ich mach es anders

Do It Yourself Haarshampoo mit Roggenmehl

Neulich erzählte mir eine Freundin von ihrem Versuch, sich die Haare mit Roggenmehl zu waschen. Und damit war sie überwunden – meine Scheu davor, selbst Kosmetik ab zu rühren. Ich musste es unbedingt ausprobieren, weil es sich so simpel anhörte, da mein Haarshampoo zwar gut ist, ich aber glaube, dass es bzgl. schnellem Nachfetten noch besser gehen muss. Also hab ich mein erstes Haarshampoo aus Roggenmehl angerührt und ausprobiert. Und ich muss euch sagen: ich bin begeistert.

Du brauchst:

  • DIY ShampooRoggenmehl (hat einen ähnlichen ph-Wert, wie die Kopfhaut, weshalb es sich so gut eignet)
  • einen Löffel
  • lauwarmes Wasser
  • eine Schüssel

Ich habe mich nach der groben Anleitung meiner Freundin gehalten. Für meine kurzen Haare (bis zum Ohr) habe ich

  • 100 ml lauwarmes Wasser und
  • 2 EL Roggenmehl

verrührt. Sie verrührt für ihre langen Haar (über schulterlang) in 300 ml Wasser 5 EL Mehl. Sie bevorzugt gehäufte Löffel, damit die Konsistenz etwas breiiger wird.

DIY ShampooBeim Abrühren stellte ich fest, dass ich dafür nicht geschaffen bin und noch etwas Übung notwendig hab. Und ich brachte vermutlich auch nicht die notwendige Geduld dafür auf – ich hatte einige Klumpen im Brei und war neugierig, ob es nach 1 Stunde quellen lassen funktionieren würde.

Fotos für die weiteren Schritte findet ihr hier. Ich fand es ehrlich gesagt etwas zu umständlich, weiter Fotos zu knipsen, war es dann doch eine etwas gatschige Angelegenheit.

Nach einer Stunde also, ging ich ins Bad und schmierte mir ausreichend von diesem, eher flüssigen, Brei in die trockenen Haare. Wie Lisa´s Bericht zeigt, geht es auch bei nassen Haaren. Ich finde es bei trockenen praktischer, da sich dadurch die Einwirkzeit von 5 Minuten verkürzt.

Noch vor Ablauf der 5 Minuten ging es ab unter die Dusche, nach den 5 Minuten runter mit der Pappe und dann…

…ein perfektes Ergebnis – wie von meiner Freundin prophezeit. Die Haare sind weich, fallen schön und riechen, trotz des ungewöhnlichen Shampoos, sehr gut. Auch hab ich schon einen Stresstest bei höheren Temperaturen hinter mir 😉 Was neben der hervorragenden Wirkung auch für dieses Shampoo spricht: Für mind. ein halbes Jahr Shampoo – ich muss erst ausprobieren, wie lang ich mit einem halben Kilo Mehl auskomme – zahle ich ganze EUR 2,30 bei Bio-Mehl.

Beim zweiten Versuch nahm ich nur 50 ml Wasser bei zwei EL Mehl. Die Konsistenz war etwas dicker und ich stellte am nächsten Tag fest, dass ich ein bisschen zu schlampig ausgewaschen habe. Ich hab sozusagen Roggenmehl geschuppt 😉 Die flüssigere Konsistenz ist also für mich offenbar die bessere Variante. Aber das Volumen meiner Haare war diesmal erstklassig! Bei Versuch 3 hab ich die Wassermenge nach Gefühl beigemengt und bekam das bisher beste Ergebnis. Am besten aber, du findest für dich die perfekte Konsistenz selbst raus.

Zur Haltbarkeit: die flüssigere Variante hält ca. 3 Tage, wenn mensch zu viel davon angerührt hat. Die pappigere Variante verbraucht mensch am besten gleich. Da entsteht nämlich nach zwei Tagen Stehzeit eine Haut und die Pappe riecht ein wenig wie Hefeteig 😉 Verwenden kann mensch es trotzdem – ich hab es selbst ausprobiert.

Einziger Nachteil ist, dass das Anrühren und vor allem das Quellen lassen Zeit braucht. Zwar nicht viel, aber wenn nicht gerade abgerührtes Shampoo auf Lager ist, wird aus dem schnellen Haarewaschen zu später Stunde nix. Ausgenommen, es findet sich im Badezimmerschrank ein Notfallsshampoo. Ich hab vor, auf jeden Fall so eins zu bunkern.

Verwendest auch du selbst gemachte Kosmetik? Wie geht es dir mit dem Selbermachen? Was ist deine Lieblingskosmetik?

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

& KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hi Sabrina, ich hab vor ca. Einem Jahr auch mal ein Experiment zur natürlichen Haarpflege angefangen 🙂 Honig-Ei Shampoo hat bei mir recht gut funktioniert ist aber recht aufwendig und auch etwas matschig xD das mit dem Roggenmehl hab ich noch nie ausprobiert. Wie stehst du denn jetzt dazu? Hat sich das roggenmehlshampoo bewährt?

    • Hallo,

      ja, das Roggenshampoo hat sich voll bewährt. Die Haare brauchen zwar eine kurze Umgewöhnungszeit. Wenn man einmal dazwischen mit normalem Haarshampoo wäscht (weil gerade keines zur Hand ist), ist das kein Problem – bei mir jedenfalls. Ich glaube, jede/r muss für sich raus finden, was seinen/ihren Haaren gut tut.
      LG Sabrina

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