Das Afro Cafe in Salzburg

Durch Zufall haben wir ein wirklich sehr, sehr tolles Café entdeckt. Wir waren von unserem Sightseeing in Salzburg schon etwas müde, die Lokale in der Innenstadt waren entweder für unsere Verhältnisse zu stark frequentiert oder nicht in unserer Preisklasse und so schlenderten wir mit offenen Augen Richtung Hotel. Auf dem Weg dort hin entdeckte mein Freund das Afro Café. Aufgefallen ist es durch die gelbe Markise, wir hatten also keine Ahnung, was uns erwarten würde und beschlossen, uns das näher anzugucken.

Im Café angekommen, die Getränkekarte studiert und der Inneneinrichtung etwas Aufmerksamkeit geschenkt, fiel mir die Kinnlade runter. Falls du dir die Impressionen des Cafes im vorangegangenen Link noch nicht angesehen hast, mach das bitte jetzt – meine selbstgemachten Fotos wirken schon auch gut, aber nicht so gut.

Speise- und Getränkekarte

Speise- und Getränkekarte und afrikanisches Bier

Die Upcyclingideen begeisterten mich ebenso wie die Farben, man/frau spürt so richtig die Afro Coffee Philosophie. Die Getränke- als auch Speisekarte lädt dazu ein, sie einfach durchzuprobieren und auch die Cocktails sind von der feinsten Sorte.

Upcycling-Lampe

Upcycling-Lampe

 

Kleine Aufmerksamkeit bei Abreise

Kleine Aufmerksamkeit bei Abreise

Upcycling für die Blumen

Upcycling für die Blumen

Nun gibt es diverse Kritik am Konzept, was die Geschlechterrollen angeht und dazu habe ich mir natürlich viele Gedanken gemacht. Auch habe ich über die Eigentümerstruktur nachgedacht, alleiniger Eigentümer ist die Red Bull GmbH. Weiters wird die Stereotypisierung von Afrika (bunte Farben etc.) kritisch betrachtet.

Ich roll es von hinten auf: Das Konzept von Afrocoffee stammt aus Südafrika. Red Bull bzw. Ditie Mateschitz ist in dem Fall der Geldgeber, um die Idee in Österreich bzw. Europa zu verbreiten. Das steht meiner Meinung nach über allen Green-Washing Vorwüfen (und dazu findet man/frau im Netz gar nicht so viel), die die Gesellschaft aufbringen könnte. Es wird die Idee des Upcyclings, die Idee des fairen Handels und das Lebensgefühl einer anderen Kultur einer breiteren Masse zugänglich gemacht, und das ist gut so. Das Thema Green-Washing werde ich in einem eigenen Kapitel ausführlicher behandeln.

Betrachtet man/frau die Werbelinie, merkt man/frau, dass mit sehr viel Witz und Lebensfreude gespielt wird. Es sind zwar Stereotypen und Klischees vorhanden, die Afrolady wirkt auf mich persönlich jedoch sehr emanzipiert, weshalb mir auch das Gefühl vermittelt wird, dass jede Frau selbst entscheiden kann, was sie tut, wie sie lebt und in diesem Fall, welchen Kaffee sie trinken möchte. Und genau darum geht es ja auch in unserer Gesellschaft. Zur Vermittlung des Stereotypes Afrika: diese Kritik habe ich erst vor wenigen Tagen aufgeschnappt und mir wieder tagelang durch den Kopf gehen lassen. Ich kann diesem Kritikpunkt nicht viel abgewinnen, da ein modernes Afrika gezeigt wird. Das typisch, stereotype Bild von Afrika zeigt ländliche Gegenden, Strohhütten und arme Menschen. Die Werbelinie funktioniert, meiner Meinung nach, auch mit Menschen anderer Hautfarbe.

Kurz zusammengefasst also ein hervorragendes Konzept und eine tolle Marke!

It´s easy being green – Just do it!

Kommentar verfassen