ich mach es anders

Die fairgoods-Messe in Köln war einfach großartig!

Zahlreiche Besucherinnen verzeichnete am 21. und 22. November die fairgoods-Messe und Veggienale in Köln. Mehr als 100 Unternehmen und Initiativen brachten den BesucherInnen ihre (Geschäfts-)Ideen näher, es gab tolle Workshops und spannende Diskussionen am Podium zum Thema Nachhaltigkeit. Ich habe mich auch unter die BesucherInnen gemischt und viele tolle Projekte und Unternehmen mit ihren Produkten kennen gelernt, habe Chilli mit Sojaschnetzel, Disotto und ein Bio-Schokomousse sowie Demeter-Wein, Marmeladen und div. Aufstriche verkostet und natürlich fleißig eingekauft, unter anderem schon Weihnachtsgeschenke, was nicht ganz unpraktisch war. Einige Unternehmen möchte ich euch nun im Detail vorstellen, da sie mich besonders fasziniert haben. Wert wären sie es alle gewesen hier erwähnt zu werden, leider war die Zeit zu kurz, um mit ihnen allen zu plaudern.

Gleich zu Beginn haben wir Isabelle, der Gründerin von ENANA, kennen gelernt. Als gebürtige Österreicherin lebt sie nun in Deutschland und produziert nachhaltige Tanzkleidung, hauptsächlich saisonunabhängige Basicteile aus GOTS-zertifizierten Stoffen und Sportshirts aus zertifiziertem Merinowolljersey, die Garne und Gummis sind entweder GOTS oder Ökotex Standard 100 zertifiziert. Die Gütesiegel-Freaks unter euch wissen, dass das Ökotexk-Siegel nicht allzu viel drauf hat, aber Isabelle bestätigte meine Aussage, dass manchmal leider Kompromisse notwendig sind. Sie würde es gerne noch perfekter machen, aber es ist schwer auf dieser Welt, nachhaltig produzierte Stoffe, Garne und Gummis zu bekommen. Gefertigt wird die Tanzbekleidung in Deutschland und besonders ist auch die Verpackung der Bekleidung. Die Verpackung ist nämlich aus ökologischen Materialien hergestellt und somit kompostierbar. Wer von euch einmal in einem Bkleidungsgeschäft gearbeitet hat weiß, wie viel Plastik und Seidenpapier bei einer Lieferung zusammen kommt. Aus den Stoffresten werden Tanzbeutel oder Stulpen genäht, es wird also so gut wie nichts weg geschmissen. Ich selbst bin keine Tänzerin, habe aber gelernt, dass die Kleidung so entworfen ist, dass die wichtigsten Stellen wie z. B. die Knöchelregion bei BalletttänzerInnen nicht auskühlen. Wäre ich Tänzerin, wäre ich Stammkundin bei Isabelle, denn die Teile sind wirklich sehr schick. Und nicht nur für Erwachsene gibt´s Fesches, sondern auch für die Kleinen ist die Auswahl eine große.

Tanzkleidung aus Merinowolle_enana

Tanzkleidung aus Merinowolle, enana

ChicoBag

ChicoBag

Gleich danach blieb ich beim Stand von ChicoBag, einem B Corp zertifizierten Unternehmen, hängen. Mit Standort in Californien hat sich ChicoBag dem Kampf gegen das Plastiksackerl verschrieben. Neben Lifestyle-, Einkaufs- und Reisetaschen gibt es auch die sogenannten VeggieBags, die die Einmal-Obsackerl im Supermarkt ersetzen. Das Material der VeggieBags besteht aus Hanf-Baumwolle oder Netz und recycelten PET-Flaschen, die weiteren Taschen bestehen rein aus recycelten PET-Flaschen. Die Karabiner, die an den Taschen angebracht sind, sind mehrheitlich aus recycelten Aluminium. Die Einkaufstaschen lassen sich einfach zusammenfalten und leicht in der Jacke oder Handtasche verstauen. So sind sie immer dabei. Ich hab mich einige Zeit sehr nett mit Jens unterhalten, der ChicoBag nach Deutschland geholt hat. Im Urlaub hat er das Konzept entdeckt und ist nun Vertriebspartner für den deutschsprachigen Raum. Nun kann mensch bekriteln, dass es sich um eine US-amerikanische Firma handelt und der ökologische Fußabdruck der Taschen durch den langen Transportweg eine kleine Katastrophe ist, dennoch finde ich es toll, dass es motivierte Menschen gibt, die von einer Idee überzeugt sind und diese weiter tragen. Ich selbst bin auch auf kurze Transportwege bedacht, hab mir aber eine Tasche zum Einkaufen um EUR 14,- gekauft, da die bestehende leider schon ziemlich dahin ist. Abschließend hab ich noch ein Plastiktütenmonster geschenkt bekommen 😀 (Das Foto davon findest du unten)

Elfant am Toepfchen, Elocosy

Elfant am Toepfchen, Elocosy

Weiter ging´s zum für mich faszinierendsten Stand. Bislang wusste ich, dass es Bücher aus Elefantendung gibt, ich wusste jedoch nicht, dass es bereits eine Vielzahl an Papierprodukten aus diesem Rohstoff gibt und wurde am Stand von Elecosy eines besseren belehrt. Dort gab es wunderschöne Notizbücher, Schatullen, Schmuck, Malbücher, Fotoalben und sogar Figuren aus Elefantengaga. Elecosy ist ein belgisches Unternehmen, erzeugt wird das Papier in Sri Lanka und ein Teil der Einnahmen wird an die Millennium Elephant Foundation gespendet, die sich um alte, kranke und verletzte Elefanten kümmert. Ich hab gelernt, dass ein Elefant 16 Mal am Tag auf´s Klo geht, weil er 180 kg frisst. Sein „poo“ ist sehr grobfrasrig und kann deshalb zu Papier weiter verarbeitet werden. Es wird gesammelt, getrocknet, desinfiziert, gepresst und vor Ort in Sri Lanka weiter verarbeitet. Dadurch konnten in der Region Arbeitsplätze geschaffen und die Armut reduziert werden. Und das Papier hat einen weiteren positiven Effekt: es müssen keine Bäume dafür sterben. Ich bin von Elefantenpapier immer mehr begeistert und werde auch in Österreich nach einem Lieferanten die Augen offen halten. Wenn du dir die Papierwaren von Elecosy anschauen und vielleicht auch bestellen möchtest, schau mal in ihren online-Shop. Ich hab für meine Großcousins zu Weihnachten ein tolles Malbuch erstanden. Darin wird die Geschichte des Elefantenpapiers und dessen Vorteile erzählt und zugleich können die Bilder von den Kindern ausgemalt werden. Malbuch vereint mit Bildung – ich find das großartig!

Ring aus Briefmarke, Tanz auf Ruinen

Ring aus Briefmarke, Tanz auf Ruinen

Gleich daneben befand sich der Stand von Tanz auf Ruinen. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen mit Fokus auf Upcycling. Sie handeln aber auch mit Aufklebern, Tonträgern, Patches oder Taschen, die eine politische Botschaft transportieren, denn Tanz auf Ruinen setzt sich unter anderem für Veganismus und gegen Rechtsradikalismus ein. So, nun aber zurück zum Upcycling: uns hat es der Schmuck aus Briefmarkten total angetan. Es gab aber auch Schalen aus Vinylplatten, Pins und Schlüsselanhänger mit Landkarten- oder Comicmotiven, Tetrapack-Geldbörserl oder Gürtel aus alten Fahrradreifen und noch viel mehr, aber die Ringe, Ohrringe und Amulette aus alten Briefmarkten waren der Hammer. Wir Mädels haben uns natürlich gleich damit beschmückt, wobei die Auswahl eine Qual der Wahl war, denn die Schmuckstücke waren alle wunderschön und jede Marke hatte etwas für sich. Ich hab mir einen wirklich hübschen Ring um EUR 10,- gekauft und hab die passende Briefmarke (eine österreichische 2 Schilling-Marke) als Andenken mit nach Hause bekommen 😀 Das ganze Sortiment kannst du dir im online-Shop anschauen und natürlich dort auch erwerben.

Auch PLUP-Planet Upcycling war mit einem Stand vertreten. Dort haben wir Hüte aus Kaffeesäcken probiert, leider war kein passender dabei. Auch die Uhren aus Vinylplatten haben mich sehr angelacht, leider wären die so gut wie unmöglich zu transportieren gewesen. Und die stylische Tasche aus Dosenlaschen hab ich nun mal nicht gebraucht.

Bei ForestFinance habe ich dann leckere Schokolade gegessen (ForestFinest, die angeblich fairste Schokolade, da die Mischwälder, in denen der Kakao geerntet wird, ihnen selbst gehören) und mich über einen BaumSparVertrag informiert. Ich bin ja ständig auf der Suche nach alternativen Sparangeboten und ForestFinance bietet nachhaltige Waldinvestments, die eine lukrative Rendite mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbinden. Es gibt verschiedenste Produkte mit unterschiedlich langen Laufzeiten, ich lassen mir für meine Entscheidung jedoch noch ein wenig Zeit.

Wein und Tomaten, Libera Terra

Wein und Tomaten, Libera Terra

Den Stand von Libera Terra besuchte ich gleich zwei Mal, weil mich der Spruch „legal & lecker – mafiafreie Produkte von Libera Terra“ nicht los ließ. Bei meinem ersten Besuch hatten die Herrschaften keine Zeit, mir mehr darüber zu erzählen und der Flyer, der in meiner Tasche landete, blieb ungelesen. Gegen Ende unserer Messesession steuerte ich noch einmal zum Stand zu und ließ mir das Konzept erklären. Es geht darum, dass Mafialändereien in Italien vom Staat beschlagnahmt und an Kooperativen weiter gegeben werden, die diese Ländereien bewirtschaften. Das stell ich mir unglaublich schwer vor (ich hab das Buch Omerta von John Dickie gelesen) und ich glaube, gerade deswegen fasziniert mich dieses Projekt so sehr. Diese freien Ländereien bekommen das Label Libera Terra verliehen, wenn sie die Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Ziel ist es, die oft desaströs hinterlassenen Mafialändereien wieder „aufzupeppeln“ und qualitativ hochwertige Produkte zu erzeugen. Nicht alle Produkte sind biozertifiziert, längerfristig ist dies jedoch der Plan. In Deutschland sind die Produkte von Libera Terra hauptsächlich in den Weltläden beziehbar, aber es gibt auch einen online-Shop. Erstanden hab ich an diesem Stand einen sehr guten Rotwein und eingelegte Tomaten 😀

Damit war meine Shoppingtour abgeschlossen. Mein Freund entdeckte dann noch upgecyceltes Katzenspielzeug von katzenkugel.de. Wir waren uns sicher, dass die wirklich netten Liegekörbchen von unseren beiden Samtpfoten bestimmt ignoriert werden, aber gegen eine Maus mit Katzenminze sind sie machtlos, also ging eine um EUR 14,- mit. Sie ist aus Altkleidern genäht und mit Bio-Katzenminze befüllt. Der riesen Vorteil dabei: im Stoff der Maus befinden sich durch das zahlreiche Waschen der Altkleidung keinerlei Giftstoffe mehr. Ich möchte gar nicht wissen, was bei im Zoofachhandel gekauftem Katzenspielzeug, alles drin ist. Katzenkugel hat aber nicht nur Spielzeug und Höhlen, sondern auch Fressnäpfe, ein Katzenklo und ein Gaga-Schauferl aus Biokunststoff oder einen Vorratsbehälter für Trockenfutter. Katzen brauchen kaum gekauftes Spielzeug, da sie alles zu ihrem Spielzeug machen. Das gesamte Sortiment findest du auch im online-Shop von Katzenkugel.

Upcycling Katzenspielzeug, katzenkugel.de

Upcycling Katzenspielzeug, katzenkugel.de

Es war also, wie ich hoffentlich zeigen konnte, eine bunte Auswahl an AusstellerInnen mit tollen Produkten. Alle AusstellerInnen zum Nachschauen gibt es auf der Website von fairgoods inkl. kurzer Beschreibung, sofern die AusstellerInnen einen Text geliefert haben.

Podiumsdiskussion fairgoods-Messe

Podiumsdiskussion fairgoods-Messe

Eine Diskussion am Podium haben wir zum Thema CSR mitverfolgt, Workshop haben wir leider keinen geschafft. Was mir im Vergleich zur warfair&mehr-Messe in Linz aufgefallen ist, dass die Upcycling-Szene in Deutschland eine größere sein muss, als in Österreich, bwz. dass die upgecycelten Produkte in Deutschland leistbarer sind, als bei uns. Kann auch sein, dass es jetzt rein subjektiv ist, aber in Linz bin ich meist ziemlich rasch an den Upcycling-Ständen wegen ihrer Preise vorübergezogen, obwohl mich die Branche extrem interessiert. Und ich bin jetzt kein Mensch, der die Arbeit und das Herzblut, was hinter jedem einzelnen Upcycling-Produkt steckt nicht schätzt. Aber auch ich hab meine Schmerzgrenze. Weiters ist uns Deutschland im Bereich Grüne Versicherungen meilenweit voraus. Einige waren auf der Messe vertreten und im ECO World – Bewusst besser leben, das ich mir als Lektüre von der Messe mitgenommen habe, habe ich weitere Anbieter entdeckt. Und als letzten Punkt muss ich noch anmerken, dass es in Köln weit mehr Angebot an nachhaltigen Schuhen gab, was ich sehr wichtig finde, da es bislang nur wenige Alternativen zu konventionell produziertem Schuhwerk gibt.

Und wer jetzt Lust auf die fairgoods-Messe und Veggienale bekommen hat, es gibt mehrere Möglichkeiten, sie im nächsten Jahr zu besuchen, nämlich:

Hannover, Congress Centrum am 16. und 17 Jänner 2016

Graz, Seifenfabrik am 9. und 19. April 2016 (da werde ich übrigens auch wieder anzutreffen sein 😀 )

Essen, Zesche Zollverein am 16. und 17. April

Dresden, Erlwein Forum am 7. und 8. Mai 2016

Rhein-Main(z), Halle 45 (ehemals Phönixhalle) am 1. und 2. Oktober 2016

Hamburg, Sporthalle am 15. und 16. Oktober 2016

Köln, XPost (ehemals Expo XXI) am 29. und 30. Oktober 2016

Wenn du Interesse hast, bei der Messe auszustellen, gibt´s auf der Website das Anmeldeformular zum Download inkl. aller Preise. (Achtung: Link gilt für Formular Graz – alle anderen Formulare gibt’s aber ebenfalls auf der Website.

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Tanzkleidung_enana

Tanzkleidung_enana

Chicobags

Chicobags

VeggieBag aus Hanf-Baumwolle, ChicoBag

VeggieBag aus Hanf-Baumwolle, ChicoBag

Plastiktütenmonster, ChicoBag

Plastiktütenmonster, ChicoBag

Chicobag_Huelle

Chicobag_Huelle

Accessoires aus Elefantendung, Elocosy

Accessoires aus Elefantendung, Elocosy

Malbuch aus Elefantendung, Elocosy

Malbuch aus Elefantendung, Elocosy

Figuren aus Elefantendung, Elecosy

Figuren aus Elefantendung, Elecosy

Schmuck aus Briefmarken

Schmuck aus Briefmarken, Tanz auf Ruinen

Stand Planet Upcycling

Stand Planet Upcycling

Uhren aus alten Vinylplatten_Planet Upcycling

Uhren aus alten Vinylplatten_Planet Upcycling

Upcycling Accessoires_Planet Upcycling

Upcycling Accessoires_Planet Upcycling

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Wow, das ist mal ein umfassender Bericht. Richtig klasse das du so viel über die Labels in Erfahrung bringen konntest und hier mit uns teilst. Bei diesem Elefantenpapier wäre für mich jetzt noch interessant, wie die Elefanten gehalten werden, sprich pb diese in Freiheit leben und ob dort wirklich nur die Elefanten sind, die alt und krank waren? Es ist ja durchaus bekannt, dass in Ländern viele Menschen Elefanten zur Belustigung der Touris halten und dies würde ich niemals unterstützen.
    weißt du da etwas zu?

    viele liebe Grüße
    Rebecca

    • Das ist eine berechtigte Frag, danke für die Ergänzung. Ich hab leider auf der Website dazu nichts Genaues raus gefunden, aber nun direkt bei der Firma zu diesem Thema angefragt. Mal schauen, ob bzw. was zurück kommt. Antwort wird dann hier gepostet. LG Sabrina

    • Hallo Rebecca,

      hab die Info vom Unternehmen erhalten – hört sich für mich sehr OK an:

      Yes, the Dung comes from wild living elephants in 3 of the 4 factories in Sri Lanka, in the remoter
      areas of the North part of the island.

      The 4th Factory takes most of its dung from the Millennium Elephant Foundation next door. This
      is an establishment that cares for elephants that are in work in Sri Lanka – it also acts as a

      Sanctuary for 8 elephants that have been rescued from hardship in work.

      An example is Kavari Raja , a large Male with crossed tusks who worked at the Temple of the

      Tooth in Kandy , until he badly injured a front leg, whilst bringing food from the Forest. He
      could no longer work , but instead came to the MEF, where he now stays.

      We note the comments about the Elephant Orphange in Pinnawela. this , of course, is quite out
      of our sphere of influence….

      We certainly prefer and recommend the Elephant Transit Home in Uda Walawe and our own
      MEF , a private Charity.

      Its true that the pressure on wild elephants in Sri Lanka is growing, as Tourism grows after the
      end of the Civil War. However, there are many people doing their best to highlight the problem,
      pressurise the Government to help and defend elephants in the Wild. We think our Factory also
      plays it part in this, in providing work for people from elephants and thereby giving them a more
      positive view of them.

      LG Sabrina

  • Hier noch ein paar Infos zu Elefanten in Sri Lanka: Elefantentourismus Sri Lanka – ein zunehmendes Problem

    Die Zahl der Touristen in Sri Lanka stiegt in seit einigen Jahren kontinuierlich. Die meisten Urlauber kommen aus Indien, Großbritannien und Deutschland.
    Gleichzeitig werden in Sri Lanka immer mehr Touristenattraktionen mit Elefanten angeboten: Elefantenreiten, eine steigende Zahl von Zeremonien (Peraheras), Waisenhäuser und Freiwilligenprojekte, in denen sich Urlauber um „mutterlose“ Elefantenkinder kümmern. Diese Form von Tourismus treibt die Nachfrage nach Elefanten in Gefangenschaft an – die zunehmend durch illegal gefangene Elefantenkälber gedeckt wird. Seit 2007 wurden schätzungsweise 70 wilde Elefanten eingefangen. Gesetzeslücken, Korruption und untätige Behörden machen es möglich, Wildfänge als Nachzuchten auszugeben. Dabei wurde in den letzten zehn Jahren in Sri Lanka keine einzige Elefantengeburt in privater Haltung registriert.

    Die einzige Möglichkeit, Elefanten legal zu erwerben, ist über das so genannte Elefantenwaisenhaus Pinnawela. Diese Einrichtung, in der derzeit 80 Elefanten untergebracht sind, gibt Tiere zum Teil an Tempel und Zoos ab. Pinnawela ist auch ein beliebtes Touristenziel, das viele große Reiseunternehmen im Angebot haben.
    Pinnawela – eine problematische Touristenattraktion

    2013 haben etwa 294.000 ausländische Touristen das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela besucht. Die staatliche Einrichtung, die viele große Reiseunternehmen im Angebot haben, hält über 80 Elefanten. Im Gegensatz zu seriösen Waisenhäusern werden die Tiere hier allerdings nicht auf eine Wiederauswilderung vorbereitet, sondern dienen als geldbringende Touristenattraktion. Immer wieder werden Tiere zudem an Tempel, einflussreiche Privatpersonen und Zoos abgegeben. Die Reisenden dürfen direkten Kontakt mit den Elefanten aufnehmen, sie für ein paar Extra–Dollars streicheln, füttern und auf ihnen reiten. Die Einrichtung ist in vielen Punkten alles andere als tiergerecht, regelmäßig berichten Besucher von Missständen. Bereits Elefantenbabys werden von ihren Müttern getrennt und angekettet. Es fehlt an Platz, Schatten, Futter, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Viele Elefanten haben unbehandelte Verletzungen, zum Teil ein Resultat der schlechten Behandlungsbedingungen. Sogar Minenopfer, die Füße verloren haben und sich kaum aufrecht halten können, werden ausgestellt, um von mitleidigen Besuchern Geld einzusammeln.

    Pro Wildlife rät vom Besuch dieser und ähnlicher Einrichtungen dringend ab.

    >> Pro Wildlife unterstützt das Elephant Transit Home auf Sri Lanka: Dort werden die Elefantenwaisen nicht angekettet und als Tourismusattraktion genutzt, sondern auf die Wiederauswilderung vorbereitet

  • Hallo Sabrina,
    toller umfassender Bericht.
    Aber eine kleine Korrektur 🙂
    Es handelt sich nicht um, wie von Dir bezeichnet Dinkelreisrisotto, sondern um Disotto.
    Reis ist darin nicht enthalten. Entweder ausschließlich Dinkel oder wahlweise für die schnelle vegane Küche Dinkel mit Tomate oder Dinkel mit Paprika.

    • Hallo Helmut,

      vielen Dank für deinen Input. Werde die Korrektur dann gleich noch einbauen. Ist nicht immer einfach, alle Facts korrekt wieder zu geben bei so vielen tollen Produkten. Kannst du mir auch noch den Firmennamen verraten? Dann würd ich euch auch noch namentlich erwähnen.

      Danke und LG Sabrina

      • Hallo Sabrina,

        so viel wie es zu bestaunen und zu sehen gab kein Wunder. Und vielen Besuchern ist es ähnlich ergangen wie Dir und haben bei dem Disotto einen Schreibfehler unsererseits vermutet 🙂
        Außer dem Disotto hatten wir auch noch BIO-Senf und BIO-Destillate (davon gibt es bei FB auch ein Foto).
        Und das alles gab es bei Wieland´s Feiner Service und im Januar 2016 wohl auch wieder bei der Fairgoods in Hannover.

        Danke Dir und LG Helmut

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