ich mach es anders

green print mit gugler*

Nachhaltigkeit ist ein sehr breites Feld. Ich denke, das habe ich euch mittlerweile mit meinem Blog ganz gut gezeigt. Mit meinem heutigen Beitrag bewege ich mich etwas außerhalb des Alltags, es geht nämlich um nachhaltige Druckverfahren. Einige von euch sind vermutlich in der Arbeit immer wieder auf der Suche nach Druckereien, die ökologisch denken, handeln und auch drucken. Ich habe in den letzen vier Jahren mit einigen österreichischen Druckerein, die nachhaltig drucken, zusammen garbeitet und möchte euch heute generell schmackhaft machen, bei zertifizierten Druckereien drucken zu lassen und im Speziellen meine Lieblingsdruckerei vorstellen. Ich stell euch zuerst meine Lieblingsdruckerei vor, dann lest ihr vermutlich auch bis zum Punkt „Warum es wichtig ist…“ 😉

Bei meiner Lieblingsdruckerei handelt es sich um die Druckerei gugler* in Melk. Nach einem Jahr intensivster Zusammenarbeit habe ich das Unternehmen, seine MitarbeiterInnen und Produkte sehr ins Herz geschlossen. Vor allem Herrn Ernst und Sohnemann Reinhard Gugler, Frau Ploner und Herrn Langstetter möchte ich für die hervorragende Zusammenarbeit danken. Es war immer etwas… ich nenn es aufregend, aber mit vereinten Kräften und vor allem einigem an Feenstaub konnten alle Drucksorten rechtzeitig geliefert und alle Mailings zeitgereicht zur Postaufgabe gebracht werden. Hrn. Gugler habe ich bei der FAIRTARADE@work-Night persönlich kennen gelernt – unser Gespräch war zwar sehr kurz, aber Herr Gugler war mir sehr sympathisch. So, das war jetzt das Emotionale – nun zu den Fakten.

gugler* hat sich dem Thema Nachhaltigkeit voll und ganz verschrieben. Dies beginnt beim Firmengebäude über den Umgang mit den MitarbeiterInnen bis hin eben zum fertigen Produkt. Das tolle: mensch kann die Firma in Melk besuchen und sich alles anschauen. Ich hab es leider noch nicht dort hin geschafft, es steht aber auf meiner ToDo-Liste.

gugler* trumpft in den Bereichen Beratung, Print Klassik, 3-D Specials und Mailngs (und jaaa, das kann ich bestätigen – gemeinsam habe wir 7 Mailingwellen mit ihnen letztes Jahr geschafft!!), Bücher und Publikationen auf. Was auch sehr leiwand ist, ist das Web2Print Portal. Dieses eignet sich besonders gut, wenn mensch wiederkehrende Drucksorten (Einladungskarten, Visitenkarten etc.) hat. Hochladen oder Daten in der Vorlage ändern und ab die Post. Fr. Ploner berät dich gerne (und sie ist auch uuuuuunglaublich geduldig, wenn die Entscheidung ein bissl länger auf sich warten lässt).

Was gugler* alles im Print-Bereich nachhaltig tut, zeigt am besten die Qualitätspyramide. Sie zeigt sehr gut, was im Basis-Paket enthalten ist bzw. wo die Druckerei gugler* überall aktiv ist (z. B. Gemeinwohlökonomie) und welches Druckverfahren der/die KundIn für einen Aufpreis erhält:

Qualitätspyramide (c) www.gugler.at

Pyramide

An der Spitze steht craddle to craddle(TM), die Königsklasse so zu sagen. Und gugler* war weltweit 2011 die erste Druckerei, die craddle to craddle zertifizierte Print-Produkte herstellen konnte. Craddle to craddle bedeutet, dass nur mit Substanzen gearbeitet wird, die wieder vollständig in den biologischen Kreislauf rückgeführt werden können. Dieses Video zeigt sehr toll, wie craddle to craddle funktioniert (zum Glück hab ich es wieder gefunden). Neben dem craddle to craddle-Zertifikat verfügt gugler noch über zahlreiche andere Zertifikate wie z. B. das österreichische Umweltzeichen, die EMAS-Zertifizierung, das EU-Ecolabel, greenprint etc.

Gruendach der Produktionshalle (c) www.gugler.at

Gruendach der Produktionshalle (c) www.gugler.at

Weiters bezieht gugler* Ökostrom, verwendet bevorzugt mineralölfreie Druckfarben, bietet seinen MitarbeiterInnen eine Bio-Küche, unterstützt die Artenvielfalt am Betriebsstandort und hat ein ökologisches Gebäude. Hier ist besonders interessant, dass es mit der Abluft der Durckmaschinen beheizt wird und gekühlt durch Wasser, das durch die Wände geleitet wird. Wer noch mehr dazu wissen möchte klickt am besten hier. Wie gesagt, ich war noch nie dort, aber alleine wenn ich mich durch die Website klicke, ist die Vorfreude meines Besuchs, wobei ich noch nicht weiß, wann das sein wird, riesen groß. Da ich so intensiv mit ihnen zusammen gearbietet habe, möchte ich vor allem auch diese Maschienen sehen, die  natürlich drucken aber auch falzen, wickeln, drucken, schneiden usw.usf.

Kraeutergarten (c) www.gugler.at

Kraeutergarten (c) www.gugler.at

So und nun zum Thema nachhaltig Drucken generell. Was mich schockiert hat, war die Information von Hrn. Langstetter bei unserem Erstgespräch, dass Druckerschwärze generell giftig ist. In jedem Buch, auf jeder Zeitung… Das war mir damals absolut nicht bewusst und hat mich so geschockt, dass ich sofort eine Freundin des nachhaltigen Drucks wurde. Das häufigste Gegenargument, das ich zu Ohren bekomme, ist wieder mal….. genau, der Preis. Es mag schon die eine oder andere NGO geben, in dessen Budget nachhaltiger Druck tatsächlich keinen Platz hat, aber generell gilt auch hier für mich: wer will, der kann auch. Der Preis ist oft nur eine billige Ausrede. Nicht vergessen werden darf, dass es auch im Druckbereich bereits so viele Billigstanbieter, dass es Firmen wie gugler* & Co. sehr schwierig haben, sich durch zu setzen. Deshalb ist es so wichtig, auch in diesem Bereich an die Umwelt zu denken und das Tun und den unermüdlichen Einsatz solcher Firmen wert zu schätzen und fair zu honorieren. Gute Leistung hat seinen Preis, wie ich immer sag. Klingt blöd, ist aber so.

Natürlich gibt es noch weitere Firmen, die nachhaltig drucken. Diese möchte ich nicht unerwähnt lassen: Janetschek, digiDruck, Druckerei Grasl

Weitere zertifizierte Druckereine findet ihr zum Beispiel auf der Website des Österreichischen Umweltzeichens oder von EMAS.

It`s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

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