Die ÖBB goes green

Schon mal was von den Green Points der ÖBB und der dazugehörigen App gehört? Eigentlich sind die schon ein alter Hut und ich wieder mal viel zu spät dran, darüber zu schreiben, aber seit meinem neuen Job seh ich Züge nimmer so oft von innen. Und ich musste selbst er raus finden, wie das genau funktioniert. Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn du keine Lust hast, dir das oben verlinkte Erklärvideo anzuschauen und viel lieber meine Zeilen liest, hier eine kurze Anleitung. Davor gibt´s noch ein paar Worte zu den Green Points selbst – ok, es sind jetzt ein paar mehr Worte geworden, nachdem ich mit dem Artikel fertig bin…

Ich hab das Gefühl, die ÖBB wird allmählich grün – sie muss vermutlich auf diesen Zug aufspringen (sorry, der war jetzt aufgelegt 😉 ). Das Projekt Green Points gibt es nun mittlerweile seit November 2014. Diverse Projekte, mit dem Schwerpunkt gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen, werden definiert, die BahnfahrerInnen sammeln mit jeder Bahnfahrt Green Points für ihr ausgewähltes Projekt und ist die festgelegte Anzahl an Punkten insgesamt erreicht, wird das jeweilige Projekt umgesetzt. Die ÖBB kooperiert dabei z. B. mit Organisationen wie Global 2000 oder auch Unternehmen (aktuell ADEG), die diese Idee unterstützen. Und letztens las ich auf dem Blog von Nunu Kaller, dass die ÖBB nun Uniformen hat, die GOTS und BSCI-zertifiziert sind. Und für das alles gibt´s: beide Daumen hoch. Damit zeigt die ÖBB, dass es auch staatliche Unternehmen, die sich bei der Beschaffung nur an Mindeststandards halten müssten, anders machen können. Die Stadt, in der ich wohne, tut auch – zach, aber immerhin. Aber es würde bei weitem mehr gehen – wäre mehr Wille vorhanden, sag ich immer. Die Ausrede ist immer das Budget, dass es für den Bereich (nicht) gibt. Das lass ich aber nicht durchgehen. Als Vorzeigeunternehmen, -magistrat, -gemeinde oder was weiß ich was – da könnte so viel bewegt werden, so viel Bewusstsein geschaffen werden… Aber nun gut, zurück zur App.

Mittels GPS wird die gefahrene Strecke vom Start- bis zum Zielbahnhof vermessen und die Green Points dafür berechnet. Pro gefahrenen Kilometer gibt´s einen Point. Es gibt die Möglichkeit eines automatischen Beendens der App oder einer Eingabe der Ticketnummer bzw. Zeitkarte. Die App bietet zusätzlich einen Überblick über das Profil, die Projekte, die Statistik, die zurückgelegten Fahrten, News etc. Für PendlerInnen wird das Ganze noch einfacher gemacht: diese geben den Start- und Endbahnhof sowie die Tage, an denen gependelt wird, ein.

Also ran an die App:

  1. App runter laden und installieren
  2. Die gefragten Daten eingeben
  3. Ein Projekt aussuchen (ich hab mich z. B. für die grasenden Landschaftspfleger entschieden. Die Projekte können aber auch gewechselt werden)
  4. Optional: eine Gruppe gründen
  5. Startbahnhof wählen
  6. Green Points sammeln
  7. Projekt abschließen

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Kommentar verfassen