil ich extrem gerne Naturjoghurt mit Früchten nach meiner allmorgendlichen Trainingseinheit esse, dachte ich zuerst, das Mehl wandert ins Büro aus und verfeinert mir mein Joghurt. Zu ca. 200 Gramm Joghurt mit einem Apfel oder einer Banane gebe ich 1 EL Bio-Haselnussmehl dazu und verrühre es schön. Und das schmeckt unglaublich lecker 😀 ABER, als ich anstelle des Hanfmehls das Haselnussmehl für die Bechamelsauce der Gemüselasagne erwischt habe, hab ich es mir anders überlegt. Das war ein derartig himmlisches Geschmackserlebnis, dass nun Haselnuss daheim bleibt und das Mandelmehl ins Büro fürs Joghurt umzieht.

Bio-Mandelmehl

Das Bio-Mandelmehl besitzt ebenfalls viel pflanzliches Protein und wichtige Ballaststoffe. Es hat einen Fettanteil von 16,8% im Gegensatz zu gemahlenen Mandeln (ca. 55%). Es eignet sich, wie das Haselnussmehl hervorragend zum Abrunden und Verfeinern von Müsli, Desserts, Joghurt und Eis und auch damit können 100% des Getreidemehls ersetzt werden. Auch hier gilt: etwas mehr Flüssigkeit zugeben und das fehlende Klebeeiweiß durch Topfen oder Ei kompensieren. Wie vorhin erwähnt, ist das Bio-Mandelmehl ins Büro umgezogen und verfeinert mir nun alle zwei Tage mein Müsli. Und es schmeckt mir im Joghurt noch besser, als das Haselnussmehl.

*Dieser Beitrag wurde von der Ölmühle Fandler unterstützt, die mir die Produktproben zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür! Trotzdem gebe ich hier natürlich meine subjektive Meinung wieder.

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

6 Gedanken zu “Neu in unserer Küche: teilentölte Bio-Mehle von Fandler [Werbung]

  1. Ich bin begeistert von diesen vielen Mehlsorten…Da muss das Kochen/Backen ja noch mehr Spaß machen. Für Gesundheit aus Gewohnheit tue ich nämlich fast alles! Normalgetreide möglichst vermeiden !
    Vor allem die ÖlsamenPresslinge – das ist ja d i e Idee zur Mehlherstellung.
    Leinsamen nach dem Entölen habe ich in geringen Maßen mal als Snack gegesen… Schmeckte!
    Leider finde ich hier in Spain diese Mehle NICHT, kaufe sie mir aber, wenn ich im Sommer in Bregenz bin…
    Also DANKE für die ausführlichen Tests+Ergebnisse, liebe Sabrina.

  2. Hallo Sabrina!

    Du hast mich jetzt gerade auf eine Idee gebracht. Seit einiger Zeit mache ich ja meine Pflanzenmilch selbst und zwar Walnussmilch (Rezept auf meinem Blog falls es Dich interessiert). Da bleibt auch immer ein Trester übrig, den ich bisher immer im Kuchen verbacken habe. Durch das Auslaugen in der Nussmilch ist es auch entfettet und ich stelle mir vor, recht ähnlich den entölten Mehlen wie Du es beschreibst.

    Ich werde mal ein wenig herum experimentieren, ob ich es nicht auch zu etwas anderem als Kuchenbacken verwenden kann.

    Zuletzt habe ich damit einen Germzopf gefüllt, das war auch gut, aber man hat geschmeckt, dass es schon ausgelaugt war.

    lg
    Maria

  3. Hallo bin heute zufällig auf der Seite gelandet, mich würde nun der Unterschied zwischen teilentölt und entölt interessieren. Kann mir das bitte einer Erklären ?
    Danke im Voraus.

    • Hallo Lisi,

      ich hab beim Experten (Fa. Fandler) noch einmal nachgefragt. Folgende Rückmeldung hab ich erhalten:
      Teilentölt ist der Presskuchen d.h. Im Presskuchen sind bei unserem Produktionsverfahren noch ca. 15% Öl . Da noch ein Restöl enthalten ist, sagt man teilentölt. Bei industriellen Ölen bleibt im Rückstandprodukt Ca. 0,1-0,5% an Öl, was als entölt gilt.

      Falls du weitere Fragen hast oder genauer wissen möchtest, wie das Produktionsverfahren abläuft, empfehle ich dir einen Besuch bei der Ölmühle Fandler vor Ort. Oder du meldest dich bei Ihnen per Mail oder telefonisch. Alle Kontaktdaten findest du auf ihrer Website: https://www.fandler.at/

      Liebe Grüße

      Sabrina

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