ich mach es anders

minusplus

Nun doch ein Ausreißer-Beitrag, bevor ich meine Sardinien-Reihe abschließe. Jahrelang war ich meiner Frisörin, die mich und meine Haare seit meiner Kindheit  an kennt, treu. Nun  schaffe ich es jedoch kaum, bei einem Besuch meiner Eltern auch noch einen FrisörInnentermin unter zu bringen. Aus diesem Grund hab ich mich nun in Wien auf die Suche gemacht und ich wurde fündig: minusplus hat es geschafft, mich zu überzeugen.

Wenn du gerade auf die Website geklickt hast, hast du bereits bemerkt, dass sie ganz reduziert ist – wie das gesamte Konzept auch und das macht minusplus für mich so besonders. Weniger ist mehr – genau meine Devise, wird dort durchgehend gelebt. Die Einrichtung der Läden ist minimal. Bei meinem ersten Besuch in der Gumpendorfer Straße war ich zuerst der Meinung, dass die Arbeitsplätze für das Selberföhnen nach dem Haarschnitt seien – bis ich selbst dort Platz nahm 😉

Was ich schon vor meinem Besuch wusste: sie verwenden Produkte von Less is More, das sind nämlich ihre eigenen. Das konnte mich natürlich sofort überzeugen, aber eben auch das gesamte Konzept. Ich nahm Platz, meine Frisörin Selina besprach mit mir kurz, was ich mir ungefähr vorstelle (ich hab ja nie exakte Vorstellungen, was meine Haare betrifft, weil sie wachsen ja eh wieder nach), dann ging es ans Haarewaschen und Schneiden – ohne viel Worte. Ich habe also extremst diese eine Stunde entschleunigt und nur der Musik gelauscht. Irgendwie war es ungewohnt, weil beim und mit dem Frisör / bei der Frisörin eigentlich geplaudert wird, was das Zeug hält. Es war einfach toll, und das Ergebnis konnte sich echt sehen lassen.

Gekostet hat dieser Service natürlich auch. Zum Glück wurde nicht ganz meine Schmerzgrenze von EUR 75,- erreicht, aber fast. Für Waschen, Schneiden, Föhnen habe ich fast genau 100% mehr bezahlt, als bei meiner Frisörin in der Steiermark. Da das Ergebnis jedoch so toll war, ich mich rund um wohl gefühlt habe und ich keine bin, die jede dritte Woche zum Frisör/zur Frisörin rennt (mein Gott, Frisör zu gendern ist echt ungewohnt), habe ich beschlossen, dass minusplus mich als neue Kundin gewonnen hat. Natürlich werde ich, wenn es sich zeitlich ausgeht, nach wie vor meiner Frisörin in der Steiermark einen Besuch abstatten.

(c) minusplus, Salon Kirchengasse

(c) minusplus, Salon Kirchengasse

Letztens war ich bei minusplus in der Kirchengasse, da in der Gumpendorfer Straße umgebaut wurde. Dieser Salon ist etwas größer und dementsprechend auch etwas hektischer. Aber auch dort wurde ich herzlich empfangen, mir wurde gleich etwas zu trinken angeboten und ich fühlte mich wieder pudelwohl. Selina war wieder meine Frisörin und diesmal bekam ich meinen gewünschten Undercut für den Sommer 😀 Diesmal plauderten wir etwas mehr, als das letzte Mal. Es war einfach total nett. Vor allem diese Kopfmassage! Und das Ergebnis war wieder sowas von toll. Freitags, nach der Arbeit als Übergang ins Wochenende, ganz ohne Stress, ist perfekt für einen neuen Haarschnitt. Denn Stress ist bei meinem Steiermarkbesuch leider oft allgegenwärtig. Schnell frühstücken, zur Frisörin, nach einer halben Stunde schon ganz unrund, weil in Kürze der Kaffee mit der Freundin ansteht und anschließend Mittagessen mit den Eltern.

Natürlich habe ich auch mit meinen Freundinnen darüber diskutiert, warum die FrisuerInnensalons in Wien teilweise ziemlich teuer sind. Hauptgrund muss, unserer Meinung nach, sein, dass die Betriebskosten eines Salons so viel höher sind, als am Land. Denn bezahlt bekommen die FrisörInnen in der Stadt vermutlich ähnlich viel, da die Gehälter mittels Kollektivvertrag geregelt sind. Sonst ist uns nicht wirklich was dazu eingefallen. Und wie sich das bei den Billigfrisören ausgeht, kann ich mir gar nicht vorstellen. Wenn dazu jemand weitere Ideen hat, freu ich mich über einen Kommentar oder ein Mail.

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

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