Feinste Öle von Fandler

Ganz in meiner Nähe meines Heimatortes in der Steiermark, in Pöllau, befindet sich die Ölmühle Fandler. Ich war noch nie dort, lernte Fandler auch erst ziemlich spät kennen – keine Ahnung warum. Mittlerweile bin ich begeisterte Kundin und letztes Wochenende gab es ausgerechnet in meinem Lieblingsgeschäft in Wien – bei feinkoch – eine Fandler-Ölverkostung. Und ausgerechnet eine Bekannte von mir, die liebe Pezi, führte die Verkostung durch. Obwohl der Tag aufgrund der Großdemo pro Flüchtlinge und dem anschließenden Benefizkonzert schon halb verplant war, ließ ich es mir nicht entgehen, mehr über die Firma Fandler und seine tollen Öle zu erfahren. Ich bin ja eine Feinschmeckerin, liebe dadurch auch hochwertige Öle, aber ich hab auch festgestellt, dass ich sie teilweise falsch verwende. Und dass sie quasi Superkräfte haben, war mir bislang nur am Rande bewusst.

Ich kostete mich so ziemlich durch alle Öle, die es gab. Kürbiskern- und Walnussöl ließ ich aus, da ich diese bereits zu Hause stehen habe. Ach, wie ich dieses Walnussöl liebe. Kürbiskern brauch ich nicht so, aber mein Freund könnt sich darin eingraben. Pezi erzählte mir nebenher alles, was sie über die Öle und ihre Wirkstoffe wusste – und das war nicht wenig. Ich hatte das Gefühl, dass eine studierte Ernährungsberaterin neben mir steht.

DSC03876Brandneu ist das Bio-Chiaöl. Die Ölmühle Fandler ist das erste Unternehmen in Österreich, das dieses Öl produzieren darf. Und bis es soweit war, hatte das Unternehmen einige Meilensteine zu bewältigen. Chia gehört zu den Superfoods, da Chiasamen überdurchschnittlich reich an Antioxidantien, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen sind. Sie haben weiterhin den höchsten Omega-3-Vorkommen überhaupt (über 18 Gramm pro 100 Gramm). Doch damit nicht genug: Chia Samen enthalten 10 Mal mehr Omega-3 als Lachs, 9 Mal mehr Antioxidantien als Orangen, 4 Mal mehr Eisen als Spinat, 5 Mal mehr Calcium als Vollmilch, 15 Mal mehr Magnesium als Brokkoli und 4 Mal mehr Ballaststoffe als Leinsaat. Weiterhin sind in den Chiasamen Vitamin A und B, Kalium, Bor, Zink, Folsäure sowie lebenswichtige Aminosäuren enthalten. Laut einer Studie des Nutritional Science Research Institute (Massachusetts, USA) haben Chia Samen einen natürlichen blutverdünnenden Effekt, der das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts deutlich senkt. Weiterhin kommt die Studie zum Ergebnis, dass Chiasamen den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen und diesen regulieren können.

Mit einem Teelöffel Chiaöl deckst du deinen Tagesbedarf am Omega-3-Fettsäuren ab, da das Öl zu 62% aus Omega-3-Fettsäuren besteht. Ich muss mich dazu noch überwinden, aber ich werd´s schaffen – ich arbeite zumindest dran. Zwar gerade noch mental, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis der Löffel zum Mund findet.

Ich selbst hab den Chia-Samen erst vor kurzem durch eines der Gerichte von feinkoch ken0enn gelernt. Davor war mir Chia total unbekannt. Es ist auch nicht wirklich aufregend, denn Chia schmeckt nach nichts. Umso interessanter ist es, dass das Chia-Öl doch einen leichten Eigengeschmack hat. Es ist allergenfrei, vegan und zählt zu den vielseitigen Basisölen. Deshalb sollte es in keiner Küche fehlen.

Was ich besonders cool finde: die Reste der gepressten Produkte wird getrocknet, anschließend gemahlen und als glutenfreier Mehlersatz vertrieben. In kürze wird es diese auch in 400g-Gebinden geben. Bislang gab es sie nur in großen Säcken.

getrocknete Pressreste

getrocknete Pressreste

feines Sortiment

feines Sortiment

Das Bio-Camelinaöl hat mich ebenfalls aus den Socken gehauen. Verdammt, war das gut. Es fand natürlich gleich den Weg in meine Einkaufstasche. Camelina ist auch unter Leindotter bekannt und hat einen starken Eigengeschmack. Die zarten Halme mit den winzigen Samenkörnern wachsen im Burgenland, der Steiermark, Ober- und Niederösterreich sowie Kärnten. Dieses Öl ist somit „heimisch“. Bei anderen Ölen, z. B. Walnuss oder Haselnuss, müssen Nüsse aus dem Ausland zugekauft werden, da es die benötigten Mengen in Österreich einfach nicht gibt. Trotzdem kommen nur die qualitativ hochwertigsten Produkte in Fandler´s Öle. Alle Öle, ausgenommen Chia, gibt es in Bio-Qualität oder classic (= aus konventionellem Anbau). Im Webshop findest du weiters noch Öl-Cuvées (die interessieren mich besonders – hab ich aber leider noch nie wo gesehen und werde mich diesbezüglich bald mal genauer im Webshop umsehen), die Öle Lino3, Essige (hier kann ich den Tomatenessig seeeehr empfehlen), Salze und Knabberkerne.

So, nun genug von den Produkten geschwärmt, jetzt komm ich noch kurz zur Ölmühle selbst. Gegründet bzw. gekauft 1926 im Pöllauer Tal in der Oststeiermark wird die Ölmühle Fandler in 4. Generation von Julia Fandler gemeinsam mit Josef Spindler und Peter Schloffer geführt. Bereits seit 1987 gibt es Öle aus kontrolliert biologischem Anbau und das alles spricht für Öle von Fandler:

  • Schonender Pressvorgang –>
  • alle Öle werden kalt gepresst, somit sind gehen die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren
  • es werden nur qualitativ hochwertigste Zutaten verwendet
  • Bio ist seit 28 Jahren (so alt wie ich 😉 ) ein Teil der Firmenphilosophie

Nun ist es auch bei den leckeren Fandler Ölen so, dass Qualität natürlich ihren Preis hat. 100 ml Bio-Olivenöl oder Bio-Rapsöl ist mit EUR 4,50 im unteren Preissegement angesiedelt, 100 ml Bio-Chiaöl oder Bio-Macadamiaöl ist mit EUR 11,50 eigentlich ein kleiner Luxus. Trotzdem gilt: wenn du deinem Körper und somit dir selbst etwas gutes tun möchtest spare nicht am falschen Ende!

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Weiterführende und ganz tolle Informationen zu Chia findest du auf www.chia-samen.info/

Pezi in Action

Pezi in Action

Fandler

6 Gedanken zu “Feinste Öle von Fandler

    • Mein Elternhaus ist 15 km von Pöllau entfernt 😉 Es ist nur immer die Zeit, die wir in der Stmk. verbringen, meist zu kurz, um noch andere Besuche neben den Familienbesuchen unterzubringen. Aber es wird sich bestimmt mal ausgehen – nein MUSS es. LG Sabrina

  1. Liebe Sabrina,

    ich habe den Artikel wirklich gerne gelesen! Ich überfliege manchmal nur Themen, aber hier hast Du es mit deinem Schreibstil geschafft, dass das Lesen wirklich Spaß gemacht hat und das trotz der Menge an Info’s. Mach weiter so. Liebe Grüße,
    Laura

  2. Liebe Sabrina,

    sehr interessanter Artikel. Ich habe mich auch schon ein bisschen mit Ölen beschäftigt und man glaubt kaum, was für eine enorme Vielfalt es da gibt. Wie man auch schön auf dem einen Bild mit den aufegreihten Ölen sieht. Mit deinem Schreibstil hast Du es außerdem geschafft, dass es wirklich angenehm war, den Artikel zu lesen und das trotz der Menge an Informationen. Mach weiter so!
    Liebe Grüße,
    Laura

    • Hallo Laura,

      vielen Dank für dein Feedback – freu mich riesig darüber!
      Ich werde mich jetzt mehr in das Thema einlesen, weil meine Neugier durch diese Verkostung geweckt wurde.
      Da ich in der Stmk. aufgewachsen bin, gab es für uns immer nur Kürbiskernöl und Rapsöl. Deswegen hab ich die Ölmühle Fandler vermutlich so lange nicht gekannt.

      LG Sabrina

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