ich mach es anders

Warum Amazon und Zalando für mich keine Option sind

Das Weihnachtsgeschäft läuft gerade in Hochtouren an und genau deswegen möchte ich gerade jetzt diesen Blogbeitrag über die Online-Riesen Amazon und Zarlando bringen.

In meinem Bekanntenkreis gibt es sehr viele, die begeistert erzählen, wie toll das Bestellen bei Amazon ist. Auch meine Eltern erzählten mir, dass sie ein Teil für die Küche vergeblich in allen Geschäften der Umgebung gesucht, jedoch nicht gefunden haben und dann auf Amazon fündig wurden – und natürlich bestellt haben. Bücher werden innerhalb weniger Tage geliefert, Ersatzteile für Geräte, die es im üblichen Handel teilweise gar nicht mehr gibt, bekommt man/frau bei Amazon. Geschenke, Einrichtungsgegenstände, Videos? Alles kein Problem – Amazon liefert. Und Zalando hat immer so tolle Schnäppchen… Nun klingt das alles sehr verlockend, aber ich bin nach wie vor entsetzt darüber, dass Amazon trotz der Skandale, die in den letzten Jahren öffentlich wurden, nach wie vor so viel Kundschaft hat. Ich hab noch nie bei Amazon oder Zalando bestellt und habe es auch nicht vor. Und ich bin stolz darauf. Warum? Das hat ganz einfache und logische Gründe.

Mein Totschlagargument, wogegen meiner Meinung nach auch niemand ankommt: Die beiden Anbieter bringen die kleinen G´schäfteln um, wie es z. B. meine Buchhändlerin Anna Jeller oder meine Mutter betreibt. Sie kämpfen tapfer gegen diese Riesen. Amazon versucht die Buchpreisbindung zu bekämpfen, Verlage und Autorinnen unter Druck zu setzen, bezahlt seine Mitarbeiterinnen nicht korrekt, bietet nun Flat Rates für Kindle an etc. Von Zalando weiß ich nicht so viel, jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass die Vorgehensweisen ähnliche sind, denn irgendwie müssen die günstigen Preise und das kostenlose Retournieren der Ware finanziert werden. Und wenn das nicht über das Produkt möglich ist, dann eben über die Arbeitskraft. Wenn man/frau jetzt noch die Steuern- und Gewinnkiste aufmacht, könnte man/frau noch 1.000de Zeichen schreiben, tu ich hier nicht, aber vielleicht ein anderes Mal.

Für mich haben billige Preise und die ständige Verfügbarkeit von Produkten keinen Wert, wenn dafür unfaire Bedingungen notwendig werden. Meine Konsequenz: finde ich das Produkt sonst nirgends, dann kann ich es nicht haben. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die ständige Verfügbarkeit von Produkten unserer Gesellschaft nicht gut tut. Die Menschen sind es nicht mehr gewohnt, auf etwas zu warten bzw. sich auf etwas zu freuen. Bei vielen Kindern stelle ich das in den letzten Jahren verstärkt fest. Als ich klein war, war das Warten auf ein Ereignis, das mit Geschenken verbunden war, die für mich aufregenste Zeit. Wurde ein Wunsch einmal nicht erfüllt, war ich damals enttäuscht, jedoch bin ich heute meinen Eltern dafür dankbar. Ich hatte weiterhin Träume bzw. Wünsche und es kam auch vor, dass nach einigen Monaten wieder ganz andere Dinge ganz oben auf der Wunschliste standen. Ich bin davon überzeugt, dass das Kind den Dingen, die es hat, eine größere Wertschätzung beimisst, wenn es erfährt, dass es nicht alles bekommt, was es haben möchte. Viele Kinder sind es heutzutage aber meist nicht mehr gewohnt, etwas nicht sofort haben zu können. Sie werden von ihren eigenen Eltern als Teil der Konsum- und Wegwerfgesellschaft erzogen und dies ist in meinen Augen grob fahrlässig.

Für alle, die es nicht lassen können und im Internet bestellen müssen, gibt es hier einige Alternativen: http://www.utopia.de/magazin/alternativen-zu-Amazon

It´s easy being green – Just do it!

PS: Eine Anmerkung für all jene, die sich bereits darüber gewundert haben, dass vielleicht am Ende eines Artikels auf diesem Blogs eine (Amazon-)Werbung auftaucht: Deaktiviert bitte eure Ad-Ons in eurem Browser – die verursachen das nämlich. Nicht, weil ich Amazon darum gebeten habe. Und ja, ich werde in Kürze auf eine kostenpflichtige WordPress-Version umstellen – dann ist das auch weg. 

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