Stromsparen

Menschen sparen, um sich einen Urlaub, ein besseres Auto oder ein größeres Haus leisten zu können. Dass Sparen auch im Mikrokosmos, also in der eigenen Wohnung sehr einfach möglich ist, vergessen dabei viele. Als Beispiel nehme ich den Strom her. Die Stromkosten steigen, aber oftmals auch der Stromverbrauch.

Ich habe seit ca. 5 Jahren an all meinen Geräten, wo es möglich ist, sogenannte Kippschalter angebracht. Es ist am Beginn eine kleine Umgewöhnung, aber ist man/frau einmal gewohnt, dass der Schalter nach dem Fernsehen und vor dem Schlafengehen umgelegt wird, verselbstständigt es sich. Es wird zum Ritual. Mein Freund ist das beste Beispiel dafür, dass es innerhalb kürzester Zeit funktioniert.

Ich behalte auch immer unseren Stromverbrauch im Auge und Vergleiche mit den Nachbarinnen unserer Stiege. Dazu muss ich in den Keller gehen, da sich die Stromzähler aller Wohnungen im Haus dort befinden. Und ich darf stolz verkünden: in unserer Stiege liegen wir auf Platz 2. Jedes Mal überlege ich, wie Platz 1 es schafft, so wenig Strom zu verbrauchen – wir haben dafür schon die schrägsten Theorien aufgestellt.

Mitte August hatten wir einen Verbrauch von ca. 750 KwH, Mitte September ca. 820 kwH und Mitte Oktober lagen wir bei 893 kWh. Wir haben auch nach unserem Einzug im November letzten Jahres gebohrt und damit Strom verbraucht, wir haben eine Waschmaschine in der Wohnung – zwar eine kleine, aber sie läuft doch recht regelmäßig, wir haben einen Flatscreen und zwei Laptops (meinen benutze ich seit meinem Studienende wieder regelmäßiger, seit ich blogge) und einen Vollautomaten für köstlichen Kaffee (übrigens auch aus nachhaltigen und ökonomischen Gründen angeschafft). Wir befinden uns nach wie vor auf Platz 2 von 12 und verbrauchen im Schnitt eben monatlich 70 kWh. Die Stiege 1 in der Vally-Weigl-Gasse verbraucht durchschnittlich 1.410 kWh, da von den 12 Wohnungen 8 bereits über 1.000 kWh innerhalb eines knappen Jahres verbraucht haben. Zwei Parteien führen die Liste eindeutig mit einem Verbrauch von über 2.000 kWh an. Wir sind davon überzeugt, dass diese einen Trockner bzw. andere Stromfresser besitzen müssen, da ansonsten so ein großer Verbrauch einfach nicht erklärbar ist. Wir befinden uns also mit unserem Verbrauch weit unter dem Durchschnitt, was mich persönlich sehr freut. Wir strengen uns nicht extra an, um Strom zu sparen, aber wir haben uns bestimmte Gewohnheiten angeeignet, die es unterstützen.

Auf was wir achten:

  • Kippschalter bei so ziemlich allen Standby-Geräten
  • Licht wird nur dort aufgedreht, wo es tatsächlich benötigt wird
  • wir leisteten uns in unserer neuen Küche A++(+) Geräte, obwohl die günstigen Preise zuerst schon dazu verleitet haben, bei Billiggeräten zuzugreifen. Nach mehrmaliger rationaler Überlegung, haben wir uns schlussendlich für in der Anschaffung teurere, aber im Verbrauch günstigere Geräte entschieden
Steckerleiste Fernseher, DVD-Player, Fernsehlampe

Steckerleiste Fernseher, DVD-Player, Fernsehlampe

PC und Ladegerät

PC und Ladegerät

Wie du siehst, es sind nicht viele und schon gar keine unmöglichen Maßnahmen, um Strom einzusparen. Die Umwelt und das Börserl danken es und selbst fällt einem/einer kein Steinchen aus der Krone. Deshalb:

It´s easy being green – Just do it!

 

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