ich mach es anders

Konventionelle Zahnpasta – ein must have?

Schon lange beschäftige ich mich unter anderem mit Inhaltsstoffen in Kosmetik- und Pflegeprodukten. In einigen Bereichen bin ich schon ganz weit und hab meine perfekte Alternative gefunden. Zahnpasta war immer was, wo ich irgendwie nicht weiter kam. Kürzlich habe ich mich intensiver in das Thema eingelesen und habe festgestellt: den ganzen Industriemist brauch ich nicht, vor allem, weil meine Zähne zum Glück recht gesund sind. Wir begannen also, von konventioneller Zahnpasta auf Alternativen umzusteigen.

Auf der Suche nach der perfekten Zahnpasta

Unser erster Schritt bestand darin, konventionelle Zahnpasta durch naturkosmetische Zahnpasta zu ersetzen. Wir stellten rasch fest, dass diese im Geschmack ebenso angenehm sind, jedoch weniger scharf und viele davon viel weniger schäumend. Letzterer Punkt war sehr ungewohnt. Ein Anlass für den Umstieg war das Vermeiden von Mikroplastik in Kosmetikprodukten und Zahnpasta ist für dieses Unding prädestiniert.

Wir probierten uns also durch: Zahnpasten von Alverde, bigood, Weleda, mit Propolis, Kamille etc. Hängen blieben wir dann bei Alverde und bigood, aber zufrieden waren wir mit der Alternative nicht so ganz, unter anderem, weil damit das Verpackungsproblem nicht gelöst war. Selbst Zahnpasta abzurühren fand ich aus verschiedensten Gründen zu riskant, da die Werbung, ZahnärztInnen etc. glaubhaft machen, dass mensch Zahnpasta braucht, obwohl Kinder schon lernen, dass Zahnpasta nicht geschluckt werden darf.

Als mein Zahnarzt meinte, dass ich nun aufgrund meiner Zahnspange unbedingt wöchentlich einmal Fluorid auf meine Zähne schmieren soll, beschäftigte ich mich genauer damit. In der Anleitung stand, dass das Gel max. 1 Minute auf den Zähnen bleiben darf und für Kinder unter 6 Jahren total ungeeignet sei. Das machte mich sehr stutzig und die Artikel, welche ich im Internet zu dem Thema recherchiert hatte, waren sich uneins darüber, ob Fluorid jetzt gut oder schlecht für die Zähne sei. Ich hab beschlossen, darauf zu verzichten, da ich offensichtlich zum Glück über relativ gutes Material verfüge.

Jedoch findet sich in zahlreichen Zahnpasten Fluorid und noch ganz viel mehr schlimmes Zeugs, das ich hier ganz kurz für euch zusammengefasst hab. Weitere Infos zu den einzelnen Inhaltsstoffen entnehmt bitte der angeführten Quelle Zentrum Gesundheit am Ende des Artikels bzw. hat die Bloggerin Grünes Einhorn über die Inhaltsstoffe einen noch ausführlicheren Beitrag geschrieben. Ich mal das jetzt nicht alles ab, sondern schaut bei ihr vorbei, wenn ihr mehr wissen wollt. Vor allem hat sie die negativen Nebenwirkungen der Inhaltsstoffe viel ausfühlricher als ich angeführt. Ich war nach kurzem Einlesen schon so frustriert, dass ich das meiste wohl nicht wiedergeben möchte 🙁

Bedenkliche Inhaltsstoffe in der Zahnpasta

Fluoride haben über längere Zeit eine toxische Wirkung, bei Einnahme in größeren Mengen sowieso. Es befindet sich übrigens in Rattengift.

Triclosan: chemisches Desinfektions- und Konservierungsmittel. Greift die gesunde Mundflora an.

Natriumlaurylsulfat: ein Tensid, gilt als (haut)reinigend und ist in vielen Zahnpasten, Duschgels und Cremes aber auch in Reinigungsmitteln zu finden. Es ist hautreizend und allergieauslösend. Deswegen schäumt die Zahnpasta so toll.

Abrasiva: Schleif- und Schmiergelmittel vor allem in aufhellenden Zahncremes. Kann bei übermäßiger Verwendung den Zahnschmelz angreifen. Für die KonsumentInnen ist nicht erkennbar, wie viel Abrasiva in der Paste ist.

Parabene: billige Konservierungsmethode auf Erdölbasis, das über die Mundschleimhaut in den Körper gelangt. Es stört den Hormonhaushalt und es wird vermutet, dass es krebserregend ist.

PEGs (Polyethylenglykole): Emulgator, um die einzelnen Stoffe zu verbinden. Sie machen die Haut und Schleimhaut durchlässiger.

künstliche Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe: haben kariesförderndes Potential und in einer Zahnpasta nix zu suchen.

Mit solchen Inhaltsstoffen in der Zahnpasta haben wir das Zeug nicht nur in unseren Mündern und durch die Mundschleimhaut schlussendlich auch in unserem Körper, sondern spucken das ganze Zeug dann anschließend noch in unseren Ökokreislauf. News berichtet auch, dass in jeder fünften Zahnpasta zumindest ein Stoff gefunden wurde, der hormonell wirksam ist.

Stoffe in selbst gemachter Zahnpasta und ihre Eigenschaften

Ich habe mich dazu entschlossen, das nicht mehr mit zu machen und deshalb meine Zahnpasta selbst abgerührt, da ich unter anderem gelesen habe, dass es zahlreiche Naturprodukte mit ähnlichen Wirkungen, die auch ihre chemischen Geschwister haben, gibt und dass gesunde Zähne eigentlich keine Zahnpasta mit unzähligen Zusatzstoffen braucht.

Folgendes habe ich heraus gefunden:
Birkenzucker ist karieshemmend
Kokosnussöl ist antibakteriell
Natron ist für den Abrieb und zahnaufhellend
Pfefferminze ist entzündungshemmend
Salz regt den natürlichen Speichelfluss an und setzt somit die Selbstreinigungskraft des Mundraumes in Gang
Tonerde ist reinigend, entgiftend, klärend, beruhigend

Es gibt also alles, was die Zähne brauchen, in der Natur zu finden. Warum also nicht Zahnpasta selber machen? Mein Testbericht dazu folgt in Kürze. Solltest du dennoch bei Zahnpasta aus dem Geschäft bleiben wollen, was ich gut verstehen kann, dann schau dir bitte unbedingt die Zutatenliste an. Codecheck hilft dir bei der Suche nach der perfekten Zahnpasta!

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Quellen:
Zentrum der Gesundheit

News
Weitere Hausmittelchen für die Zähne: Besser gesund leben

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Super toller Artikel! Ich bin immer verwundert, wie Du es schaffst neben dem Alltag noch solch kompetente und gut geschriebene Artikel zu veröffentlichen!
    Mit der Zahnpasta-Sache habe ich mich auch schon ein bisschen beschäftigt und habe jetzt schon die Sante Zahncreme mit Vitamin B12 daheim, um diese zu testen. Ich denke egal wie klein die Schritte sind, hauptsache man macht sich Gedanken und versucht etwas zu ändern… Damit tröste ich mich immer, wenn ich merke wie schwer es mir fällt die „perfekte Lösung“ zu finden.
    Ich bin schon sehr gespannt, wie dein Test-Bericht zur selbstangerührten Zahnpasta ausfällt!
    Laura 🙂

    • Vielen Dank für dein Feedback 😀

      Den Bericht zur selbst gemachten Zahnpasta gibt es bereits morgen – ich hatte im Weihnachtsurlaub noch etwas Zeit, um einige Artikel vorzubereiten 😉
      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Hallo Sabrina!

    Seit 2 Jahren verwende ich eine Zahnpasta von Weleda. Ich bin damit sehr zufrieden, wie Du schreibst schäumt es nicht und ist auch nicht so scharf. Mittlerweile mag ich keine konventionelle Zahnpasta mehr, ich habe das Gefühl mein Mund verbrennt.

    Auf selbst gemacht bin ich noch immer nicht umgestiegen, ich kann mich nicht überwinden, weil ich sowieso immer wieder einmal Probleme habe mit den Zähnen. Derzeit ist mein Zahnarzt mit meiner Mundhygiene sehr zufrieden, also der Umstieg auf Naturkosmetik in dem Bereich war voll ok.

    lg
    Maria

  • Ein schöner Artikel, in dem ich mich zum einen gut wiederfinden konnte und dem ich zum anderen absolut zustimme. Ich mache meine Zahnpasta seit ungefähr einem halben Jahr selbst und nutze dafür einige der von dir genannten Zutaten: Birkenzucker, Natron und Kokosöl.
    Das Rezept habe ich hier aufgeschrieben, falls du es lesen magst: http://mehralsgruenzeug.com/2015/10/04/vegane-zahnpasta/

    Man muss sich vielleicht ein wenig an den salzigen Geschmack gewöhnen, aber das gibt sich mit der Zeit und ich finde sie wirklich gut.
    (Zahnärztliche Befunde habe ich noch nicht eingeholt, werde das aber bald nachholen.)

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Vielen Dank für dein Feedback und das Rezept – das werde ich mir gleich anschauen. Ich finde den salzigen Geschmack gar nicht so übel, habe aber zuvor schon mit der Sole-Zahncreme von Weleda „geübt“ 😉

      Liebe Grüße
      Sabrina

  • Ich habe es selber noch nicht ausprobiert, aber den Tipp in einem Video einer nachhaltigen Youtuberin gefunden:
    Zahnpasta von Lush in fester Form (Pulver oder festes Stück). Spart Verpackung und geht zB bei Reisen auch ins Handgepäck.
    http://www.lush-shop.de/zahnpflege.744.0.html
    Gibt’s bestimmt auch von anderen Herstellern.
    Werde jetzt erstmal die Zutaten mit den hier erwähnten abgleichen.

    Video: https://www.youtube.com/watch?v=18ERn28PDqg (Zahnpasta ab 2:23)

    • Danke, aber Lush geht leider gar nicht!! Nicht nur, dass es sich dabei um einen Konzern handelt (ich unterstütze viel lieber kleine Manufakturen und Läden), nein, sie verwenden auch Igitt-Inhaltsstoffe zum Haltbarmachen ihrer Produkte.
      LG Sabrina

  • Ich benutze auch nur noch Zahnpasta auf homöopathischer Basis (Aloe Vera), wenn man mal liest was alles in den Industriellen Produkten enthalten ist merkt man, dass man wortwörtlich Sachen in den Mund nimmt die man normalerweise nicht einmal in die Hand nehmen würde.
    Viele Grüße

    • Mit Baby- bzw. Kinderzahnpasta im Speziellen hab ich mich noch nicht beschäftigt. Wär aber bestimmt eine Recherche und einen Beitrag wert.

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