Ein großes „Autsch“, das mir weh tut…

Bislang ließen wir uns ca. alle 2 Wochen Brot, Säfte und Joghurt via Biokistl liefern. Bislang, weil es in letzter Zeit Probleme bei der Kistelrückgabe gab. Heute war der Lieferant da, ich war glücklich, dass ich die 9 Kisteln inkl. zahlreichem Leergut los war und dann schepperte es auf einmal…

Liftnische

Liftnische

Wir haben die Besonderheit in unserem Haus, dass der Lift der Stiegen 1-4 direkt in die Wohnung führen, ein bisschen Penthousefeeling also mitten im 10. Wiener Gemeindebezirk. Der Clou daran: der Lift kann nur von den BewohnerInnen gesteuert werden – also entweder von unten mit dem Schlüssel geholt, oder von oben mit einer Taste auf der Gegensprechanlage zum Besuch hinunter geschickt werden.

Nun glaub ich dem Lieferanten, dass er nicht wirklich Lust hat, mit den Kisteln im den 3. Stock zu rennen, aber der Lift kann ihm eben nur aktiv geschickt werden. Und das hat er die letzten beiden Male herausbekommen. Wir stellten nämlich wie immer die Leerkisteln vor die Wohnungstür im Stiegenhaus, er stellte uns die Kisteln aber in die Nische zwischen Aufzugs- und Wohnungstür – die Kisteln passen da haarscharf rein – somit blieben die Leerkisteln zurück. Letzte Woche wies ich bei der Bestellung im Kommentarfeld darauf hin und wir klebten einen Zettel mit den Hinweis für den Lieferanten auf die Tür beim Aufzug, dass die Leerkisteln vor der Tür, die über das Stiegenhaus zu erreichen ist, stehen. Es wären zu viele gewesen, um sie in die Nische zu stellen…

In der Hoffnung, dass es so klappt, wurden wir wieder enttäuscht. Die Lieferung stand in der Nische, mittlerweile 7 Leerkisten inkl. Leergut vor der anderen Tür. Und das verlangte ein Beschwerdemail – ich mach das sehr ungern, aber manchmal muss es sein. Und gleich richtig mit Fotodokumentation, damit die im der Zentrale wissen, wovon die Rede ist.

Info an Lieferanten

Info an Lieferanten

Kistl zur Rücknahme im Stiegenhaus

Kistl zur Rücknahme im Stiegenhaus

Gleich am nächsten Werktag erhielt ich einen Anruf, bei dem ich feststellte, dass die Dame das Mail nicht gelesen hat, denn sie ließ sich von mir noch einmal ALLES erklären. Also war das Kommentar bei der Bestellung vermutlich auch überflüssig. Vereinbart haben wir, dass heute die Kisteln abgeholt werden, was auch funktioniert hat. Ich ging extra deswegen später ins Büro, weil ich sicherstellen wollte, dass alles abgeholt wird.

ABER: Ich habe eben festgestellt, dass der Lieferant unsere Lifteigenheit mittlerweile kannte, weil er ihn aktiv nachgefragt hat. Nur blöd, dass zur gleichen Zeit unsere Nachbarin, mit der wir uns den Lift teilen, hinunter fuhr und er das nicht erwarten konnte. Er kam über die Stiegen rauf. Als er da war, wies ich ihn darauf hin, dass es besser wäre, den Lift runter zu nehmen, da es doch 9 Kisteln waren. Er meinte, dass das schon geht – mit all dem Leergut. Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen….

Er schnappte sich alle Kisteln auf einmal, ging runter, läutete dann noch einmal an, damit er noch einmal in die Stiege rein kommt, um, vermutete ich, die zweite Tranche Kisteln zu holen. Da hörte ich es schon klirren. Da er aber nichts sagte, hoffte ich auf ein Wunder. Ich zog mich an, ging hinunter, wollte zur Arbeit und bekam einen Schock: überall Scherben!! Ich gewissenhafte Bewohnerin, wie ich meine zu sein, bin noch einmal in die Wohnung, hab Bartwisch (Kehrbesen) und Schaufel geholt und wollte beginnen, die Scherbenhaufen zu entfernen. Da sah ich den Putzmann im Eingangsbereich (ich war noch im Erdgeschoß der Stiege, die durch eine Tür mit dem Eingangsbereich getrennt ist) schon die Scherben zusammenkehren. Ich riss die Tür auf und begann mich zu entschuldigen. Er meinte nur: „Ich mach das schon. Das war ein Unfall, das kann passieren.“ Ich sag nur: EIN HOCH AN DEN PUTZMANN – vielen, lieben Dank!! Für mich ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass er diesen Mist zu entfernen hat. Zumindest dürfte er zumindest vom Lieferanten über den Fauxpas hingewiesen worden sein.

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Scherbenhaufen im Stiegenhaus

So, und ich war jetzt so emotional, dass ich auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn diesen Blogbeitrag am Handy getippselt hab. Fest steht für uns, dass wir keine weiteren Bestellungen tätigen werden, was uns schon leid tut, weil wir mit den Produkten sehr zufrieden waren. Aber ich muss noch erwähnen, dass es bereits mehrmals Probleme mit der Kistelrücknahme gab – jetzt reicht es uns endgültig.

In diesem Sinne: It´s not always easy being green…

PS: Über dein Like auf der facebook-Seite „ich mach es anders“ würde ich mich freuen!

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