ich mach es anders

Du darfst nicht Mann sein – meine Antwort auf die gestrige ORF-Sendung DOKeins

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Gestern strahlte der ORF die Sendung DOKeins mit Hanno Settele „Settele und die 10 Verbote“ aus. [EDIT 9.1.2016: Ein Beitrag ist in der tvthek nur bis zu einer Woche nach Erscheinen abrufbar]. Ein Verbot lautete „Du darfst nicht Mann sein“ und dazu muss ich heute etwas sagen. Die Beiträge waren generell unterhaltsam und informativ, bei diesem einen hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Ideen ausgegangen waren. Ich bin keinesfalls eine so genannte „Kampfemanze“, aber doch eine Feministin, die für Respekt und Gleichberechtigung einsteht, deshalb möchte ich meinen heutigen Beitrag diesem Thema widmen.

Lukas Plöchl von den ehemals Trackshittaz kommentierte ihren Song „Woki mit dem Popo“ damit, dass es sich um einen Partysong handle. 2012 traten sie mit diesem Song beim Songcontest an und schon damals hab ich mich für diesen Beitrag aus Österreich geschämt. Ich empfand den Song, wie im gestrigen Beitrag anmoderiert, nicht als Verarsche der männlichen Aufreißerkultur, sondern als eine bodenlose Frechheit Frauen gegenüber. „Außer mit die Töpf, heut gibt’s Nudeln“ war in meiner Hauptschulzeit ein Renner, aber schon damals fand ich solche Sprüche einfach nur zum Kotzen. Plöchls Aussage, beim Feiern geht es halt mal nur im das „Eine“ mag vielleicht stimmen, jedoch ist dies kein Grund, Frauen respektlos zu begegnen und wie reine Sexobjekte zu behandeln. Denn wir haben eines mit den Männern auf jedenfalls gemeinsam: wir sind Menschen.

Ein weiterer Interviewpartner meinte, dass jede Frau darauf steht, wenn ihr Komplimente über ihren Hintern gemacht werden. Immerhin gehen wir, seiner Meinung nach, ja auch ins Fitnesscenter, um ihn zu trainieren. Auch dabei kam mir fast das Kotzen. Würde ich über diesen Körperteil Komplimente erhalten, würde sich der Mann ins Out schießen, weil ich nicht auf meinen Hintern reduziert werden möchte und genau diese Körperstelle meine „Schwachstelle“ ist. Und nein, ich trainiere ihn nicht extra. Würde ich es tun, dann für mich selber und sonst niemanden.

Über Lotte Tobisch’s Tipp, sich hin und wieder Universum anzusehen, um zu verstehen, warum Männer so sind, wie sie sind, musste ich schmunzeln, denn das ist auch ein wenig mein Ansatz. Bzw. ist es viel mehr mein Rettungsanker, wenn ich wieder einmal baff darüber bin, wie manche Männer ticken. Ausrede ist es keine, denn immerhin behauptet die Spezies Mensch ja, über alles erhaben und zivilisiert zu sein. Würde dieses Argument gelten, wäre ich erstens dafür, alle Tiere dieser Welt nicht mehr als Sachgut zu betrachten und mit Würde zu behandeln (ich bin ohnehin dafür, denn Tiere sind Lebewesen!!!! Damit möchte ich Menschen ansprechen, die das anders sehen) und zweitens wäre ich dafür, dass wir uns alle wieder in die Wälder und Berge aufmachen, um uns voll und ganz unseren Trieben hingeben zu können.

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

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  • Ach wie schön das ich auf deinen Blog gestoßen bin. Das ist hier wirklich ein Beitrag ganz nach meinem Geschmack.
    Der einzige der meinen Hintern kommentieren darf ist mein Menne und das auch nur wenn wir zu zweit sind.
    Es gibt aber leider unheimlich viele Frauen, die es nicht zu stören scheint, wenn man sie auf ihren Körper reduziert. Wie sie dann manchmal dasitzen und mit schräg geneigten Kopf blöd grinsen während irgendein Trottel komplimente über ihren Busen oder Hintern macht. Traurig, aber habe ich schon öfters live miterlebt.

    Zum Glück gibt es ja noch die anderen Frauen, die zwar mit Sicherheit auch schöne Popos haben, die sich aber weit aus mehr freuen, wenn man sie wegen ihrer Intelligenz lobt.

    viele liebe Grüße
    Rebecca

    • Freu mich sehr darüber, dass ich mit diesem Beitrag deinen Geschmack getroffen hab. Ja, die Damen kenn ich auch, die sich auf ihr Aussehen reduzieren lassen. Aber dass viele Männer glauben, alle seien so, ist umso trauriger.
      Liebe Grüße,
      Sabrina

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