ich mach es anders

FAIRTRADE

FAIRTRADE ist meine Herzensangelenheit. Nicht nur, weil ich dort mein Praktikum absolviert habe, sondern weil für mich das Gesamtkonzept stimmig ist. Ich habe schon einmal erwähnt, dass ich eine Idealistin bin und gerade deshalb stehe ich auch trotz der ganzen Kritik, der FAIRTRADE ausgesetzt ist, zur Idee des fairen Handels.

Am 29. Jänner ist die Verleihung des Awards im Rahmen der FAIRTRADE@work-Kampagne und in der Einladung dazu war zu lesen, dass es mit dem fairen Handel wie mit einem Flügelschlag eines Schmetterlings ist. Ein Flügelschlag eines Schmetterlings kann nämlich am anderen Ende der Welt einen Wirbelsturm auslösen, so auch im übertragenen Sinn der faire Handel.

Auf der Website ist nachzulesen, was das Besondere an FAIRTRADE ist:

FAIRTRADE ist wirkungsvolle Armutsbekämpfung durch Fairen Handel, mit dem Ziel, eine Welt zu schaffen, in der alle Kleinbauernfamilien und ArbeitnehmerInnen auf Plantagen im globalen Süden nachhaltig ein sicheres und menschenwürdiges Leben führen und ihre Zukunft selbst gestalten können. Der Faire Handel verbindet KonsumentInnen mit Kleinbauernfamilien und ArbeitnehmerInnen auf Plantagen im globalen Süden.

Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel sichern den Kleinbauernfamilien faire Preise, den lohnabhängigen ArbeitnehmerInnen auf Plantagen, Blumenfarmen oder Teegärten bessere Arbeitsbedingungen, und geben dadurch Vertrauen und Sicherheit für eine selbst bestimmte Zukunft. Die zusätzliche FAIRTRADE-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung wird in dringend notwendige Bildungs-, Gesundheits- oder Umweltprojekte investiert.
FAIRTRADE – Grosses Tun mit einem kleinen Zeichen!

Der Verein in Österreich ist die Schnittstelle zwischen den Produzentinnen und den Konsumentinnen, denn FAIRTRADE betreut z. B. in Österreich die sogenannten LizenzpatnerInnen. Selbst verkauft FAIRTRADE keine Produkte. LizenznehmerInnen sind z. B. Zotter, Pfanner, die EZA Fairer Handel GmbH, Landgarten, Betten Reiter, Vossen etc. Sie verkaufen FAIRTRADE-zertifizierte Produkte. Somit betreut FAIRTRADE nicht nur die LizenzpartnerInnen, sondern vergibt auch das Gütesiegel, wenn die Kriterien eingehalten werden, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, betreut die GastropartnerInnen, führt diverse Kampagnen durch und macht mit diversen Veranstaltungen auf den fairen Handel aufmerksam.

Die Produktpallette reicht mittlerweile von Kaffee, Süßigkeiten, Obst und Konserven über Baumwolle, Rosen und noch viel mehr. Was das Gütesiegel auszeichnet, sind die sogenannten FAIRTRADE-Standards, die die Bereiche Soziales (Diskriminierungsverbot, Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit etc.), Ökologie (gentechnikfreies Saatgut, Abfallwirtschaft, Schulungsmaßnahmen etc.) und Ökonomie (direkte und indirekte Rückverflogbarkeit, Vertragsgestaltung, korrekte Produktkennzeichnung etc.) abdecken. Wichtig ist zu erwähnen, dass nicht alle FAIRTRADE-Produkte in Bioqualität erhältlich sind. Für biologische Produkte gibt es eine separate Prämie, womit der biologische Anbau forciert wird. Die Umstellung auf Bio braucht jedoch einiges an Zeit und geht nicht von heute auf morgen. Mittlerweile sind aber bereits über 70 Prozent der FAIRTRADE-Produkte aus biologischem Anbau.

Neu sind die Programme für Zucker, Baumwolle und Kakao. Es wurde jeweils ein eigenes Gütesiegel entwickelt, das kennzeichnet, wenn (bei Zucker und Kakao) zumindest dieser Rohstoff für ein Produkt zu 100 % aus FAIRTRADE-Quellen bezogen wurde. Heindl ist z. B. vor kurzem in das Kakao-Programm eingestiegen. Zotter hingegen verwendet das allseits bekannte Siegel, da er für seine Schokoladen alle in FAIRTRADE-Qualität verfügbaren Rohstoffe für seine Schokolade verwendet. Bei Baumwolle steht das Siegel für die zertfifizierung der Rohbaumwolle. Wichtig ist, dass die Art der Besiegelung auf Seite der ProduzentInnen keinen Unterschied macht. Der Unterschied ist nur das Modell für die Firmen in den nördlichen Breitengraden.

Logo Kakaoprogramm

Logo Kakaoprogramm

Logo Baumwollprogramm

Logo Baumwollprogramm

Logo Zuckerprogramm

Logo Zuckerprogramm

Hier seht ihr die neuen Siegel, die extra dafür entwickelt wurden. Leider sind die Logos für Kakao und Zucker nicht ganz farbecht.

Vor mehreren Jahren schon, war ich bei einer Veranstaltung bei der das erste Mal ganz offen zugegeben wurde, dass nicht immer alles funktionieren kann und es wurden Lösungsansätze vorgestellt, wie die Probleme gelöst werden können. Das habe ich sehr geschätzt, denn in NGOs wird meist nur das präsentiert, was gut funktioniert. Denn es gibt nicht DIE eine Lösung für all die Probleme dieser Welt, sondern ganz viele kleine, die einen Beitrag dazu leisten. FAIRTRADE gehört da für mich dazu.

Da FAIRTRADE meine Herzensangelegenheit ist, bin ich, wenn es die Zeit zulässt, für FAIRTRADE ehrenamtlich aktiv. Wenn du daran auch Interesse hast, melde dich einfach per Mail bei Annemarie Kollmann (annemarie.kollmann@fairtrade.at).

Alle Infos zum Zertifizierungsprozess findest du bei FLO-Cert, der interanationalen Labelling-Organisation. Und FAIRTRADE International bietet noch weitere Infos zum fairen Handel.

Eine tolle Kampagne war die FAIRTRADE@work-Kampagne, bei der auch die Grüne Wirtschaft teilgenommen hat. Übermorgen wird der Award an die GewinnerInnen verliehen – wir sind schon gespannt! Und auch 2015 gibt es wieder die Möglichkeit für alle UnternehmerInnen, daran teilzunehmen!

It´s easy being green – Just do it!

PS: Über dein Like auf der Facebook-Seite „ich mach es anders“ freu ich mich!

1 KommentarHinterlasse einen Kommentar

  • Es gibt inzwischen in vielen Ländern zu allen Möglichen Produkten Fair Trade Programme. Das ist echt super, das das immer mehr anklang findet und das sich die Menschen immer mehr dafür interessieren, wer etwas Produziert und das diese Menschen einen gerechten Lohn bekommen.

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