ich mach es anders

David gegen Goliath – Reparaturinitiativen vs. geplante Obsoleszenz

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Geplante Obsoleszenz: dieses Unwort ist mir erst vor ca. zwei Jahren unter gekommen, als es in den Medien umhergeisterte. Was das ist? Tja, ganz grob umrissen handelt es sich um die Strategie von Firmen, gezielt Teile in Geräte einzubauen, die nach einer bestimmten Zeit den Geist aufgeben. Der/die Konsument/in wird dadurch veranlasst, sich meist ein neues Gerät anzuschaffen, da die Reparatur oftmals teurer ist, als ein neues Gerät, was an und für sich total absurd ist. Eine gute Erklärung ist auch auf der Website „Murks – nein Danke“ zu finden.

Wie kann man nun diesem Monstrum gegensteuern?

Der wohl wichtigste Tipp ist, beim Gerätekauf bereits genau hinzuschauen bzw. sich in einem Fachgeschäft gut beraten zu. Geschäfte, die auch Reparaturen anbieten, verfügen über die beste Expertise, nur sind diese gar nicht mehr so einfach zu finden. Die Konsumentinnen können auch durch eine längere Nutzung der Geräte der Industrie signalisieren, dass der geplanten Obsoleszenz getrotzt werden kann, vorausgesetzt, die Geräte können repariert werden. Dafür bieten  so genannte Repair-Cafés eine Möglichkeit, die es bereits so gut wie in jedem Bundesland Österreichs gibt: in Graz, in Steinach am Brenner, in Wien, in Salzburg, Vorarlberg, in Wels etc. (Sorry, an alle, die ich hier nicht erwähnt habe). Wikipedia liefert folgende Erkärung zum Konzept:

Ein Repair Café ist eine Selbsthilfewerkstatt zur Reparatur defekter GegenständeFreiwillige helfen mit Wissen, Werkzeug und Kaffee sowie Rat und Tat gegen einen Unkostenbeitrag. Repair Cafés finden in fest oder temporär zur Verfügung gestellten Räumen wie Technikräumen an Schulen oder Vereinsgebäuden statt. Die Idee kommt aus den Niederlanden und hat zahlreiche Nachahmer. Die Repair-Bewegung will Müll vermeiden helfen und der Wegwerfgesellschaft etwas entgegensetzen.

Total absurd ist die Tatsache, dass eine Reparatur des Gebrechens oftmals teurer als ein neues Gerät ist. Mir ist es noch nie bei Elektrogeräten passiert, aber ich kenn es im Textilbereich: das Putzenlassen unserer Sisalteppiche ist teurer, als die Anschaffung neuer Teppiche. Ich weiger mich jedoch trotzdem, alle zwei Jahre einen neuen Teppich zu kaufen und spazier brav regelmäßig in die Putzerei.

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

Quellen:

Reparaturnetzwerk, Wachstum im Wandel, Wikipedia

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