ich mach es anders

Doppelt schauen macht Sinn bei Ökostrom

Wir beziehen von AAE Naturstorm Plus und sind stolz darauf! Dieses Produkt ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Es gibt auch abgeschwächtere und damit günstigere Formen von Ökostrom – wir haben uns für die, sage ich mal, Königsklasse entschieden. Neben AAE bietet auch oekostrom sehr gute Produkte im Bereich Ökostrom an. Ich habe auch noch weitere Anbieter gescreent, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass in Österreich aktuell nur diese beiden Anbieter in Frage kommen. Ein Ökostrom-Discounter war natürlich vom Preis her sehr attraktiv. Als ich mir jedoch die Firmenstruktur und Teilhaber genauer angesehen habe, wurde es wieder uninteressant. Ich habe keine Lust, ein Unternehmen zu unterstützen, wo ein Energiekonzern größter Teilhaber ist. AAE ist ein familiengeführtes Unternehmen und Ökostrom hat beteiligte Firmen und Organisationen, die schwer OK sind.

Keine Angst vorm Umstieg

Die meisten hält der Umstieg des Anbieters ab. Weil mensch es sich mühsam vorstellt, was es aber so gar nicht ist. Der Wechsel ist sehr einfach: Formular ausfüllen, weg schicken und fertig. Der neue Anbieter checkt alles und selbst bekommt mensch die Benachrichtigung, sobald der Wechsel vollzogen ist. Das schwierige ist das Überwinden des inneren Schweinehundes und auch ich habe schlussendlich eine Erfahrung mit meinem alten Energieanbieter für den letzten Ruck benötigt.

Meist braucht es ein Erlebnis, das weh tut, um den Schritt zu wagen

Meine Anekdote: In einer früheren Wohnung habe ich sowohl den Gas- als auch Stromanbieter gewechselt. Beim Umzug habe ich versäumt, dass ich schon im Vorhinein einen Vertrag mit einem alternativen Anbieter benötige, damit ich gleich damit einsteigen kann. Somit waren wir wieder vom Monopolisten eingefangen. Warum wir dann schlussendlich doch gewechselt haben, ist schnell erklärt: Der alte Anbieter hatte bei der Abrechnung nach Auszug der alten Wohnung verabsäumt, diese Abrechnung mit dem korrekten Datum durchzuführen.

Wir sind Mitte November 2013 dort ausgezogen, hatten die Therme bis in den November hinein nie aufgedreht und auch beim Strom waren wir sparsam. Die Abrechnung wurde nach Wohnungsrückgabe Ende November von der damaligen Hausverwaltung gemeldet (ich hab mir extra das E-Mail schicken lassen), aber mein damaliger Anbieter hat nicht reagiert. Zwei Mal habe ich nachgerufen und mir wurde gesagt, dass gerade so viel zu tun sei und wahrscheinlich deshalb noch keine Abrechnung statt gefunden hat. Und ich habe nachgefragt, ob die Mailadresse, wo die Hausverwaltung das Formular hingeschickt hat, eh korrekt ist – auch das wurde mir bestätigt. OK, ich ja immer nett am Telefon, nehme das so hin.

Dann flattert eines Tages die Abrechnung herein mit Datum Mitte Dezember. Da wir nicht wussten, was die Hausverwaltung alles in diesen zwei Wochen in der Wohnung getrieben hat, bestand ich darauf, dass mit dem Zählerstand bei Auszug abgerechnet wird. Am Telefon sagte mir der Herr von der Hotline (sinngemäß wieder gegeben): „Scheißen´s Ihna net an. Wir können da jetzt nix mehr machen und da geht´s ja eh nur um a paar Euro die für die Netzgebühr anfallen.“ Poah war ich sauer!

Nachdem ich ein E-Mail an den Energieversorger mit dem damaligen Abmeldungsformular (hier konnte ich beweisen, wann die Hausverwaltung das Formular übermittelt hat) und der Abrechnung, den Verbrauch korrekt abzurechnen (die HV habe ich in CC gesetzt) bekam ich von der HV (!!) die Rückmeldung, dass nun korrekt abgerechnet wird, jedoch das Datum nicht von Dezember auf November korrigiert werden kann. Das war mir aber eh wurscht. Der Energieanbieter hat sich kein einziges Mal gemeldet. Eines Tages flatterte die korrigierte Abrechnung daher und wir bekamen weitere EUR 15.- gutgeschrieben. Und ich sage: EUR 15.- sind EUR 15.- – wir haben mit diesem Geld einen köstlichen Eisbecher gegessen.

Naja, dieses Erlebnis und erlebte Frechheit ließ mich keine Sekunde am Umstieg zögern.

Warum es nicht wurscht ist, was aus der Steckdose kommt

Ein Wort zum Abschluss noch zum Argument es sei egal, welchen Strom mensch bezieht, weil aus der Steckdose das Gemisch von allen und somit auch Strom aus nicht erneuerbaren Quellen kommt. Dazu sage ich nur: Es geht um den gesamten Kreislauf! Und eine gesteigerte Nachfrage nach Ökostrom verändert die Zusammensetzung des Stroms und bringt auch konventionelle Anbieter dazu, sich mit dem Thema nachhaltigen Energieformen auseinander zu setzen. Bei diesem Thema geht es darum, gemeinsam eine Energiewende zu erreichen. Der Wechsel des Stromanbieters ist dafür eine Möglichkeit. Stromsparen eine ergänzende. Weil nur weil der Strom „grün“ ist, sollten wir nicht mehr davon verbrauchen als notwendig.

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