ich mach es anders

Natürliche Mittel gegen Gastritis

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Tja, ich dachte nicht, dass mir Cranberrysaft so sehr zu schaffen macht. Also meinem Magen halt. Zum Geburtstag geschenkt bekommen war ich neugierig und trank ich am Sonntagabend ein Glas mit Wasser verdünnt. Wenig später stellten sich leichte Magenschmerzen ein, die auch nach 3 Tagen noch nicht weniger geworden sind. Nachdem sich auch noch Sodbrennen dazu gesellt hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass ich nach 7 Jahren nun wieder eine Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) hatte. Was also tun, damit es nicht wieder so schlimm wird wie damals? Die fetten Proponenpumpenhemmer, die mich unglaublich schläfrig machen, wollte ich auf keinen Fall wieder nehmen.

Da ich zufällig an einer Apotheke vorbei gelaufen bin, holte ich mir dort zuerst mal Caviscon. Dabei handelt es sich um ein Gel mit Minzgeschmack, das sich um die Magenschleimhaut legt und sie schützt. Als ich die Packungsbeilage durchlas wurde mir schon übel, bevor ich das Zeug überhaupt eingenommen hatte, denn es darf keinesfalls ins Abwasser gelangen. Trotzdem nahm ich zwei Stück davon, eines am Abend vorm Schlafengehen und eines am Morgen darauf nach dem Frühstück. Unglaublich, wie grauslich das Zeug ist, aber es hat gewirkt. Es schmeckt nicht nach Minze, sondern so wie der Slimy Schleim, den es in meiner Kindheit zum Spielen gab, roch. Es war also klar, obwohl es geholfen hat: kein weiterer Slimy mehr. Die Inhaltsstoffe habe ich erst gar nicht recherchiert, weil ich es gar nicht wissen möchte, was da alles drin ist.

Gaviscon

In den sozialen Medien und von einem sehr guten Bekannten bekam ich tolle Tipps für natürliche Mittel, die gegen eine entzündete Magenschleimhaut ankämpfen und diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Doch zuvor noch kurz die Erläuterung, was Gastritis eigentlich ist. Wie schon erwähnt, handelt es sich dabei um eine Entzündung der Magenschleimhaut. „Grundsätzlich unterschieden werden akute Magenschleimhautentzündungen, die rasch auftreten und nach kurzer Zeit wieder abklingen, und chronische Gastritiden, bei denen die Entzündung über einen langen Zeitraum anhält und ohne Behandlung Jahre oder sogar lebenslang bestehen kann.“ (vgl. netdorkor.at)

Die Beschwerden reichen von einem Druckgefühl im Oberbauch über Übelkeit, Appetitlosigkeit, Aufstoßen und ein unangenehmer Geschmack im Mund bis zu Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder eine Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel. Ursachen dafür gibt es viele. Zu heißes, zu scharfes und zu schnelles Essen, bestimmte Medikamente, übermäßiger Alkohol-, Kaffee- oder Nikotinkonsum aber auch Stress kann eine Gastritis hervorrufen. 2008 war es bei mir der Stress, diesmal war es eine Überdosis Fruchtsäure. Weitere bzw. genauere Infos zum Krankheitsbild kannst du unter anderem auf netdoktor.at nachlesen. So, und nun zu den natürlichen Mitteln gegen Gastritis.

Kuzu

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Kuzu ist ein angeblich geschmacksneutrales Stärkemehl, das eigentlich für das Andicken von Soßen, Suppen und Pfannkuchen ist und aus der Kuzu-Schlinpflanze gewonnen wird. Das Stärkemehl wird auch Magenschmeichler genannt und sehr gerne bei Gastritis angewendet, da „er unsere Verdauung stärkt und reguliert sowie den Aufbau von Schleimhäuten anregt. Er kleidet den Magen aus und wird so gerne bei Gastritis eingesetzt. Außerdem reinigt Kuzu unsere Darmwindungen, womit er gerne zur Linderung von akuten Darmproblemen beiträgt. Auch bei Durchfall, Reizdarm und Sodbrennen mit Reflux ist Kuzu eine sehr gute Wahl.“ (vgl. ganzherzlich.at)

Kuzu wird in der TCM (Traditionell Chinesischen Medizin) verwendet und auch RaucherInnen empfohlen, die das Laster gerne bleiben lassen möchten, da Stoffe darin enthalten sind, die das Verlangen nach Nikotin einschränken. Auch zur Stärkung des Immunsystems ist Kuzu angeblich bestens geeignet. Ein Wundermittel also und ich werde es ausprobieren. Die Empfehlung lautet: 1 EL Kuzu in einem Viertelliter kaltes Wasser einrühren, kurz aufkochen und auf nüchternen Magen trinken. Etwas umständlich im Büro, aber das ist mir tausend Mal lieber als dieses Giftgel. Zu haben ist Kuzu in ausgewählten Bio- und Naturkostläden, also nicht ganz einfach zu bekommen, wenn mensch nicht in der Stadt lebt, und mit EUR 5,99 für 100 Gramm bei Denn´s aus biologischem Anbau aus Japan ist es auch nicht wirklich ein Schnäppchen. Aber wenn es hilft, soll es mir recht sein.

Aloe Vera-Saft

Aloe Vera Gel

Aloe Vera Gel

Dass Aloe Vera ebenfalls ein Wundermittel ist, habe ich ja schon einmal auf diesem Blog beschrieben. Aloe Vera kleidet ebenfalls die Magenschleimhaut aus und verhindert dadurch eine Reizung. Empfohlen werden dreimal täglich 30 ml Aloe Vera Saft sowie das Anreichern von Müslis, Joghurts etc. mit Stückchen direkt aus dem Aloe Vera-Blatt. Da ich Besitzerin unzähliger Aloe Vera Pflanzen bin, werde ich auch diese Methode zusätzlich ausprobieren, obwohl ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich mir das Machen des Aloe Vera-Safts wirklich antun möchte, aber die Aloe Vera Stückchen im Müsli kann ich mir ganz gut vorstellen.

 

Erdäpfel(saft)

Auch der Erdapfel (Kartoffel) trägt unglaublich viel zur Heilung diverser Krankheiten bei bzw. ist unterstützend. Das war mir so eigentlich gar nicht bewusst. Speziell für Gastritis wird empfohlen „ein halbes Glas frisch gepresster Erdapfelsaft, am besten morgens, zu trinken. Naturmediziner empfehlen aber auch ungesalzenes Erdäpfel-Kochwasser. Jeden Tag morgens frisch gepressten Erdäpfelsaft, verdünnt mit Wasser, trinken (1/8 l). Zur Geschmacksaufbesserung kann eine Karotte mitgepresst werden.“ (vgl. blog.buecherquelle.at) Das wirkt angeblich hervorragend, da „sich [die] Schleimstoffe der Kartoffel sich wie ein Schutzfilm über die kranke Schleimhaut [legen].“ (vgl. http://www.naturheilkunde-lexikon.eu)

Zitronensaft

Das ein Glas Zitronenwasser meinem Magen gut tut, habe ich an meinem Geburtstag erfahren. Nach dem Geburtstagsessen hatte ich das Gefühl, Steine gegessen zu haben und musst die danach geplante Cocktailrunde absagen. Nach dem Kampf mit zusätzlicher Übelkeit machte mir mein Freund ein Glas Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone und rasch bemerkte ich, dass sich in meinem Magen etwas tut, da die Beschwerden rasch nachgelassen haben. Zitronensaft fördert also die Verdauung und bringt sie wieder in Schwung, wenn sie etwas eingeschlafen ist. Bei Gastritis wird jedoch davon abgeraten, da die Zitrone die entzündete Magenschleimhaut weiter angreift.

Weitere natürliche Mittel gegen Gastritis

  • Kohlsaft oder eine Tasse Römischen Kamillentee (auf nüchternen Magen) zur Vorbeugung
  • Betakarotine aus Aprikosen, Karotten oder roten Paprika – sie halten die Magenschleimhaut feucht
  • 1 bis 2 Bananen täglich beruhigen den Magen
  • Ananas und Kohl, reich an Glutamin, das Schäden und durch die Entzündungen an der Magenschleimhaut reparieren kann. Vorsicht ist jedoch bei der Ananas geboten, da auch sie sehr sauer ist und nicht von allen vertragen wird!

Falls du noch weitere Hausmittel kennst, die Gastrits vorbeugen oder behandeln helfen, dann freu ich mich auf deinen Input!

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Quellen:
Naturheilkunde Lexikon
Wikihow – Herstellung von Aloe Vera-Saft
Ganz herzlich Blog über Kuzu
Innatia.de – Zitronensaft bei Gastritis
Netdoktor.at – Krankheitsbild Gastritis

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