Reisen und Nachhaltigkeit

Obwohl es nicht der Plan war, beginne ich doch mit dem Thema, dass die meisten von uns in den letzten acht Wochen tangiert hat: Urlaub und damit verbunden auch das Reisen. Und damit verbunden das Thema Nachhaltigkeit.

Jene von euch, die das Fußabdruck-Spiel gemacht haben, wissen es besonders und auch alle anderen wissen es auch: das Fliegen benötigt extrem viele Ressourcen und katapultiert den CO2-Verbrauch eines Menschen meilenweit nach oben. Da Herr und Frau ÖsterreicherIn sehr gern reist und generell das Reisen nach wie vor im Trend liegt, stellt sich die Frage: Wie kann ich viel von der Welt sehen und trotzdem das Fliegen vermeiden?

Reisen mit dem Motorrad

Ich hab das heuer ausprobiert: Mein Freund und ich unternahmen eine 9-tägige Motorradtour. Motorradfahren ist nun nicht die „grünste“ Methode, aber auch nicht die schlechteste, behaupte ich jetzt einmal. Wir hatten einen Benzinverbrauch von 5 Litern/100 km, haben eine Strecke von ca. 2.900 Kilometern zurückgelegt, übernachteten in von Familien geführten Hotels, erlebten das Leben auf einem Campingplatz und haben die ganze Zeit über echt tolle Dinge gesehen. Die Tour erstreckte sich von Bregenz über den Silvrettapass nach Südtirol – über das Stilfserjoch (freilebende Murmeltiere!) zum Lago di Como – über den Simplonpass nach Chamonix – durch den Mont Blanc-Tunnel und über Italien wieder nach Südtirol – über die Dolomiten schlussendlich nach Kärnten (Weißensee – Camping) und wieder nach Wien.

Nachhaltig reisen

Nun, wie schon gesagt, es ist nicht die nachhaltigste Reisevariante, aber auf jeden Fall eine Alternative zu Flügen. Ich hatte das Gefühl, dass Distanzen sehr rasch überwunden werden konnten. Wir tangierten 8 Bundesländer Österreichs und 5 Länder der EU – und das in 9 Tagen. Und es war soch ein entschleunigter Urlaub, denn wir haben von Tag zu Tag entschieden ob wir weiterfahren und wenn ja, wohin. Wie weit hat dann oft das Sitzfleisch oder aber auch das Wetter bestimmt. Eigentlich wollten wir an die Côte d´Azur, aber das Wetter hat schon in Vorarlberg die Route verändert.

Pläne für unseren Urlaub im kommenden Jahr

Ich war vom „Gesamtprojekt“ sehr begeistert und wir werden kommendes Jahr, wenn es die Zeit zulässt, wieder mit dem Motorrad unterwegs sein. Geplant ist eine Reise über Odyssee-Reisen [Edit., denn das Reisebüro bietet tolle Unterkünfte in ganz Europa und auch darüber hinaus an : Leider musste Odyssee-Reisen aufgrund der starken Konkurrenz von Buchungsplattformen im Internet schließen]- oftmals weit weg von jeglichen TouristInnenzent.ren. Weiters werden wir bald den ÖBB-Nachtzug nach Rom ausprobieren, denn dort möchten wir unbedingt hin und ein Schlafabteil im Zug ist garantiert ein Abenteuer. Und für Zeiten, wo einmal zu viel Geld übrig ist, bieten der WWF (über Hofer-Reisen) oder FAIRTRADE Österreich (über RUEFA) Reisen zu ihren Projekten (WWF) und ProjektpartnerInnen (FAIRTRADE) an. Für Wanderinnen bietet Weltweit Wandern tolle Urlaube an. Daneben steht ein Urlaub mit dem Fahrrad, wie es mein Chef und einen liebe Arbeitskollegin jede Jahr machen, an. Kombiniert mit dem Zug kommt man auch damit sehr weit.

Flugreisen kompensieren

Wer das Fliegen nicht ganz bleiben lassen möchte, hat die Möglichkeit der CO2 Kompensation z. B. über myclimate, atmosfair oder die Boku Wien. Und ja: es ist nicht mal teuer, ist ganz einfach und tut überhaupt nicht weh. Kompensationen können übrigens auch für andere Bereiche (z. B. Veranstaltungen) geleistet werden!

Wer noch mehr zum Thema Reisen und nachhaltiger Tourismus wissen möchte: der WWF hat die Info´s

Kommende Woche erwarten euch meine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Mobilität

Hier ein paar Eindrücke unserer Reise:

CortinaDSC02091Kirche in ReLago di Como

 

MurmeltiereNatur purHotel SpondinigCamping

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