Alternative Lebensmittelbeschaffung: Food Coops

Food Coop ist die Abkürzung für Food Cooperation. Ich persönlich finde das Konzept zwar toll und interessant, aber leider zu aufwändig für Vollzeit beschäftigte Menschen. Food Coops sind ein Zusammenschluss von Menschen, die Produkte direkt von den Produzentinnen beziehen und meist in Vereinen organisiert sind.

Mein erstes Andocken bei einer Food Coop

Durch Zufall habe ich erfahren, dass im 10. Wiener Gemeindebezirk eine solche Kooperative gegründet wird und habe mich sofort bei den Gründungsmitgliedern gemeldet und bin in das Forum eingestiegen. Mein Ziel war es, mich in die Vereinsgründung einzubringen und aktiv mitzumachen. Nach kurzer Zeit musste ich jedoch feststellen, dass ich es zu keinem Treffen (das in der Regel einmal monatlich stattfindet) schaffe. Großes Manko war, dass diese Treffen unter der Woche immer gegen 17 Uhr statt fanden (und wahrscheinlich noch statt finden). Da ich um diese Zeit meist gerade das Büro verlasse, ist es unmöglich, pünktlich vor Ort zu sein. [Edit 17.9.2017: Seit 1.1.2017 bin ich Mitglied bei der Food Coop in Wien 10)

Klingt mühsam, ist es am Beginn auch

Nach und nach stellte ich auch fest, dass die Lebensmittelbeschaffung sich als sehr aufwändig erwies, da noch kein fixer Lagerraum gefunden war und die Bestellungen über das Forum organisiert wurden. Da ich nicht täglich online bin und sein möchte, war ich natürlich immer zu spät dran und habe es somit nie ausprobiert. Funktioniert hätte es so: ich hätte z. B. angegeben, wie viele Kilogramm Äpfel ich haben möchte (in einem 2 Personenhaushalt wären das nicht  mehr gewesen, als 1 kg), der/die Produzent/in liefert an einem Tag x die bestellte Großmenge in den Lagerraum und ich hole mir dann meine Menge dort ab und bezahle. Beim Olivenöl hätte ich meinen einen Liter aus einem 5- bzw. 10-Liter Kanister abfüllen müssen. Das erschien mir dann doch zu mühsam und viel zu aufwändig. [Edit 17.9.2017: Mittlerweile habe ich gelernt, dass jede Food Coop in Wien anders bestellt und „arbeitet“.]

Zur Zeit keine Zeit [Edit 17.9.2017: das hat sich mittlerweile geändert]

Schlussendlich habe ich für mich festgestellt, dass die Teilnahme an einer Food Coop zur Zeit ausgeschlossen ist, denn für mich gilt: Wenn ich mich wo engagieren möchte, dann ordentlich. Mir wurde zwar angeboten, einen erhöhten Mitgliedsbeitrag zu zahlen (dieser ist für Personen, die sich im Verein nicht aktiv engagieren können oder möchten), aber das war mir zu wenig. Ich hätte bei keinem Treffen dabei sein können und hätte viel Zeit dafür aufgebracht, die Berichte der Treffen im Internet nachzulesen.

Es gibt in Wien bereits zahlreiche Food Coops und ich finde die Initiative nach wie vor sehr toll. Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich bestimmt das Projekt wagen und checken, ob der Aufwand der Lebensmittelbeschaffung über eine Food Coop tatsächlich so aufwendig ist, wie vermutet.

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