ich mach es anders

Die neue Markterei in der Alten Post

Letzte Jahr startete die Martkerei mit ihrem ersten Markt in 1100 Wien. Die Premiere hab ich leider versäumt, aber am Badeschiff als auch in Magda´s Hotel habe ich heuer mehrmals goustiert und eingekauft. Mittlerweile ist das Konzept der Martkerei zu einem Wochenendmarkt inklusive After-Work-Party am Freitag heran gewachsen. An den Adventwochenenden findet die Martkerei freitags ab 15:00 und samstags ab 10:00 statt, als Location wurde die Alte Post in 1010 Wien gewonnen und das Konzept sieht fixe StandlerInnen als auch wechselnde StandlerInnen vor – es ist also immer etwas Neues dabei. Ich war dort und möchte euch wieder einmal Lust auf einen Besuch dieses wundervollen Marktes machen.

Die neue Location ist wirklich sehr, sehr toll. Mensch wird von der Foodtruck-Meile begrüßt, wo es leckere Sachen zum Essen sowie einen Punschstand gibt. Nachdem mensch die Alte Post betritt, wird den BesucherInnen das Konzept der neuen Markterei anhand von Plakaten vorgestellt. Wem es zu mühsam ist, der/die kann seine Jacke bei der Garderobe um EUR 1,50,- deponieren, bevor es weiter in die erste, große Markthalle geht. Sie lädt so richtig zum Verweilen und Gustieren ein. In der Mitte befinden sich zahlreiche Tische, um etwas leckeres zu essen und sein Getränk zu genießen oder einfach nur zu verschnaufen. Rund herum gibt es die ersten Stände und eine große Bar.

Rechts weiter gibt es einen Durchgang, in dem Schlumberger seinen Stand hatte und weitere Sitzgelegenheiten. Am Ende des Durchgangs wieder rechts rum, befindet sich die kleine Markthalle mit weiteren tollen Ständen und einem kleinen Café von Alt Wien im hinteren, rechten Bereich. In der kleinen Markthalle ist es etwas kuschelig, aber hier fand ich, waren auch die coolsten Standeln zu finden. Auch die Kinderspielecke war in der kleinen Markthalle vorzufinden. Nach einem ersten Durchschlendern und einem wirklich leckeren Cappuccino von Alt Wien, haben diesmal folgende AusstellerInnen meine Aufmerksamkeit besonders auf sich gezogen:

Fassprobe

Fassprobe

Über die Fassprobe habe ich bereits bei meinem ersten Besuch der Markterei berichtet. Das Konzept fasziniert mich noch immer und mit Johannes ist es jedes Mal sehr nett plaudern. Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch, hab ich mittlerweile schon so ziemlich alle Weine durch gekostet und auch schon einige davon gekauft. Jetzt bin ich nämlich schon groß genug für´s Wein trinken 😉 Naja, Scherz bei Seite, aber wir trinken wirklich seit unserem Urlaub auf Sardinien öfter Wein als zuvor. Der große Wein in kleiner Flasche ist für unsere Haushaltsgröße und uns steirische BiergenießerInnen perfekt, vor allem auch, weil die Weine Bio zertifiziert und manche davon sogar Demeter zertifiziert sind. Pro Flasche gehen sich bei 250 ml Inhalt genau zwei Gläschen zum Genießen aus. Das Konzept ist mittlerweile so gut angekommen, dass weiter Weinsorten abgefüllt werden sollen. Wie so viele andere Unternehmen, braucht auch die Fassprobe dafür Startkapital und startete aus diesem Grund auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne. 14 Tage hast du noch Zeit zu investieren 😀  Ich drück die Daumen!

Markterei

Löwenzahnaufstrich und Ingwersirup von Silvia´s Fruchtwerkstatt

Silvia´s Fruchtwerkstatt habe ich auch wieder entdeckt. Über sie habe ich noch nicht berichtet, was ich diesmal unbedingt nachholen muss. 2012 machte Silvia ihr Hobby zum Beruf und zaubert seitdem leckere Liköre, Sirupe, Fruchtaufstriche, Chutneys, Gelees, Sugos & Saucen, Pesti und Gwürze. Letztes Mal haben wir einen gigantischen Tomatenaufstrich und einen Löwenzahnaufstrich (als Honig darf dieser nicht bezeichnet werden, hab ich gelernt, weil keine Biene bei der Produktion mitwirkt) gekostet und natürlich gleich gekauft. Der Tomatenaufstrich war hervorragend zu Käse oder diente uns auch als Ketchupersatz für Käsetoast. Mit dem Löwenzahnaufstrich haben wir hauptsächlich Tees gesüßt. Er hilft auch wunderbar gegen Karies, was mensch nicht vermuten würde. Diesmal habe ich einen Ingwersirup gekostet. Verdünnt mit Mineralwasser hat mich dieser aus den Socken gehauen. Sowas von lecker, vor allem für IngwerliebhaberInnen wie mich, war der Sirup ein Geschmackserlebnis. Leicht süß, der verwendete unraffinierte Rohrzucker ist auch für DiabetikerInnen in Maßen verträglich. Der Ingwersirup schmeckt nicht nur lecker, sondern soll angeblich auch Verkühlungen abfangen. Ich bin schon gespannt. Der Ingwer stammt übrigens von einem Bekannten, der die Knolle in Österreich anbaut. Ich wusste bis gestern nicht, dass Ingwer in unseren Breitengraden gedeiht, denn bislang hab ich die Knolle leider meist nur aus sehr weit-weit-weg am Bio-Markt oder im Supermarkt gekauft. Die verarbeiteten Frucht- und Gemüsesorten stammen übrigens aus dem hauseigenen Garten und Pachtfeld einer bio-zertifizierten Landwirtschaft. Der Rest wird von LandwirtInnen des Vertrauens zugekauft, Kräuter in den Tiroler und Kärntner Bergen selbst gepflückt. Garantiert ist, dass nur saisonale und somit einheimische Produkte verarbeitet werden. Es kommt also nur das Beste ins Glas oder in die Flasche.

Markterei

Aal und Wolfsbarsch von Goldfisch

Goldfisch war eher eine zufällige Neuentdeckung, aber ich bin soooooo dankbar dafür, dass ich dann doch noch kurz vor meinem Abflug in Richtung heim neugierig beim Stand stehen geblieben bin. Sie hatten  ziemlich viel zu tun, was vermutlich der Grund war, dass ich erst gegen Ende auf sie aufmerksam wurde. Und nachher wusste ich, warum sie so viel zu tun hatten. Es gibt bei Goldfisch nämlich den besten Fisch, den ich bislang gegessen habe und er stammt aus einwandfreier Zucht  ( z. B. Fonda in Slowenien) oder es handelt sich sogar um Wildfang aus dem Neusiedlersee. Die Fische leben in diesen Zuchten länger (bis zu 2 Jahre anstatt der 8 Monate einer konventionellen Zucht), bewegen sich ausreichend, leben in einwandfreier Wasserqualität und ernähren sich hauptsächlich „selbstständig“, heißt, dass nur im Winter zugefüttert wird. Neben Räucherfisch gab es auch Kaviar vom Stöhr aus einer Zucht in Salzburg. Der Stöhr muss nicht sterben, damit mensch an seine Eier kommt. Stirbt ein  Fisch dennoch bei der „Ernte“ wird er zur Gänze weiter verarbeitet. Aus seiner Haut werden z. B. Gürtel gemacht, die Knorpel wandern in Richtung Homöopathie. Alle ZüchterInnen gehen respektvoll mit den Fischen um und schätzen sie als Lebewesen. Das hat natürlich (s)einen Preis, aber der Fisch schmeckt auch um ein so Vielfaches besser! Elisabeth und Sebastian kennen alle ZüchterInnen persönlich und sind Feuer und Flamme für ihr Geschäft. Ich hab selten so motivierte Menschen gesehen, die so für ihre Idee brennen. Und es wird spannend für die beiden, denn am 15. Dezebmer 2015 eröffnen sie ihren Fischladen in der Lerchenfelderstraße 16, 1080 Wien. Dort wird es neben einen kleinen Imbiss mit 22 Sitzplätzen und gutem Weinen auch Frischfisch und den bereits von mir verkosteten Räucherfisch geben. Ich freu mich schon riesig drauf 😀

Pölzer Orangen Dill Senf

Pölzer Orangen Dill Senf

Abgerundet habe ich meine Shoppintour mit einem Orangen Dill Senf von Pölzer Essigkultur. Seit 1994 am Markt beliefert Pölzer einerseits Großhandelsbetriebe mit eigens für die HändlerInnen hergestellten und unter eigenen Markennamen geführten Bio-Essigen und Bio-Senfen – die Premium-Eigenmarke „Pölzer Spezialitäten“ ist bislang ausschließlich über den online-Shop oder in zahlreichen kleinen Bioläden zu erwerben. Auch Pölzer hat gerade eine Crowdfunding-Kampagne laufen, um sein Sortiment zu erweitern.

Ziel der Markterei ist es, für alle, die es noch nicht wissen, ProduzentInnen, die ökologisch nachhaltig und fair produzieren eine Bühne zu bieten. Eine Bio-Zertifizierung der Produkte ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung für einen Standplatz. Bevorzugt werden jedoch Standeln mit Slow-Food Schwerpunkt.

Die Markterei ist an allen Adventwochenenden freitags ab 15:00 und samstags ab 10:00 in der Alten Post. Also falls du von auswärts an einem der Adventwochenenden in Wien bist, empfehle ich dir anstatt der oder zusätzlich zu den kitschigen Weihnachtsmärkten und der heillos überranten Einkaufsstraßen einen Besuch bei der Markterei. Und wenn du in Wien wohnst behaupte ich mal, ist ein Besuch bei der Markterei ein Pflichttermin.

Diesen Freitag und Samstag warten folgende StandlerInnen auf dich:

Adamah BioHof, Bäckerei Kasses, Bernd Püribauers Tierfabrik, Bierfracht (Freitag), Bio Feigenhof (Freitag), Biotiger, Blumengestalten (Samstag), Bonbon et Chocolat, Die Pfefferei (Samstag), Die Süße (Freitag), Eliment, Genussglas, Goldfisch, Insektenessen, kaes.at, La Konfitessa,  Libuni Reisdrink (Samstag), Louro Delikatessen, Moi moi sweet spices, NOAN (Samstag), Obsthof Retter, Ottakringer Brauwerk (Craft Bier Verkostung Freitag), Pölzer Essigkultur, Respekt Winzer (Weinverkostung Freitag), Sanfish, Schlumberger, Silvia’s Fruchtwerkstatt, Thum Schinken, Wiener Honig, Wiener Schnecke, Yppenplatz4, Ziegenliebe

Hof: Jungwirt Trüffelspezialitäten, Kimbo Dogs, Oodie, Pan Regio, Rita bringt’s (Freitag), The Flying Fork

Ich hätt gern unbedingt Rita bringt´s und den Bio Feigenhof besucht (auf den bin ich schon soooooo neugierig). Leider sind beide nur freitags vor Ort und ich kann nur am Samstag 🙁 Aber dafür gibt´s am Samstag ein leckeres Markterei-Frühstück 😀 Vielleicht sehen wir uns ja!

Weitere Impressionen findet ihr nun am Ende des Beitrags. Vielen Dank an die Markterei für das Zur-Verfügung-Stellen der Fotos und an Alexander Gotter, der die tollen Fotos gemacht hat!

It’s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

 

Markterei

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

Silvias Fruchtwerkstatt (c) Alexander Gotter

Silvias Fruchtwerkstatt (c) Alexander Gotter

Pölzer (c) Alexander Gotter

Pölzer (c) Alexander Gotter

Goldfisch (c) Alexander Gotter

Goldfisch (c) Alexander Gotter

Frühstück (c) Alexander Gotter

Frühstück (c) Alexander Gotter

Foodtruck (c) Alexander Gotter

Foodtruck (c) Alexander Gotter

Flammkuchen (c) Alexander Gotter

Flammkuchen (c) Alexander Gotter

Fassprobe (c) Alexander Gotter

Fassprobe (c) Alexander Gotter

Eingangsbereich (c) Alexander Gotter

Eingangsbereich (c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

(c) Alexander Gotter

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Der Besuch in der Markterei ist wirklich ein Erlebnis! Wir hatten zwei wirklich leckere Smoothies von Eliment – zu 100% aus Bio-Früchten und Gemüse. Und auch der (vegetarische) Oodie, eine gefüllte Weißbrot-Sesam-Rolle, war lecker!

    Danke Sabrina für den tollen Tipp!

    • Das freut mich 😀
      Hätte euch dann nochmal gesucht, um dir mein Fairphone zu zeigen, hab euch aber dann nicht mehr gefunden.
      Ich freu mich sehr, euch bald wieder zu sehen! Vielleicht in Basel 😀

      Liebe Grüße
      Sabrina

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