Wohlstand ohne Wachstum, aber wie?

Auch die Wissenschaft soll nicht zu kurz kommen, obwohl dies nicht Schwerpunkt meines Blogs sein soll. Jedoch muss ich einfach das Konzept der Post-Waschstumsökonomie vorstellen, da es für mich eines der aktuellsten und interessantesten Ansätze ist, um dem aktuellen Wahnsinns des Wachsens und immer-mehr-haben-wollens (sei es nun im Business oder Privat) entgegenzusteuern.

Stark vereinfacht meint die Postwachstumsökonomie, dass Wachstum in der ursprünglichen Form und im neoliberalen Verständnis nicht mehr stattfinden kann. Die neoliberalen Gesellschaften brauchen nun ein Konzept, um einen „Wohlstand ohne Wachstum“ zu erreichen. Niko Paech ist bestimmt der bekannteste Theoretiker dieser Strömung. Ich kenne ihn persönlich, da ihn die Grüne Wirtschaft im Februar 2014 als Referenten eingeladen hat und er ist tatsächlich eine mitreißende und sehr interessante Persönlichkeit, was ca. 400 Teilnehmerinnen bestätigt haben. Sein imposanter Impulsvortrag und die anschließende Podiumsdiskussion sind, wie auch diverse Interviews und Vortragsausschnitte, auf Youtube zu finden.

FuturZwei ist ein weiterer Think Tank bzw. eine Stiftung  in diesem Bereich, mit Sitz in Berlin. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, zukunftsfähige Lebensstile und Wirtschaftsweisen für die Gesellschaft sichtbar und politisch wirksam zu machen. Im Zukunftsarchiv werden Geschichten des Gelingens erzählt. Vom Spekturm her ist es sehr ähnlich wie dieser Blog – auch ich stelle Initiativen und Unternehmen vor, die es „anders“ tun. Dana Giesecke war Vortragende im Rahmen einer Veranstaltung der Grünen Wirtschaft und teilweise musste ich bei der Vorstellung von Initiativen und Unternehmen etwas schmunzeln, weil ich bereits viele davon gekannt habe. Ganz wichtig: FuturZwei regt zum Nachdenken und selbst Handeln an, wie die FAZ berichtet.

Logo FuturZwei

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Ich persönlich bin der Meinung, dass Wohlstand ohne Wachstum möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen würden und endlich ein anderes Wirtschaften möglich bzw. erlaubt wird. Ich mache ja schon länger den Selbstversuch, ertappe mich nach wie vor aber gelegentlich dabei, (fast) in die Falle zu gehen und bin mit dem was ich mache oder mir nicht kaufe glücklich. Unglücklich macht mich nur die Gier der Menschheit – immer mehr, immer besser und immer schneller muss es sein bzw. gehen. Ich glaube, dass wir uns irgendwann selbst damit zerstören werden. Wenn jede/r zu sich selbst ehrlich ist, geht es im Leben eigentlich um ganz wenig, nämlich um Gesundheit, Liebe und Geborgenheit. Klingt blöd, ist aber so. Bist net g´sund, hilft das ganze Geld nix und auch das 100-ste Handy kann Krankheiten nicht heilen. Deshalb mein Appell an die Menschheit: Runter vom Gas und wieder mehr die wirklichen Dinge des Lebens entdecken!

It´s easy being green – Just do it!

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