ich mach es anders

Kutschkermarkt-Viertel

Seit April lerne ich aufgrund meines Jobwechsels den 18. Wiener Gemeindebezirk kennen. Der ist grad nicht um´s Eck von mir daheim, aber ich hab gelernt, das Bimfahren sehr entschleunigt und die Möglichkeit mit sich bringt, die vorhandenen Zeit effizient zu nutzen. Als ich gleich am Beginn festgestellt habe, dass sich der Kutschkermarkt nur wenige hundert Meter vom Büro entfernt befindet, machte mein Nachhaltigkeitsherz einen kleinen Luftsprung. Ich hab schon so viel davon gehört und war aufgrund der Distanz bislang noch nie dort gewesen. Das änderte sich aber, wie du dir vorstellen kannst, sofort. Und ich hab einige sehr nette Lokale bzw. Geschäfte entdeckt, die ich dir nun vorstellen möchte.

Den Markt an sich liebe ich. Es handelt sich um einen kleinen Gassenmarkt, ähnlich wie der Biomarkt in der Langegasse und ganz anders als der Bauernmarkt am Karmelitermarkt. Es gibt nette Standln mit hervorragenden Produkten, aber eben auch diverse Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die in den Markt integriert bzw. Teil davon sind. Einige meiner Lieblinge möchte ich euch nun hier vorstellen – es gibt aber noch viiiiel mehr.

Standel

Pöhls Käsestand

KutschkermarktPöhls Käsestand ist am Kutschkermarkt quasi zweigeteilt. Einerseits gibt es den großen Wagen, auf dem Brot, Käse (no, na net), weitere Milchprodukte, Anti-Pasti-Variationen, Aufstriche, Fleisch, div. Mehlspeisen etc. verkauft werden. Andererseits gibt es gegenüber einen kleineren Stand, an dem diverse Speisen und Getränke verkauft werden. Laut eigenen Angaben auf der Website handelt es sich bei Pöhls ja um eine Institution am Kutschkermarkt, wo sie vermutlich nicht ganz unrecht haben. Der Stand ist jedes Mal, wenn ich dort bin, sehr gut besucht. Gut zu wissen: Geöffnet hat der Stand von Mi bis Sa – Mo und Di ist er geschlossen.

Bio- Bauern- und Naturkostläden

Naturkostladen Brunnader

KutschkermarktDen Naturkostladen Brunnader habe ich zufällig entdeckt. Er befindet sich in der Kutschkergasse/Ecke Schulgasse und ich bin früher immer von der anderen Seite gekommen, weshalb ich ihn zuerst nicht entdeckt hatte. Produkttechnisch ähnelt er sehr stark dem Firmann´s Bauernkörberl, ist für mich also ein kleines Paradies. Ich bekomme neben Obst und Gemüse auch EZA-Kaffee, div. Milchprodukte (vieles in Gläsern), Konserven, Fleischersatz, Naschereien, Cerealien, Mehlspeisen,  Reinigungsmittel von ecover, Sonett und Alma Win, Tees und – Gewürze von Sonnentor, (Bauern)Brot, Kosmetik von Weleda und Sante und und und. Geöffnet von Mo-Sa. Ein kleines Manko: Birnen gibt´s gelegentlich aus Südafrika.

Der Bauer

KutschkermarktBei „Der Bauer“ steckt der Biolandwirt Josef Bauer dahinter. Der große Pluspunkt: fast die Hälfte der Produkte (Käse, Fleisch, Fisch, Öle – u.a. von Fandler!, Marmeladen, Honig, Gemüse, Obst, Eingelegtes, Aufstriche, Bier, Wein, Schnaps Säfte, Mehlspeisen etc.) stammen aus Eigenproduktion, der Rest wird von Bauern und Bäuerinnen aus dem Wein- und Waldviertel zugekauft. Ausgenommen sind die doch auch vorhandenen exotischen Früchte oder Gemüse und Obst im Winter. Dieser Laden ist der zweite Liebling von mir in der Kutschkergasse. Auch ein kleines Paradies, aber eben ein wenig anders, als der Naturkostladen. Ist auch gut so, damit sich die KundInnen nicht gegenseitig abgeworben werden. Geöffnet von Mi-Sa. Auch hier muss ich die Kritik an den Birnen aus Südafrika anbringen.

Gstronomie

Himmelblau

Wo ich es noch nicht hingeschafft hab und was noch auf meiner ToDo-Liste steht, ist ein Besuch im Himmelblau. Die Zutaten für Mittagessen, Kuchen etc. werden vom Stand gegenüber bezogen, es wird täglich frisch gebacken und das Lokal ist entzückend eingerichtet. Beim Anblick der Fotos möchte ich da sofort hin….

Wenn alles gut geht, bekommt der Kutschkermarkt in Kürze Nachwuchs in Form einer Kaffeerösterei. Ich drück ganz fest beide Daumen, damit das mit den Bewilligungen alles hin haut!!

Fazit

Beide Bioläden haben hervorragende Produkte. Bei Obst und Gemüse muss mensch jedoch ein wenig genauer hinschauen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass sich die Birnen aus Südafrika ins Regal verirrt haben. Das finde ich persönlich nicht so prickelnd, weil ich die Devise „was es nicht gibt, gibt´s nicht“ (v.a. bei Obst und Gemüse, das auch bei uns wächst und gedeiht) vertrete, aber es wird genug KundInnen geben, die danach fragen.

Der Markt an sich lebt – mir ist an schönen Tagen fast schon zu viel los. Gut für den Markt, schlecht für mich.

Fotos hab ich leider nur vom Markt allgemein bzw. von der Außenseite der Geschäfte. Ich habe festgestellt, dass die kleinen Läden meinem Blog etwas skeptisch gegenüber stehen. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Erfahrungen, war es diesmal nicht möglich, einfach mit der Kamera ins Geschäft zu spazieren und ein paar Bilder zu knipsen. Das muss erst überlegt bzw. besprochen werden… Da ich nicht täglich mit Fotoapparat ausgestattet bin, habe ich beschlossen, keine Fotos von den Läden zu machen. Am besten, ihr schaut sie euch einfach selbst an und genießt ihre Produkte.

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Sitzgelegenheit

Sitzgelegenheit

Marktstände

Marktstände

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