(Natur)Kosmetik

Das Thema Kosmetik ist für mich eines der am schwersten zu durchschaubaren im Bereich Nachhaltigkeit. Für das Thema begann ich mich zu interessieren, als mein Gesangslehrer mir erzählte, dass er schockiert davon war, was in seinen ehemaligen Cremes enthalten war und er zu recherchieren begann. Er nannte mir einige Websites, mit deren Hilfe ich die Inhaltsstoffe meiner Kosmetika auf ihre Schädlichkeit hin überprüfen konnte. Ich begann also, von Duschgel, Haarshampoo und Konsorten, die einzelnen Inhaltsstoffe in die Suchmaschine zu klopfen und war geschockt, wie viele Produkte Paraffine, Parabene und Konsorten enthielten. Ich habe eine rote Liste erstellt, um weitere Fehlkäufe zu vermeiden und bin jedoch im Laufe der Recherche auf eine sehr hilfreiche App gestoßen, die mir all das abnahm. Diese stelle ich in einem eigenen Beitrag in den kommenden Tagen vor.

Kurz vor Recherchebeginn empfahl mir eine gute Bekannte „The Bodyshop“, da ich gerade auf der Suche nach Naturkosmetik war. Ich war nach meinem Besuch im  Shop auf der Mariahilferstraße begeistert: ein Gutschein hier, eine Rabattkarte und eine Probe da, die Beratung war toll und deshalb tat es auch nicht weh, dass ich mit EUR 50.- weniger, aber dafür  mit drei neuen Produkten nach Hause ging – und oben drein rochen die Produkte auch noch gut. Als ich jedoch die Inhaltsstoffe recherchierte war die Euphorie schnell gedämpft. Und als ich auf der Website zum sozialen und ökologischen Engagement von The Body Shop recherchierte und dann im Impressum noch las, dass L´Oreal der Eigentümer ist, war das Bodyshop-Projekt für mich eindeutig gestorben, obwohl es noch gar nicht richtig begonnen hatte. Ich braucht die Produkte auf und war danach nie wieder dort. Viel wichtiger war mir, eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Kosmetika zu finden.

Was uns auch einen Schritt weiter brachte war auch eine Dokumentation über Aluminium. Stimmen die Annahmen, ist es eine Katastrophe, wenn man sich aluminhaltige Dos unter die Achseln schmiert oder sprüht. Noch am selben Abend wurden alle aluminhaltigen Kosmetika und Medikamente entsorgt. Ein weiteres Problem in der Kosmetikbranche sind Produkte, die sogenanntes Mikroplastik enthalten. Vor allem Zahnpasten und Peelings sind davon betroffen.

Ich bin nach wie vor am Austesten verschiedenster Produktlinien und habe in einigen Bereichen schon meine Lieblingsprodukte gefunden (z. B. mein Haarshampoo von Wald und Wiese), in anderen Bereichen wie Zahnpasta bin ich noch immer am Testen und Recherchieren, bin aber auch da schon einen großen Schritt weiter.

Meine Ziele: keine Paraffine und Parabene, keine Silikone, kein Aluminium und wenn nur irgendwie möglich kein Palmöl und wenn dann aus biologischem Anbau. Dies ist jedoch die größte Herausforderung, da es kaum preisgünstige Alternativen zu Palmöl mit annähernd gleicher Konsistenz gibt. Ebenfalls möchte ich unnötige Stoffe, wie z. B. Farbstoffe, die krebsauslösend sein können, vermeiden. Eine getestete Zahnpasta hat z. B. einen gelben Farbstoff zugesetzt, aber mir ist es herzlich egal, ob ich blauen, grünen, weißen oder roten Zahnpastaschaum ins Waschbecken spucke. Online gibt es einen tollen Artikel nachzulesen, in dem die ganzen bösen Inhaltsstoffe, die in Kosmetika vorkommen können, zusammenfasst: http://www.utopia.de/magazin/die-schlimmsten-inhaltsstoffe-in-kosmetik

Mittlerweile habe ich meine Haut von diesen unnatürlichen Inhaltsstoffen entwöhnt. Die kommenden Beiträge habe dem Thema Kosmetik gewidmet und ich hoffe, dass da auch für dich etwas dabei ist.

It´s easy being green – Just do it!

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