ich mach es anders

Garteln in der Stadt

urban gardening war mir schon lange ein Begriff, richtig vorstellen konnte ich es mir nie, da ich in Wien dazu noch kaum Projekte kennen gelernt habe. Hin und wieder wurde ich auf eingezäunte Bereiche um Bäume herum aufmerksam, wo diverse Blumen gesetzt wurden oder auch auf Gemeinschaftsgärten im öffentlichen Raum, jedoch eingezäunt. Richtig bewusst wurde mir das Konzept erst bei meinem Grazbesuch im Juni 2014. Auf der Grazer Mariahilfer Straße wurde ich auf Pflanzenkisten aufmerksam, in denen Tomaten, Salat und anderes Gemüse sowie diverse Kräuter wuchsen. Auch ein Hotel hatte im Eingangsbereich Tomaten und Konsorten angebaut. Kombiniert mit Sitzgelegenheiten konnte mich das Konzept sofort begeistern. Das Foto vom Titelbild zeigt die Grazer Variante.Ich begann darüber nachzudenken, warum es in Wien keine vergleichbaren Objekte gab und konnte mir nur vorstellen, dass wieder einmal die Dummheit und Gier der Menschen Projekte solcher Art verhindern. Am Karlsplatz wurde von Karls Garten ein Urban Gardening Projekt 2014 ins Leben gerufen. Aktuell habe ich noch keine Informationen darüber, ob es funktioniert oder es Probleme gibt. Gespannt bin ich auf ein Urban Gardening Projekt ganz in unserer Nähe – im neuen Helmut-Zilk-Park im Sonnwendviertel. Dieser wird zwar erst angelegt, aber es wird mir die Möglichkeit eröffnet, vor Ort näher hinzuschauen um meine Hypothese, dass die Menschheit selbst sinnvolle und notwendige Projekte verhindert, zu überprüfen.

Generell tragen Projekte des urban gardenings zur Begrünung der Stadt bei und vermitteln zeitgleich die Möglichkeit der Subsistenz. Stadtkindern kann damit, ohne weit raus fahren zu müssen, vermittelt werden, was Landwirtschaft bedeutet – sie lernen, woher die Lebensmittel tatsächlich kommen. Nicht selten ist die Antwort auf die Frage, woher denn die Kartoffel kommen, eine Supermarktkette.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Begriff sogenannter seed bombs oder auch Samenbomben vorstellen. Dies sind mit Pflanzensamen bestückte Erdkugeln, die auf beliebigen Plätzen fallen gelassen werden. Regnet es, quillt die Kugel auf und der Samen beginnt zu keimen. Es steht aber auch jedem/jeder frei, Pflanzensamen einfach auf karge Flächen zu streuen. Passiert ist dies bei uns im Sonnwendviertel – eine Nachbarin hat Mohnsamen verstreut. Der Boden war sowas von festgedrückt, dass ich ihnen keine Überlebenschance gegeben hatte, jedoch wurde ich positiv überrascht.

Diese Möglichkeiten zeigen, wie kreativ die StädterInnen sind, um ihre Stadt zu begrünen und es zeigt auch auf, dass die Nachfrage nach Subsistenz und regionalen Lebensmitteln immer mehr wird. Der positive Effekt der Natur rückt wieder mehr ins Bewusstsein und das ist schön!

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der facebook-Seite ich mach es anders freu ich mich!

1 KommentarHinterlasse einen Kommentar

  • Ich liebe urban gardening! In Kopenhagen gibt es eine Menge toller Projekte, auch Tomatengärten auf den Dächern. Und auf dem Dach des Kunstmuseum Aros im dänischen Aarhus soll es auch urban gardening geben und das angebauten Gemüse gibt es dann im Museumscafé 🙂
    Danke fürs Verfolgen meines Blogs!
    Marlene

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