Ungeschönt: Mein Testbericht zur Menstruationstasse

Nachdem ich mich nun endlich nach 2,5 Jahren dazu entschlossen hatte, dem Thema nachhaltige Frauenhygiene meine Aufmerksamkeit zu schenken, habe ich mir vor kurzem eine Menstruationstasse von Lunette bestellt und sie getestet. Hier folgt nun mein Testbericht dazu: zu 100% ungeschönt.

Die Menstruationstasse besteht aus zertifiziert medizinischem Silikon, wird in Finnland produziert, mein Modell 1 fasst 13,5 ml, sie sieht aus wie ein kleiner Becher mit Stiel und kann bis zu 10 Jahre verwendet werden.

Die Vorteile der Tasse gegenüber Tampons, die mich dazu bewogen haben, die Menstruationstasse auszuprobieren, obwohl ich kaum Tampons verwendet habe:

  • Sicherer, unsichtbarer Schutz Menstruationskappen bilden im Inneren des Körpers ein Vakuum, sodass kein Blut ausrinnen kann. Sie sind zudem von außen nicht sichtbar, da kein Bändchen (wie bei Tampons) abgebracht ist.

  • Gesünder als Tampons Gerade für Frauen, die zu Allergien, Infektionen und Pilzen neigen ist die Menstruationskappe eine gute Alternative, da keine Fasern die Scheide austrocknen.

  • Größeres Fassungsvermögen als Tampons Du kannst deine Menstruationstasse darüber hinaus bis zu 12 Stunden im Körper lassen, da die Kappe mehr Blut fasst als Tampons und das Menstruationsblut mit keinen Fasern in Verbindung kommt, wodurch sich das gefährliche TSS nicht bilden kann.

  • Günstiger als Tampons oder Binden Eine Menstruationskappe hält bei guter Pflege viele Jahre und erspart dir somit bis zu 250 Tampons pro Jahr – und somit jede Menge Geld!

  • Umweltfreundlicher als konventionelle Tampons und Binden Aufgrund ihrer langen Haltbarkeit verursachen Menstruationskappen um ein Vielfaches weniger Müll als konventionelle Tampons – die übrigens im Gegensatz zu Biotampons nicht kompostierbar sind. Quelle: Erdbeerwoche

Ich habe ein Starterinnen-Set bestehend aus Menstruationstasse, Reinigungsseife und Reinigungstücher für unterwegs um knapp EUR 50,- bestellt. Als Überraschung war dann noch ein Baumwollbeutel für die Aufbewahrung der Tasse dabei – im wunderschönen Apfelgrün 😉 Ich dachte, ich hätte das Modell von LadyCup bestellt, stellte jedoch dann fest, dass es sich um das Modell von Lunette handelte. Das Set war einfach zu verlockend, auch wenn angeblich das LadyCup-Modell für Anfängerinnen besser geeignet ist.

Set

Die Theorie

AnleitungVor der ersten Verwendung müssen, nachdem die Hände gewaschen wurden, die Luftlöcher (durch sie entsteht der Unterdruck nach dem Einführen, womit die Tasse hält) gecheckt werden, danach die Tasse mit kaltem Wasser ausspülen und in einem großen Topf 20 Minuten lang auskochen. Laut Packungsbeilage funktioniert die Anwendung der Tasse dann folgendermaßen:

  1. Hände waschen
  2. die Tasse in Herzform bringen (für mich schaut es mehr nach einem C aus, aber Herz geht mit viel Phantasie auch) oder eine andere Faltmethode anwenden – siehe im Video von Lunette.
  3. Tasse sitzend, hockend oder stehend bei gleichzeitiger Entspannung der Scheidenmuskulatur einführen
  4. wenn sich die Tasse drehen lässt, ist es perfekt – sie sitzt tiefer als ein Tampon, jedoch über dem Schambein. Stört der Stiel, kann dieser gekürzt oder sogar ganz entfernt werden (ACHTUNG! Tasse dabei nicht beschädigen)

Die Tasse muss nun im Durchschnitt 2 bis 4 Mal pro Tag entleert werden. Die Messlinien helfen dir dabei, die Blutungsmenge zu verfolgen. Sie kann auch über Nacht „getragen“ werden, jedoch längstens für 12 Stunden.

Muss sie entleert werden, wasch zuerst deine Hände, drück dann den Boden mit Zeigefinger und Daumen zusammen, um die Tasse zu lösen. Es wird auch empfohlen zu pressen, um die Menstruationstasse mit dem Druck nach unten zu befördern. Danach wird der Inhalt in der Toilette entsorgt, die Tasse zuerst mit kaltem Wasser abgespült und danach mit warmen Wasser und der Lunette Feelbetter-Seife gereinigt. Wenn du unterwegs bist, eignen sich die Lunette-Reinigungstücher, womit die Tasse ganz ohne Wasser gereinigt werden kann. Soweit die Theorie.

Der Praxistest

Der Check der Luftlöcher und das Auskochen haben ganz gut funktioniert. Ist ja auch nicht viel dabei. Schon bald kam es dann an´s „Eingemachte“, der erste Einsatz war angesagt.

Das Einführen und Entfernen

HerzformIch habe mich für die Herzfaltung entschieden, die hatte ich nach ein paar Mal Trockentraining ziemlich schnell drauf. Da meine Erdbeerwoche immer über Nacht kommt, habe ich an geglaubtem Abend meinen ersten Versuch gewagt – quasi ebenfalls im Trockentraining. Auf der Toilette sitzend habe ich mein Glück versucht und ziemlich schnell festgestellt, dass unglaublich viel Entspannung angesagt ist, um das Teil dort hin zu bekommen, wo es hingehört. Immerhin ist es wesentlich größer als ein Tampon. Am besten funktioniert es, wenn du die kleinen Schamlippen auf die Seite ziehst und die Menstruationstasse zuvor mit etwas Wasser benetzt. Gleitmittel eignet sich vermutlich noch etwas besser. Ich habe festgestellt, dass sie sich nicht gleich „entfaltet“ hat, was jedoch später von alleine passiert ist. Denn durch die Bewegung arbeiten die Scheidenmuskeln und bringen sie auf ihren richtigen Platz. Das ist jedenfalls mein Gefühl.

Was gestört hat, war der Stiel, den ich zwei Mal gekürzt habe. Jetzt ist er nur noch ein Stummel, aber soweit ich der Beschreibung entnommen habe, kann er auch gänzlich entfernt werden. Denn dran ziehen darf frau ohnehin nicht beim Entfernen. Beim Entfernen ist es tatsächlich sehr empfehlenswert, leicht zu pressen, damit sich die Menstruationstasse nach vorne bewegt. Damit kann sie leichter mit Zeigefinger und Daumen gegriffen werden. Danach ist angesagt, die Tasse ein Stückchen oberhalb des Bodens zusammen zu drücken, damit sich das Vakuum löst. Ich hab zuerst laut Packungsbeilage das Vakuum durch das Zusammendrücken des Bodens zu lösen versucht, das hat jedoch nicht so gut geklappt und die Tasse hat sich an ziemlich empfindlichen Stellen fest gesaugt. Das tut ganz schön weh…

Trockentraining schadet nicht

Ich habe das Einsetzten und Entfernen insgesamt drei Mal im „Trockentraining“ durchgeführt und danach aufgegeben. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich sie richtig platziert hatte und beim Entfernen habe ich eben einige Stellen ziemlich stark beleidigt. Um nicht noch mehr Beleidigungen und Reizungen hervor zu rufen, habe ich mich dazu entschieden, die erste Nacht ohne Tasse zu verbringen und es war gut so, denn die Erdbeerwoche sollte erst in der nächsten Nacht anklopfen.

Am nächsten Tag war ich wieder motiviert und habe vor dem Schlafengehen die Tasse eingesetzt. Diesmal war es schon wesentlich einfacher und ich hatte das Gefühl, sie richtig platziert zu haben. Über Nacht kann nicht viel passieren, dachte ich mir. Genau so war es. Bis auf das, dass mich der noch nicht ganz perfekt gekürzte Stiel der Tasse etwas gestört hat, war alles wunderbar und ich konnte sie in der Früh bereits das erste Mal entleeren. Diesmal habe ich etwas unterhalb der Mitte die Tasse zusammen gedrückt, um das Vakuum zu lösen. Löst sich das Vakuum hört und spürt frau es. Nichts ist „daneben“ gegangen, alles wurde aufgefangen.

Das Entleeren

Nach dem Entleeren habe ich sie mit Seife gereinigt und sogleich den Stiel gekürzt, denn ich wollte sie unbedingt während meiner Runde im Fitnesscenter ausprobieren. Sport war nämlich bislang ein NoGo, wenn ich meine Tage hatte bzw. waren meine Tage eine wunderbare Ausrede dafür, keinen Sport zu machen. Das Blut und die Gewebereste habe ich in die Toilette geleert, danach sie laut Packungsbeilage zuerst mit kaltem und anschließend mit warmen Wasser und Seife abgespült.

Es kostet vor allem in der Früh etwas an Überwindung, Gewebereste, die auch in den Luftlöchern hängen bleiben (die puste ich aus, wenn ich kein Wasser zur Verfügung habe, dann ist das Meiste gut zu entfernen), zu entfernen, aber ich wette, frau gewöhnt sich daran. Nach dem Training und der angesagten Dusche habe ich das Einsetzen in der Hocke versucht und das klappt wunderbar. Leider bieten WCs oft nicht den notwendigen Platz dafür. Sonst gilt für mich: Hose runter bis zu den Knöcheln, damit ich eine leichte Grätsche schaffe. Da tu ich mir einfach leichter.

Das Entleeren der Menstruationstasse funktioniert ganz gut, wenn sie nicht ganz so voll ist. Wenn das jedoch der Fall ist, dann kann schon ein kleines „Blutbad“ im WC angerichtet werden, da der Inhalt sich während dem Herausziehen schon verflüchtigt. Beim ersten Mal war der Überraschungseffekt schon ziemlich groß, vermutlich weil es ziemlich blutig war, aber mittlerweile hab ich es aber schon recht gut raus. Trotzdem gilt für mich: keine weiße Kleidung während der Erdbeerwoche (das war früher auch schon so, um rote Peinlichkeiten zu vermeiden) und Klobrille danach immer checken.

Ich habe die Tasse an den schwachen Tagen 2 Mal und an den stärkeren 4 Mal entleert. Einmal ist es mir passiert, dass sie übergelaufen ist. In diesem Fall landet etwas Blut auf der Binde, aber sonst fängt die Tasse wirklich alles auf und Binden sind eigentlich gar nicht mehr notwendig.

Tasse

Das Reinigen der Menstruationstasse

Zu Hause verwende ich problemlos die Seife. Da wir auch ein Waschbecken im WC haben ist das ganz easy. Für unterwegs sind die Reinigungstücher jedoch Gold wert. Notfalls reicht auch WC-Papier zum Auswischen, das ist jedoch etwas mühsam. Mit den Tüchern habe ich einfach ein besseres Gefühl, da damit die Tasse zugleich desinfiziert wird. Die Seife hat einen pH-Wert von 3,5, sie ist ohne Parabene, vegan und mit Limonene, Citral, d-Limonene und Eukalyptus. Aufbewahrt wird die Tasse dann im mitgelieferten, luftdurchlässigen Stoffbeutel.

Das Tragegefühl

Am ersten Tag meiner Erdbeerwoche ist bei mir unten rum eigentlich alles verkrampft und etwas schmerzhaft, dennoch habe ich die Menstruationstasse ab dem ersten Tag verwendet und hatte keinerlei Beschwerden. Ich habe sie überhaupt nicht gespürt – auch nicht beim Sport und hier habe ich bereits den Stepper und Laufen ausprobiert. Schwimmen kann ich mir auch super vorstellen, weil sie nix durch lässt (wenn sie rechtzeitig entleert wird) und nach dem Schwimmen nicht unbedingt entleer werden muss. Früher war ich während meiner Tage nie Schwimmen, da ich mit Tampons eben nicht zurecht kam und sonst keine Möglichkeit sah, entspannt im Schwimmbad zu liegen, um mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Zusätzlicher Schutz

Als zusätzlichen Schutz verwende ich nun anstelle der konventionell produzierten Binden jene von OrganYc. Sie sind aus Bio-Baumwolle, GOTS, ICEA und von der Organic Soil Association zertifiziert, Hypollergen, pH-neutral, atmungsaktiv, latex-, parfum- sowie chlorfrei und ohne chemische Absorber. Zusätzlich sind auch sie ein europäisches Produkt, hergestellt werden sie nämlich in Italien.

Das Tragegefühl an sich ist ein gutes und da die Blutung zu 100% in der Menstruationstasse landet und ich die Binde nur als zusätzlichen Schutz trage, ist es kein Problem, dass der Kleber nicht 100%ig hält. Durch den Schweiß beim Sport „franzen“ sie etwas aus, aber das Tragegefühl ist im Gegensatz zu konventionellen Binden wesentlich besser, da sie dünner sind und somit nicht scheuern. Sie nehmen auch wesentlich weniger Blut auf, aber in Kombi mit der Tasse passt das. Die Binden gibt es für schwache, mittlere und starke Tage, aber es gibt auch Tampons mit und ohne Applikator, die auf jeden Fall die bessere Wahl zu konventionellen Tampons sind. Ich überlege auch, da wirklich kaum Blut „daneben“ geht, auf Stoffbinden umzusteigen, denn so ganz ohne trau ich mich doch nicht. Und Stoffbinden wäre ich meiner Idealvorstellung des Müllvermeidens noch einen Schritt weiter.

Mein Fazit zur Menstruationstasse

Die Menstruationstasse war eine sehr gute Wahl. Ich fühle mich pudelwohl damit, obwohl ich am Beginn doch Bedenken hatte, ob das alles so klappen würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Sie ist nicht zu spüren und die Handhabung habe ich nach nur einem Zyklus schon ziemlich gut drauf. Nach etwas Übung funktioniert das Einsetzen und Entfernen der Menstruationstasse wunderbar. Ich vermeide damit Unmengen an Müll und tu mir und der Umwelt damit etwas Gutes.

Meine Tipps für euch nun noch einmal zusammengefasst:

  1. Trockentraining bewährt sich beim Üben der Falttechnik und beim Einsetzen und Entfernen der Tasse
  2. Das Einsetzen ist für mich in der Hocke am einfachsten, jedoch auch sitzend auf der Toilette möglich. Dafür muss jedoch die Hose runter bis zu den Knöcheln, um die Beine leicht grätschen zu können. Das macht so einiges leichter.
  3. Die Tasse etwas unterhalb der Mitte oder in der Mitte zusammendrücken, um das Vakuum zu lösen.
  4. Die Tasse nicht nach unten ziehen, wenn sich das Vakuum noch nicht vollständig gelöst hat. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Tasse an sehr sensiblen Stellen fest saugt!!!!
  5. Entspannen und nochmal entspannen beim Einführen und dabei Ruhe bewahren. Es kann nix passieren, auch wenn´s am Beginn vielleicht etwas weh tut. Es ist etwas ungewöhnlich, ein größeres Teil, als ein Tampon in die Scheide einzuführen. Aber es ist nur die Macht der Gewohnheit und Gewohnheiten ändern sich zum Glück 😀
  6. Hände waschen, Hände waschen und nochmal Hände waschen. Ich muss mich nun etwas umgewöhnen, denn Händewaschen vor dem Klogang war bisher nicht wirklich an meiner Tagesordnung.
  7. Keine Scheu vor Blut und Geweberesten. Es ist etwas ungewohnt, aber es ist deins und ganz natürlich. Ich seh das irgendwie als neue Herausforderung. Nun kann ich ganz genau meine Periode verfolgen – bei Menge und „Beschaffenheit“.

Zu haben ist nachhaltige Frauenhygiene unter anderem bei:

  1. Erdbeerwoche
  2. Ecco Verde
  3. Meine Tage
  4. Untertasse
  5.  LadyCup
  6.  Lunette
  7. Die OrganYc Produkte gibt es auch in Reformhäusern und in der Drogerieabteilung in Bioläden

Ich habe extra recherchiert, welche Anbieter es in Deutschland und der Schweiz neben der Erdbeerwoche, Ecco Verde und Meine Tage für nachhaltige Frauenhygiene gibt. Leider ohne Erfolg. Alle drei angeführten Anbieter liefern jedoch auch ins Ausland.

It´s easy being green – Just do it!

24 Gedanken zu “Ungeschönt: Mein Testbericht zur Menstruationstasse

  1. Hey!
    Ich kann mich dir nur anschließen. Ich hab meine MeLuna jetzt seit zwei Jahren und ich bin nach wie vor begeistert 😀
    Blöd finde ich gerade nur das Auskochen – wenn ich auf Reisen bin, ist das leider nicht möglich ^^
    Trotzdem kann ich echt jeder Frau eine Menstruationstasse empfehlen 🙂

    • Hi!

      Danke für dein Feedback! Das Auskochen wird empfohlen, jedoch ist es bei gründlicher Reinigung mit heißem Wasser und Seife vermutlich nicht unbedingt notwendig. Ich werde es trotzdem machen.

      Lg

  2. Ich danke dir für diesen umfangreichen und wirklich schönen Artikel! Ich spiele schon seit einer Weile mit dem Gedanken, auf eine Menstruationstasse umzusteigen, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Dein Erfahrungsbericht hat mich gerade einen Schritt näher an diese Entscheidung gebracht und bestätigt das, was ich bisher auch von allen anderen Frauen diesbezüglich gehört habe: Jede, die einmal eine solche Tasse ausprobiert hat, ist zufrieden damit. Das ist für mich wirklich beeindruckend und macht mich neugierig. Ich denke, ich werde mich nun doch einmal trauen.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hallo Jenny!

      Vielen Dank für dein Feedback.
      Ja, probier es einfach aus, es kann nix passieren, bis auf das, dass die Tasse für dich doch nichts ist. Aber dann hast du es zumindest versucht.

      LG Sabrina

  3. Pingback: Müll reduzieren während den Tagen – Teil 1. | widerstandistzweckmaessig

  4. Hallo Sabrina!

    Danke für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht, den ich gleich zu meinem eigenen Beitrag vom Vorjahr ergänzend dazu verlinkt habe.

    Schön, dass Du nicht locker gelassen hast und mit der Zeit so gut damit zurecht gekommen bist!

    lg
    Maria

  5. Liebe Sabrina,
    vielen Dank für diesen sehr transparenten Bericht 🙂 Ich habe auch die Tasse von lunette und probiere es nun leider schon seit Monaten immer wieder erfolglos. Habe auch schon verschiedene Falttechniken ausprobiert, aber irgendwie will die Tasse nicht hunderprozent abdichten 🙁 Vielleicht habe ich ja bald so viel Erfolg wie Du und fühle mich dann genauso wohl damit. Dein Beitrag hat mich auf alle Fälle motiviert, es in der nächsten Erdbeerwoche mit neuem Elan zu versuchen! Danke 🙂

    Liebe Grüße,
    Laura

    • Liebe Laura!
      Vielleicht haben Annemarie und Bettina von Erdbeerwoche noch Tipps für dich (falls du halt noch nicht bei ihnen nachgefragt hast). Wäre schade, wenn es bei dir nicht klappt. Freue mich, dass dich mein Blogbeitrag motiviert, es noch mal zu versuchen! Drück die Daumen!

      LG Sabrina

    • Liebe Laura!
      Auf meiner facebook Seite hab ich die Info von einer Menstruationstassen-Verwenderin den Tipp erhalten, dass sie mit einer etwas dickwandigeren Tasse besser zurecht kommt, als mit Lunette. Das wären dann zum Beispiel jene von LasyCup oder Meluna.

      LG Sabrina

  6. Nach meiner Erfahrung und Rumhorchen kommt es bei Frauen, die bereits geboren haben öfter mal zu ‚Undichtigkeiten‘ bzw. richtiger: Überschwemmungen. Aber die haben mit den entsprechenden Tampons oder Binden ja ähnliche Probleme. Im Einzelfall ist es wohl sinnvoll, auf doppelte Sicherheit zu setzen.
    Spezielle Seife benutze ich nicht und wüsste auch (aus professioneller Sicht) nicht, wieso das notwendig sein sollte. Das Material soll halt nicht angegriffen werden und es sollte hygienisch sein, ja.
    Ich glaube, das Menstruationstassen für bestimmt 90% der Frauen eine umweltschonende, natürlichere und günstigere Variante zu anderer Monatshygiene sein kann. Wobei ’natürlicher‘ mir ein wichtiger Punkt zu sein scheint in einer Zeit, wo soviele Frauen durch Manipulation ihres Zyklus mit künstlichen Hormonen etc. den Bezug zu ihrer Weiblichkeit etwas aufgegeben haben.
    Liebe Grüße

    • Hallo!

      Zu den von dir erwähnten „Überschwemmungen“ kann ich nichts sagen, weil ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen kann und auch keine anderen Fälle kenne.
      Bei der Seife kann bestimmt jede verwendet werden, die nicht zu „scharf“ ist, also einen pH-Wert rund um 3,5 hat.
      Und zu hormoneller Verhütung: Ich persönlich verhüte auch hormonell, um meine extremen Regelschmerzen in Zaum zu halten. Ich hab keine Lust auf monatlich extreme Schmerzen mit Kreislaufkollaps, Durchfall, Erbrechen und Schüttelfrost. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich dadurch meinen Bezug zu meiner Weiblichkeit aufgegeben bzw. verloren habe. Aber das ist Ansichtssache.

      LG Sabrina

      • Guten Morgen,
        ich wollte Dich oder andere ganz sicher nicht verletzten oder irgendwas absprechen. Tut mir leid, wenn sich das harsch anhörte, das sind vermutlich die Grenzen der nonverbalen Kommunikation und mein Hadern mit meiner eigenen langen Hormon-Geschichte.
        Das was Du beschreibst kenne ich gut, vor den Schwangerschaften war ich auch einmal im Monat total ausgeknockt und lag in Embryonalstellung mit Schmerzen auf dem Sofa.
        Trotzdem sehe ich den Einsatz von der ‚Pille‘ mittlerweile sehr kritisch – aber das ist ein anderes Thema. Wichtig ist, dass die Menstrautionstasse eine tolle Sache ist und dass wir darüber laut sprechen. Vielen Dank also an Dich für den Artikel und Bericht!
        Liebe (versöhnliche) Grüße

        • Du hast mich damit nicht verletzt, da kam mein Kommentar falsch rüber.
          Mir ist bewusst, dass die Pille nicht die beste Lösung ist, für mich jedoch zur Zeit die einzige, um eben den Schmerzen und ihren Begleiterscheinungen zu entgehen. Ich hab einfach Angst davor, sie abzusetzen, obwohl es vermutlich das Beste wäre. Obwohl mir die Risiken bewusst sind, habe ich mich nicht eingehender damit beschäftigt, eben um so einiges darüber nicht zu wissen, um mich nicht vor die Wahl stellen zu müssen. Kinder sind nicht geplant, d.h., dass ich noch lange mit den Schmerzen leben müsste. Und jedes Monat eine hohe Dosis an Schmerzmitteln ist für mich auch keine Alternative. Hausmittel helfen nicht.
          Wie du schreibst, die Pille ist ein anderes Thema und ich finde es sehr gut, dass das Thema aktuell von anderen Bloggerinnen aufgegriffen und behandelt wird, um auf die Risiken aufmerksam zu machen. Ich kann das (noch) nicht, aus beschriebenen Gründen, aber wer weiß, ob ich meine Meinung nicht auch irgendwann ändere.

          LG und einen schönen Sonntag wünsch ich dir,
          Sabrina

  7. Toller Artikel, danke für deine Offenheit.Ich hatte zwar schon davon gehört, mich aber noch nicht weiter damit beschäftigt.Jetzt glaube ich, dass es sich lohnen würde.

  8. Ach Sabrina, ich finde es wirklich klasse, dass du über solche Themen so offen schreibst. Meine Tasse benutze ich auch immer noch gern und ich würde diese auch immer weiter empfehlen.

    viele Grüße
    Rebecca

    • Hallo Rebecca,

      mein Credo (in diesem Fall auch in der Überschrift): Ungeschönt. Genau so schreiben, wie ich es mir denke. Alles andere macht, meiner Meinung nach, keinen Sinn. Bislang bin ich damit ganz gut gefahren 😉

      Alles Liebe,
      Sabrina

  9. Hallo ich versuche auch immer wieder die Menstruationstasse zu verwenden! Hatte noch keine Geburt, normale Statur und bekomme sie einfach nicht dicht! Brauche ich vielleicht trotzdem eine Größere oder ist dieser Hygieneartikel einfach nichts für jedermann!:-( wurde wirklich gerne umsteigen, da ich von den Obs leider auch nicht überzeugt bin?

    Liebe grüße Sabrina

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