Mein Wort zum Weltspartag

Es war einmal der Weltspartag. Dieser ist jedes Jahr vor allem für Kinder ein Erlebnis. Endlich kann die gut befüllte Spardose abgegeben werden, die Summe wird mit Spannung erwartet und abschließend gibt´s ein Geschenk von der Bank. Wie ich den Medien heute entnommen habe, war das einmal. Heutzutage ist bereits vieles automatisiert – so auch zum Teil schon das Sparen. Ich habe schon länger keine Spardose mehr auf die Bank gebracht, denn aus verschiedensten Gründen habe ich mich über alternative Sparformen schlau gemacht. Einen Teil meines Geldes habe ich auch in alternative Sparformen angelegt, einen anderen Teil, der ständig verfügbar bleiben muss, (noch) nicht. Einige Banken und Organisationen, die eine ethische Geldanlage anbieten, möchte ich euch heute vorstellen.

Alternative Sparformen gibt es in Österreich leider nicht wie Sand am Meer. Einige gibt´s aber doch, und folgende sind  mir bekannt:

Oikocredit Österreich

Steyler Bank

Ethiksparen bei Schelhammer & Schattera

Und hoffentlich sehr bald kommt DIE Alternative zu konventionellen Banken: Die Bank für Gemeinwohl. Du bist herzlich dazu eingeladen, mit zu gründen. Das geht ganz einfach, indem du auf den vorangestellten Link klickst 😉

Deutschland ist Österreich bei diesem Thema meilenweit voraus.

Mit der GLS Bank, der Umweltbank oder der Ethikbank, bietet Deutschland SparerInnen, die ihr Geld nachhaltig investieren möchten, eine tolle Auswahl an verschiedenen Produkten. UND: Mensch kann hier auch ein Girokonto eröffnen – das gibt´s in Österreich noch nicht.

AusländerInnen haben die Möglichkeit, ein online-Zinskonto bei den deutschen Banken einzurichten. Ist besser als nix, aber mir noch zu wenig. In der Hoffnung, in Österreich bald mehr Auswahl zu haben, habe ich mich für zwei Sparmöglichkeiten in Österreich entschieden. Ich lege mein Geld bei Oikocredit und bei Schelhammer & Schattera in Form eines Ethik-Onlinesparkontos an.

Kritisiert wird bei ethischen Sparformen, dass die Renditen sehr gering sind. Bei Oikocredit erhalte ich 2 % Dividende pro Jahr – das ist mehr, als bei jeder Bank, bei Schelhammer & Schattera bekomme ich fix 0,25%, wobei es im ersten Jahr einen Bonus von 0,25% gibt – macht insgesamt 0,5%. Zusätzlich habe ich noch ein Sparkonto bei der easybank – easy zinsmax mit einem variablen Zinssatz von 0,5% p.a.. Hier ist mein Geld nämlich täglich verfügbar und zur Zeit brauch ich das auch um z. B. meine Zahnspange ab zu bezahlen. Bei der easybank handelt es sich zwar um die Onlinebank der BAWAG PSK, jedoch habe ich hier den großen Vorteil, dass das Konto und die Kreditkarte gratis sind und ich nicht regelmäßig zu so genannten KundInnenterminen aufkreuzen muss, um meinen Kontostand zu analysieren und mir eventuell wieder eine Versicherung oder eine neue Sparform andrehen zu lassen. Hat bei mir eh nie funktioniert, aber es war immer mühsam. Weil ich aber ein netter Mensch bin, bin ich immer zu diesen Terminen hin. Jetzt bin ich froh, dass das ein Ende hat. Brauch ich mal was von der Bank, ruf ich einfach die Serviceline an – das funktioniert wunderbar! So, nun wieder zum eigentlichen Thema: die Zinsen sind, soweit ich als Kleinsparerin das beurteilen kann, für diese risikoarmen Anlagen gar nicht so übel, wie ihr Ruf.

Die Rendite ist mir jedoch generell egal, denn heutzutage bekommt mensch ohnehin miese Zinssätze für seine/ihre Spareinlage – außer mensch ist risikobereit. Und das bin ich zum Beispiel gar nicht und ich hätte ohnehin nicht die Knete dafür, um in Aktien oder ähnliches zu investieren. Viel wichtiger ist mir, dass bei ethischer Veranlagung das Geld nicht in Waffen, Rohstoffe, Lebensmittel etc. investiert wird. Das ist viel mehr wert und bei weitem nachhaltiger für die Gesamtgesellschaft und deshalb auch für mich, als ein paar Euro mehr auf meinem Konto.

Die Gier der Menschheit ist groß, natürlich hätte jede/r von uns gern noch mehr, als er/sie ohnehin hat, aber ich stell mir häufig die Frage, ob mich mehr Geld glücklicher machen würde. Und nach wie vor lautet die Antwort „nein“. Ich komme mit dem, was ich habe gut aus, kann mir meine Wohnung, einen Urlaub und gutes Essen leisten. Mehr brauch ich nicht, um glücklich zu sein. Mehr Geld mag einiges einfacher machen, jedoch glaube ich auch, dass es darauf ankommt, was mensch gewohnt ist. Fix ist, dass Glück oder Gesundheit nicht käuflich ist. Aktuell bin ich glücklich darüber, dass durch meine Zahnspange ordentlich was weiter geht – ein Vergleich

2014

2014

2015

2015

Für mich ist das der beste Beweis, dass die Investition in einen selbst die allerbeste ist 😉 Natürlich ist es immer gut, einen kleinen Notgroschen auf der Seite zu haben, aber mensch sollte auch das Leben in vollen Zügen genießen und sich ab und zu etwas Gutes tun.

Weiterführende Infos zum Thema Sparen & Investieren findest du unter anderem

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

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